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Mohamadou Idrissou (r., gegen Tobias Levels) war beim SC wieder zurück in der Startelf © getty

Trotz der Sieglosigkeit zeigt sich Freiburg nach dem 1:1 in Gladbach optimistisch. Beim VfL glänzt ein Verteidiger als Torjäger.

Mönchengladbach - Es war das zehnte Spiel in Folge ohne Sieg, doch beim SC Freiburg werteten alle die Punkteteilung in Mönchengladbach als deutlichen Schritt nach vorn.

"Für uns war es wichtig, dass wir eine Reaktion auf das ganz schwache Spiel gegen Hertha zeigen - und die haben wir gezeigt", sagte Sportdirektor Dirk Dufner nach dem 1:1 (0:0) des Aufsteigers bei Borussia Mönchengladbach.

SC-Trainer Robin Dutt versuchte gleich, aus dem "verdienten Punkt" neues Selbstvertrauen für das wichtige Heimspiel gegen den direkten Konkurrenten Hannover 96 am kommenden Samstag zu ziehen.

"Tabellenführer - der letzten vier Mannschaften"

"Wir sind immer noch Tabellenführer - der letzten vier Mannschaften", sagte Dutt:

"Und jetzt wollen wir endlich auch zu Hause mal wieder drei Punkte holen. Hannover und Freiburg hatten zuletzt beide so ihre Probleme. Das wird ein ganz wichtiges Spiel für uns, und wir wollen auch Tabellenführer bleiben."

Die Freiburger, die 14 ihrer 20 Punkte auswärts holten, daheim aber erst einmal gewonnen haben, traten vor 40.419 Zuschauern im Borussia-Park deutlich disziplinierter auf als beim desolaten 0:3 gegen Schlusslicht Berlin.

"Mir hat die Körpersprache der Spieler gut gefallen, und dass wir gut dagegen gehalten haben", meinte Dutt, dessen Team dann sogar mit dem ersten gefährlichen Angriff durch das zweite Tor von Wintereinkauf Papiss Cisse (56.) in Führung ging.

Brouwers mit sechstem Saisontor

"Danach sieht man aber, dass Gladbach einen Lauf hat. Sie waren nicht verunsichert, sondern haben richtig Druck gemacht. Mit etwas Glück sind wir nicht noch in Rückstand geraten", erklärte der Freiburger Coach.

Auch weil Torhüter Simon Pouplin mehrfach gut reagierte, gelang den Gastgebern nur noch der Ausgleichstreffer durch das sechste Saisontor von Innenverteidiger Roel Brouwers (72.).

Zumal der eingewechselte Karim Matmour in der 79. Minute freistehend eine so genannte "Hundertprozentige" vergab.

Abstiegskampf annehmen

"Wir haben für den Punkt sehr hart geackert, deswegen denke ich, können wir den Zähler verdient mit zurück nach Freiburg nehmen", meinte Mittelfeldspieler Ivica Banovic.

Genau diese Tugenden will Dufner jetzt auch gegen Hannover sehen.

"Das wird Abstiegskampf pur. Den muss man annehmen, und wer das besser schafft, der wird das Spiel gewinnen", erklärte der Freiburger Sportdirektor.

"Wenn wir da endlich mal wieder drei Punkte machen, haben wir einen großen Schritt zur Rettung gemacht", meinte Pouplin.

Zehn-Punkte-Abstand zu Freiburg

Die Gladbacher konnten eine Woche vor dem Borussen-Derby in Dortmund das Unentschieden relativ gut verschmerzen, zumal der Zehn-Punkte-Abstand zu den Freiburgern gewahrt wurde.

"Wenn man seine Torchancen nicht nutzt und aus dem Nichts auch noch 0:1 zurückliegt, muss man auch mal mit einem Punkt zufrieden sein", meinte Trainer Michael Frontzeck:

"Ich hatte vorher schon gesagt, dass es ein zähes Spiel wird. Ich kann der Mannschaft keinen Vorwurf machen."

Während Angreifer Raul Bobadilla bei einigen Aktionen Pech hatte, holte sich Brouwers mit seinem Kopfballtreffer die Führung in der internen Torjägerliste wieder von Roberto Colautti (5) zurück.

"Sechs Saisontore, so viele habe ich noch nie erzielt. Ganz ehrlich, ich hätte heute aber lieber die drei Punkte mitgenommen", meinte der Niederländer.

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