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Diesmal zwei Treffer gegen Frankfurt und erneut Matchwinner: Stuttgarts Cacau © getty

Ein Doppelpack des Torjägers lässt Stuttgart erneut jubeln und einen Rückstand umdrehen. Die Frankfurter Serie reißt.

Stuttgart - Der VfB Stuttgart hat dank eines erneut überragenden Cacau vier Tage nach dem respektablen 1:1 gegen den FC Barcelona auch in der Bundesliga nachgelegt.

Die Mannschaft von Trainer Christian Gross gewann gegen Eintracht Frankfurt trotz einer mäßigen Leistung verdient mit 2:1 (2:1) und hat nach dem siebten Sieg aus den vergangenen acht Spielen sogar die internationalen Plätze wieder im Visier.

Der VfB liegt nur noch fünf Punkte hinter dem Fünften Dortmund und rückte auf einen Zähler an Frankfurt heran.

Gross jubelt

"Ich freue mich sehr über den Sieg, zumal es der erste nach einem Rückstand war. Der Sieg war hart umkämpft, aber verdient", sagte Christian Gross.

Und Stuttgarts Coach ergänzte: "Wir haben nach dem 0:1 eine gute Reaktion gezeigt. Es hat nach der Pause das dritte Tor gefehlt, deshalb wurde es noch ein bisschen hektisch."

Eintracht-Serie reißt

Die Eintracht, die auch im achten Duell in Folge gegen den VfB sieglos blieb, war in einem über weite Strecken müden Spiel vor 41..000 Zuschauern in der 39. Minute durch Benjamin Köhler nach Pass von Caio und schwerem Patzer von Sami Khedira in Führung gegangen.

Nur zwei Minuten später glich Cacau mit dem Kopf aus. In der 45. Minute war der Nationalspieler mit einem sehenswerten Schuss aus gut 20 Metern zum 2:1 für den VfB erneut erfolgreich.

Für den Angreifer, der von Bundestrainer Joachim Löw auch für das Länderspiel am Mittwoch gegen Argentinien in München nominiert wurde, war es innerhalb von einer Woche bereits der siebte Treffer.

Khedira wieder fit

Gegen Köln hatte der 28-Jährige viermal, gegen Barca einmal getroffen. Gross konnte seine Elf vom Achtelfinal-Hinspiel der Champions League gegen Barca aufs Feld schicken. Auch Khedira hatte seine muskulären Probleme überwunden.

Die Eintracht musste auf den gelb-gesperrten Selim Teber verzichten, zudem fiel kurz vor dem Spiel auch noch Innenverteidiger Maik Franz verletzt aus. Für ihn spielte Chris in der Abwehr, der Brasilianer Caio rückte in die Startformation.

Chris war es auch, der mit einem zu kurzen Rückpass gleich nach wenigen Sekunden für Gefahr sorgte.

Sein Keeper Oka Nikolov konnte in höchster Not aber gegen den anstürmenden Cacau klären.

Jung vergibt sogleich

In der 2. Minute hatte Sebastian Jung für die Eintracht die große Gelegenheit zur Führung. Sein Schuss aus kurzer Distanz ging aber über das Stuttgarter Tor.

In der Folgezeit entwickelte sich ein sehr zerfahrenes und oft langweiliges Spiel. Beide Teams leisteten sich im Aufbau zu viele Fehler, klare Aktionen blieben so lange Zeit Mangelware.

Vier Tage nach dem starken Auftritt gegen Barca fehlte dem VfB oft der Elan und der Biss, um die Eintracht in Gefahr zu bringen. Timo Gebhart hatte in der 21. Minute noch die beste Gelegenheit.

Gebhart scheitert zweimal

Die Hessen taten zunächst rein gar nichts für die Offensive, ehe Khedira die Eintracht-Führung und eine turbulente Schlussphase der ersten Hälfte mit zwei Cacau-Toren einleitete.

Auch nach dem Wechsel blieb der VfB erst einmal am Drücker. Zweimal versäumte es aber Gebhart (51./58.), die Führung auszubauen.

Auf der anderen Seite verstärkte die Eintracht ihre Bemühungen, war aber zumeist nicht entschlossen genug.

Lehmann flattert

Dennoch gab es Chancen: In der 62. Minute konnte Keeper Jens Lehmann eine Flanke von Patrick Ochs nicht festhalten.

Kapitän Mathieu Delpierre klärte in höchster Not (62.). Zudem verfehlte ein Kopfball von Alexander Meier das Ziel (68.).

"Ich bin etwas traurig, weil wir die letzten Minuten vor der Pause nicht so konzentriert waren wie in der ersten halben Stunde. Bis dahin haben wir ein sehr gutes Auswärtsspiel gemacht und waren sehr mutig", haderte Eintracht-Trainer Michael Skibbe.

Cacau als Matchwinner

Bei Stuttgart, das in der Schlussphase durch Pavel Pogrebnyak und Zdravko Kuzmanovic noch zwei große Chancen vergab, verdiente sich Matchwinner Cacau die beste Note.

Auch Matthieu Delpierre wusste einigermaßen zu überzeugen. Bei Frankfurt konnten am ehesten noch Halil Altintop und Ochs gefallen.

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