Louis van Gaals Wutausbruch nach einer Reporter-Frage sorgt für Aufsehen. Ist aber nicht neu. Der Einwurf zum 23. Spieltag.

Es ist schon merkwürdig.

Nach dem souveränen 3:1-Sieg des FC Bayern in Wolfsburg kritisierte Louis van Gaal seine Spieler.

"Ich bin sehr böse. Wir haben nicht konzentriert genug gespielt, viel zu arrogant. Wichtig ist für mich, dass jedes Spiel konzentriert zu Ende gespielt wird. Und das haben wir nicht getan", hatte der Trainer vor zwei Wochen geschimpft.

Auch in Nürnberg spielte der FC Bayern die Partie nicht konsequent zu Ende, vergab nach dem Ausgleich der Franken eine hundertprozentige Torchance durch Mario Gomez und musste sich mit einem Remis zufriedengeben.

Doch was machte van Gaal? Anstatt sich mit einer - durchaus berechtigten - kritischen Frage des TV-Reporters auseinanderzusetzen, ging der Niederländer direkt zum Angriff über.

"Ich finde es unglaublich, dass sie das sagen", wetterte der Bayern-Coach. "Sie können nicht sagen, dass wir schlecht gespielt haben."

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Hatte der Reporter aber überhaupt nicht gesagt, sondern nur gefragt, ob die Bayern versucht hätten, mit angezogener Handbremse zum Erfolg zu kommen.

Schlecht waren die Bayern nicht. Wirklich gut aber auch nicht. Besser als gegen Florenz, wie es van Gaal und Kapitän Mark van Bommel meinten? Mag sein.

Dass van Gaal den Auftrifft seiner Mannschaft gleich als "eins unserer besten Spiele" bezeichnete, ist seine Sicht der Dinge. Die man aber nicht teilen muss.

Rückblende: Als van Gaal vor ein paar Jahren als Trainer des FC Barcelona von einem für eine katalanische Zeitung schreibenden niederländischen Journalisten kritisch angegangen wurde, rastete der Trainer aus.

"Tu eres muy malo - Du bist sehr böse! Deine Interpretation! Immer nur negativ! Nie positiv!" schrie van Gaal den Fragesteller an. Das Video der Pressekonferenz kann man übrigens auf "Youtube" anschauen.

Damals wie heute - Louis van Gaal, wie er leibt und lebt: Man weiß nie, wann er ausbricht.

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