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Nuri Sahin und seine BVB Kollegen waren nach dem Schlusspififf nicht gut auf Neuer zu sprechen © getty

Vor dem Revierderby attackiert S04-Keeper Neuer die Dortmunder Sahin und Schmelzer . Bei Sport1.de kontert das Duo.

Von Andreas Kloo

München - Für Zündstoff ist vor dem Revierderby bereits gesorgt.

Denn vor dem emotionsgeladenen Duell zwischen Schalke und Dortmund am Freitag (ab 20 Uhr LIVE) werden die Erinnerungen an das Hinspiel wieder wach - vor allem bei S04-Keeper Manuel Neuer.

Der Nationaltorhüter musste sich nach der Partie Vorwürfe von Dortmunder Seite gefallen lassen.

Kevin Großkreutz warf Neuer damals via TV-Kamera vor, ihn beleidigt und mit dem Ellenbogen geschlagen zu haben.

Die Dortmunder Marcel Schmelzer und Nuri Sahin bezeugten diese Version anschließend.

Auf den Fernsehbildern war jedoch keine eindeutige Tätlichkeit von Neuer zu erkennen.

"Haben meinen Ruf beschädigt"

Neuer will die Vorwürfe weiterhin nicht auf sich sitzen lassen. Noch heute stören ihn die Rekationen der Dortmunder Profis.

In der "Sport Bild" wirft er Schmelzer und Sahin vor: "Einige Spieler vom BVB haben meinen Ruf beschädigt. Alle TV-Bilder haben gezeigt, was passiert ist und was - obwohl behauptet - nicht. Die Vorwürfe waren absurd und nicht schön", schimpft Neuer.

Besonders hart traf ihn demnach Schmelzers Falschaussage. Zusammen mit dem Linksverteidiger hatte Neuer im Sommer den U-21-Europameistertitel gewonnen.

"Das war schon sehr enttäuschend. Wir waren wochenlang zusammen, er hat mich kennengelernt und hätte wissen sollen: Ich bin kein Lügner", beschwert sich der Keeper.

"Sache abgehakt"

Bis heute vermisst Neuer eine Entschuldigung von Dortmunder Seiten. Doch er wird wohl vergeblich weiter darauf warten.

"Das ist alles Schnee von gestern", sagte Schmelzer Sport1.de. "Ich äußere mich nicht dazu, sondern konzentriere mich voll auf das Spiel."

Teamkollege Sahin geht noch etwas weiter. "Was Neuer sagt, ist mir egal", kontert er Neuers Vorwürfe eiskalt.

Zu den Tumulten selbst sagt er: "Für mich ist die Sache abgehakt. Das war nicht schön und sollte diesmal auch nicht wieder vorkommen."

Tumultartige Zustände

In der Tat hatte es die Partie, die die Schalker mit 1:0 für sich entschieden, in sich. Zunächst provozierte S04-Keeper Manuel Neuer die gegnerischen Fans mit Jubelgesten vor der Dortmunder Südtribüne

Nach dem Schlusspfiff gerieten dann Neuer und Großkreutz aneinander und lösten tumultartige Zustände auf dem Platz aus.

Ob die Profis ihre Nerven am Freitag im Griff haben - muss sich zeigen.

Gegen ein gesundes Maß an Aggressivität hat ihr Coach offenbar auch gar nichts einzuwenden.

"Die müssen ja keine Freunde sein. Im Sport gehört es doch dazu, dem Gegner nichts zu gönnen", sagte Jürgen Klopp.

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