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Alexander Hleb absolvierte in dieser Saison bislang 20 Spiele für den VfB © imago

Für Hleb ist Barca erster Vertrags-Ansprechpartner. Nach Sport1.de-Information fällt bis zum CL-Rückspiel eine Entscheidung.

Von Christian Paschwitz und Mathias Frohnapfel

München - Alexander Hleb und der VfB Stuttgart werden ab Sommer wohl getrennte Wege gehen.

Ob der Weißrusse allerdings, wie die "Stuttgarter Nachrichten" am Donnerstag spekulierten, beim FC Bayern anheuert, ist zweifelhaft.

Nach Sport1.de-Informationen gibt es keine Offerte des FC Bayern.

Die Entscheidung, wie es mit Hleb weitergeht, ob er zu Barca zurückkehrt oder nicht, soll bis zum Champions-League-Rückspiel gegen die Katalanen fallen.

Dieser Tage laufen bereits intensive Gespräche hinter den Kulissen.

"Vertrag in Barcelona"

Oliver Mintzlaff von "Ferber Marketing", das Hleb berät, macht auf Nachfrage von Sport1.de auf die Ausgangslage aufmerksam:

"Alexander Hleb besitzt beim FC Barcelona einen gültigen Vertrag und ist derzeit ausgeliehen an den VfB Stuttgart."

Aktuell ist Hleb ins Schwabenland ausgeliehen, er hat aber in Barcelona noch einen Vertrag bis 2012.

Champions-League-Auftritt gefällt Barca

Kehrt der 28-Jährige also zum amtierenden Champions-League-Sieger zurück?

Die Katalanen, so ist aus dem Umfeld des Spielers zu erfahren, haben zumindest Hlebs Leistung beim 1:1 in Stuttgart positiv bewertet. Die Chancen auf eine Rückkehr steigen somit.

Theoretisch könnte Hleb allerdings auch über den Sommer hinaus vom VfB ausgeliehen werden.

Hohes Jahresgehalt als Hürde

Doch die Basis zwischen Trainer Christian Gross und Hleb erscheint eher dünn.

"Noch zwei Monate, dann?", zitieren die "Stuttgarter Nachrichten" zumindest Hleb nach der Champions-League-Partie gegen Barcelona.

Hinzu kommt, dass Hleb in Spanien ein Jahresgehalt von geschätzt fünf Millionen Euro beziehen soll. Das ist eine Summe, die die Stuttgarter sowohl wegen ihres Gehaltsgefüges als auch der Leistungen von Hleb wohl nicht übernehmen wollen.

Barca als erster Ansprechpartner

Für Hleb ist Barcelona der erste Ansprechpartner - erst danach denkt der Weißrusse an den VfB oder einen anderen Verein, heißt es.

Der Offensivspieler braucht erstaunlich lang nach seinen Gastspielen bei Arsenal und Barcelona, um wieder in der Bundesliga anzukommen.

Hlebs Auftritte überzeugen die Stuttgarter ebenfalls nicht. In der Liga bereitete Hleb bisher erst ein Tor vor, selbst war er noch gar nicht erfolgreich.

Die Schwaben zeigen sich zugeknöpft zu dem Thema.

"Alexander Hleb hat beim VfB Stuttgart einen Vertrag bis Saisonende, was danach geschieht, wissen wir nicht", sagte VfB-Sprecher Tobias Herwerth.

VfB mit Motivationsschub

Derweil geht der VfB motiviert und nahezu ohne neue Personalsorgen in das Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt.

Einziger Wackelkandidat für das Spiel am Samstag (ab 15 Uhr LIVE) ist Mittefeldspieler Sami Khedira, den nach dem 1:1 im Achtelfinale der Champions League gegen den FC Barcelona Muskelkrämpfe plagten.

"Bei ihm müssen wir genau schauen, ob er hundertprozentig fit wird", sagte VfB-Coach Christian Gross, "nur dann kann er seine Leistung voll abrufen und der Mannschaft helfen."

Gross lobt sein Team

Ansonsten bewertete der Schweizer die Auswirkungen des Barca-Spiels positiv.

"Die Moral in der Mannschaft ist nach dem Highlight am Dienstag gut", sagte er, und betonte, dass sich alle Spieler "sehr professionell verhalten" hätten.

"Um den Wechsel zwischen Champions League und Bundesliga hinzukriegen, muss man mental stark sein, und das sind meine Spieler", stellte Gross zufrieden fest.

Für die Spieler war die Partie gegen die Katalanen tatsächlich schnell abgehakt. "Jetzt ist Bundesliga", sagte Timo Gebhart resolut.

Cacau forderte vor dem Charaktertest gegen den Tabellen-Siebten: "den Schalter umzulegen."

Heldt denkt an neue Ziele

Zwar bleiben Stuttgarts Verantwortliche hartnäckig bei ihrer Haltung, dass es auch mit 14 Punkten Abstand auf den Relegationsplatz um nichts weiter als den Klassenerhalt geht, Sport-Vorstand Horst Heldt ließ aber zumindest durchblicken, dass er sich den VfB in höhere Tabellenregionen wünscht.

"Es ist ein sehr professionell geführter Verein mit einem Trainer, der Ansprüche nach oben hat", sagte er über Gegner Frankfurt.

Und er fügte vielsagend hinzu: "Der VfB sollte aber vor der Eintracht stehen."

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