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Bochums Paul Freier (r.) hat gegen Nikolce Noveski einen schweren Stand © getty

Gegen den Lieblingsgegner schafft es Mainz diesmal nicht zu gewinnen. In einer ereignislosen Partie werden die Punkte geteilt.

Mainz - Der FSV Mainz 05 hat seine Weiße Weste gegen seinen Lieblingsgegner verloren.

Der Aufsteiger kam am 23. Spieltag nicht über ein torloses Remis gegen den VfL Bochum hinaus und konnte nach zuvor fünf Siegen in fünf Duellen erstmals nicht gegen den VfL gewinnen.

Dennoch bleibt der FSV in der laufenden Saison zu Hause ungeschlagen. Die Bochumer, die seit nunmehr sieben Partien nicht besiegt wurden, setzten ihren Aufwärtstrend fort.

Schlechter Start

Die 20.000 Zuschauer im Bruchwegstadion sahen in der Anfangsphase eine Partie ohne große Höhepunkte.

Die Mainzer bemühten sich zwar um ein geordnetes Offensivspiel, die Defensivabteilung der Gäste ließ aber zunächst keine Chancen zu.

Erst nach rund zehn Minuten kamen die Gastgeber, die ohne Kapitän Tim Hoogland (Knieverletzung) sowie die angeschlagenen Jan Kirchhoff, Marco Rose, Zsolt Löw und Dimo Wache auskommen mussten, gefährlich vor das VfL-Tor.

Herrlich droht mit Reservisten

Nach guter Vorarbeit des Ex-Bochumers Filip Trojan vergab Eugen Polanski (11.). Im Anschluss an diese Szene übernahmen die Mainzer, die durch hohe Laufbereitschaft und großen Einsatz überzeugen konnten, endgültig das Kommando.

Die beste Möglichkeit in dieser Phase vergab Stürmer Aristide Bance, der freistehend am Bochumer Torwart Philipp Heerwagen scheiterte (23.).

Die Gäste, bei denen der Ex-Mainzer Mimoun Azaouagh (Virus-Infektion) sowie die angeschlagenen Kevin Vogt und Milos Maric fehlten, legten ihre Schläfrigkeit erst ein wenig ab, als Coach Heiko Herrlich Mitte der ersten Hälfte mit dem Zaunpfahl winkte und seine Reservisten zum Aufwärmen schickte.

Mainz wird nicht belohnt

Die Gastgeber blieben aber trotz einer guten Möglichkeit des Bochumers Zlatko Dedic (25.) die bessere Mannschaft. Die Bemühungen des FSV wurden allerdings nicht belohnt, da Bance erneut an Heerwagen scheiterte (28.).

Herrlich zog nach 32 Minuten die Konsequenz aus der schwachen Leistung seines Teams und brachte für Stürmer Joel Epalle den Defensivspezialisten Andreas Johansson.

In der Pause traf Herrlich offensichtlich den richtigen Ton. Nach dem Seitenwechsel agierten seine Schützlinge wesentlich engagierter und machten den Mainzern das Leben schwerer als im ersten Durchgang.

Iwanschitz bringt keinen Effekt

Gleichzeitig sank allerdings das Niveau der Partie mit zunehmender Spieldauer. FSV-Trainer Thomas Tuchel reagierte nach knapp 70 Minuten auf die schwächer werdende Vorstellung seiner Mannschaft und wechselte den österreichischen Spielmacher Andreas Ivanschitz, der zuletzt von einer Grippe geplagt worden war, ein (67.).

Diese Maßnahme blieb allerdings ohne Erfolg. Beste Spieler auf Seiten der Mainzer waren Abwehrchef Nikolce Noveski und der agile Bance. Bei den Bochumern konnten Heerwagen und Christoph Dabrowski überzeugen.

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