vergrößernverkleinern
Wurden von ihren Trainern ausgewechselt: Kluge (li.) und Gentner © getty

Der VfL Wolfsburg hat seinen Negativlauf gestoppt und gegen den FC Schalke 04 einen Sieg gefeiert. Ein Sorgenkind wurde zum Matchwinner.

Wolfsburg - Mit seinem zweiten Doppelpack in drei Tagen hat der wiedererstarkte Torjäger Grafite hat seinem Ex-Trainer Felix Magath die Rückkehr an die alte Wirkungsstätte verdorben.

Der Brasilianer drehte beim 2:1 (0:1) des deutschen Meisters VfL Wolfsburg gegen Schalke 04 die Partie innerhalb von sechs Minuten und fügte den Königsblauen damit die erste Niederlage seit knapp drei Monaten zu.

Der zwölfte Saisontreffer von Kevin Kuranyi (30.) brachte die Gäste zwar in Führung, doch Grafites Treffer (71./76.) ließen am Ende die "Wölfe" jubeln.

Schalke verliert an Boden

Während der Bundesliga-Dritte Schalke nach der erst zweiten Niederlagen in den vergangenen 17 Spielen Boden gegenüber dem Spitzenduo Bayer Leverkusen und Bayern München

verlor, konnte Wolfsburg seine Negativserie nach 13 sieglosen Pflichtspielen beenden.

Wie bereits drei Tage zuvor in der Europa League beim FC Villarreal (2:2) war Grafite mit zwei Toren der gefeierte Mann beim VfL.

Beim Wiedersehen mit Meister-Coach Magath, der von den 30.000 Zuschauern in der ausverkauften VW-Areana herzlich empfangen wurde, zeigte der VfL von Beginn an wenig Respekt, konnte aus der spielerischen Überlegenheit aber zunächst kein Kapital schlagen.

VfL zunächst am Drücker

Bereits in der 4. Minute musste Manuel Neuer im Schalker Tor sein ganzes Können aufbieten, um eine verunglückte Abwehraktion von Benedikt Höwedes nach Hereingabe von Marcel Schäfer um den Pfosten zu lenken.

Kurz darauf stand Höwedes erneut im Blickpunkt, als er einen Wolfsburger Angriff gerade noch klären konnte, bevor Zvjezdan Misimovic durch gewesen wäre (11.).

Eine Minute später hatten die Gäste dann Glück, als Referee Helmut Fleischer einen Treffer von Edin Dzeko wegen vermeintlicher Abseitsstellung nicht anerkannte. In der 16. Minute wäre Neuer bei einem Freistoß von Misimovic wiederum machtlos gewesen, doch der Ball traf nur die Latte.

Kuranyi schlägt eiskalt zu

In der 30. Minute stellte Kevin Kuranyi den Spielverlauf dann auf den Kopf: Nach einer Ecke von Ivan Rakitic war der Stürmer zur Stelle und ließ VfL-Keeper Marvin Hitz mit seinem Kopfball zum 0:1 keine Chance.

Die Führung gab den Westdeutschen deutlich mehr Sicherheit im Spiel, allerdings blieben die Platzherren weiterhin gefährlich.

In der 58. Minute konnte sich Neuer abermals auszeichnen, als er einen Kopfball von Dzeko mit den Fingerspitzen an die Latte lenkte, wobei der Nachschuss von Grafite ebenfalls an das Aluminium ging.

Grafite wie in alten Zeiten

Auf der anderen Seite konnte Wolfsburgs Abwehrspieler Jan Simunek einen Kopfball von Kuranyi gerade noch für seinen geschlagenen Keeper Hitz auf der Linie klären (62.).

Kurz darauf schlug Grafite zum ersten Mal zu, als er eine Flanke von Misimovic zum 1:1 einköpfte. Fünf Minuten später war der Stürmer erneut zur Stelle und verlängerte eine Hereingabe von

Schäfer gekonnt vobei an Neuer zum 2:1.

Beste Akteure im Team von VfL-Coach Lorenz-Günther Köstner waren Grafite und Misimovic. Bei den Gelsenkirchenern konnten Kuranyi und Rakitic überzeugen.

Zum Forum - hier mitdiskutieren!Zurück zur Startseite

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel