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Uli Hoeneß wurde im November 2009 vom Manager zum Präsidenten des FC Bayern © imago

Der Bayern-Präsident würde den Auszug des Erzrivalen feiern. Für die Profis gibt es von van Gaal die 16 Mia-san-mia-Regeln.

München - Dass der FC Bayern und 1860 München einander in herzlicher Abneigung verbunden sind, ist bekannt.

Beide Vereine teilen sich im Münchner Norden allerdings die Allianz-Arena - laut Vertrag noch bis mindestens 2020.

Geht es nach Bayern-Präsident Uli Hoeneß, könnte der ungeliebte Nachbar aber gerne früher ausziehen.

"Wenn uns der TSV 1860, aus welchen Gründen auch immer, bitten sollte, aus dem jetzigen Vertrag auszusteigen, dann werde ich die Kapelle, die die Sechziger aus dem Stadion begleitet, persönlich mit dem Defiliermarsch anführen", sagte der 58-Jährige im Bayern-Magazin.

"Ich wollte immer etwas selbst besitzen. Und auch die Fans haben uns immer gedrängt, dass sie ein eigenes Stadion wollen und keines, das halb blau ist", sagte er weiter.

Allerdings räumte er ein, dass ihn wirtschaftliche Bedenken bislang von einem endgültigen Bruch mit den "Löwen" abgehalten hätten.

Klagen laufen

Nach den Entwicklungen der vergangenen Monate fällt es ihm nun offenbar leichter, über diese Bedenken hinwegzusehen.

Die finanziell klammen "Löwen" betreiben derzeit mehrere Klagen, die sich mit verweigerten Catering-Zahlungen an die Stadion-GmbH und der möglichen Sittenwidrigkeit des Verkaufs der eigenen Arena-Anteile an die Bayern vor vier Jahren befassen.

Angesichts solch schwerer Geschütze sagte Hoeneß: "Der absolute Traum wird sich für mich an dem Tag erfüllen, an dem wir es uns leisten können zu sagen: Wir sind endlich alleine in der Arena. Dann bauen wir sofort rote Sitze ein."

Fernab der Arena, im Leistungszentrum an der Säbener Straße 51, werden die Bayern-Profis indes jeden Tag an 16 Richtlinien unter dem Titel "Mia san mia" erinnert.

Im ersten Stock hängt ein Folienkasten, wo Franck Ribery und Co. dann etwa lesen kännen: "Mia san Vorbilder", "Mia san Respekt" oder "Mia san Freunde".

Stärkung des Wir-Gefühls

Neben dem Wir-Gefühl werden in dem Leitfaden Respekt und Vorbildcharakter der Bayern, aber auch der Drang, sich ständig zu verbessern, herausgestellt.

Letzteres haben die Spieler offenbar längst verinnerlicht: Am eigentlich trainingsfreien Mittwoch erschienen fünf Profis freiwillig auf dem Trainingsgelände.

Freiwilliges Training

Daniel van Buyten, dessen Einsatz beim Liga-Spiel gegen Hamburg am Sonntag wegen eines Muskelfaserrisses in der Wade weiter fraglich ist, absolvierte Lauftraining.

"Für den Anfang was es ganz okay", sagte er, man müsse allerdings abwarten, ob es bis zum Sonntag reiche.

Martin Demichelis (Laufeinheit), Mario Gomez (Stabilisation) und Ivica Olic (Torschusstraining) legten ebenfalls eine Extraschicht ein.

"Ich konnte am Montag wegen leichter Rückenprobleme nicht mittrainieren, deswegen wollte ich unbedingt was machen", erklärte Olic in der "Bild". Arjen Robben trainierte passiv - er kam für eine Massage vorbei.

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