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Piotr Trochowski spielt seit 2005 für den HSV und erzielte bislang 18 Bundesliga-Tore © imago

Nationalspieler Piotr Trochowski spricht über das Auf und Ab beim HSV sowie seine Ziele im Verein und in der Nationalmannschaft.

Von Martin Volkmar

München - Piotr Trochowski steht derzeit fast exemplarisch für die schwankende Form des Hamburger SV.

Licht und Schatten wechseln sich beim 25-Jährigen in der Rückrunde ab.

Nachdem er phasenweise nicht mehr in der Startelf stand, war er in der Europa League beim 2:3 in Eindhoven mit einem Tor maßgeblich am Einzug in das Achtelfinale beteiligt.

Im Tospiel bei seinem Ex-Klub FC Bayern am Sonntag begann Trochowski stark und besaß zwei gute Chancen.

Doch am Ende siegten die Münchner dank eines Treffers von Franck Ribery mit 1:0 - eingeleitet durch einen Ballverlust des Nationalspielers. (DATENCENTER: Die Bundesliga)

Bei Sport1.de spricht "Troche" über seine Lage beim HSV, die Chancen auf das internationale Geschäft und das Länderspiel gegen Argentinien.

Sport1.de: Nach Ansicht von Bruno Labbadia hat eine Einzelaktion das Spiel entschieden. Sehen Sie das genauso?

Piotr Trochowski: Ja. Leider kann man Spieler wie Robben oder Ribery nicht 90 Minuten ausschalten, das hat man beim Tor gesehen. Die Szene war spielentscheidend. Das ist schon ein bisschen bitter, denn bis dahin hatten wir ihn gut unter Kontrolle.

Sport1.de: Wie sehr ärgert Sie die Niederlage?

Piotr Trochowski: Wir sind selbstbewusst angereist, weil wir in den letzten Jahren immer erfolgreich gespielt haben in München. So haben wir auch begonnen und hatten genug Torchancen. Wenn wir da das 1:0 machen, geht das Spiel anders aus.

Sport1.de: Sie selber hatten zweimal einen Treffer auf dem Fuß.

Piotr Trochowski: Nicht nur ich hatte gute Chancen, auch Mladen Petric und Marcus Berg. Die Tore müssen wir machen. Wir sind zu fahrlässig mit den Torchancen umgegangen. Aber das ist jetzt schon wieder Schnee von gestern.

Sport1.de: Wie sehen Sie die Situation nach nur einem Sieg in den letzten fünf Spielen?

Piotr Trochowski: Bis zu Rang drei sind es jetzt acht Punkte. Durch die Niederlage haben wir unsere Situation natürlich nicht verbessert. Bremen kommt wieder auf, hat nur noch zwei Punkte Rückstand. Trotzdem müssen wir auf uns schauen und unsere Spiele gewinnen. Wenn man eine Serie startet, kann es schnell gehen, und man ist wieder oben mit dabei. Wir müssen einfach weiter daran arbeiten und versuchen, unsere Spiele zu gewinnen.

Sport1.de: Woran hapert es beim HSV?

Piotr Trochowski: Uns fehlt einfach die Cleverness. Das hat man auch beim Spiel in Eindhoven gesehen. Wenn man dann seine Chancen auf die Führung nicht nutzt, wird es natürlich immer schwieriger auswärts. Wir haben einfach nicht die Entspanntheit, über 90 Minuten ein Spiel ruhig zu spielen und werden nach einem Rückstand häufig ein bisschen hektisch. Das ist aktuell unser Problem.

Sport1.de: Sie haben zuletzt zwischen Ersatzbank und Startelf rotiert. Wie sehen Sie derzeit Ihre Situation?

Piotr Trochowski: Ich habe immer wieder betont, dass ich gut drauf und fit bin. Aber es ist schwierig über die eigene Situation zu sprechen, wenn man als Mannschaft so ein Spiel verliert.

Sport1.de: Nun geht es direkt zur Nationalmannschaft. Wie sehr freuen Sie auf die Partie gegen Argentinien?

Piotr Trochowski: Das wird für alle Beteiligten ein großes Spiel und ein echter Härtetest. Argentinien hat eine sehr gute Mannschaft mit vielen guten Einzelspielern. Da müssen wir versuchen, kompakt aufzutreten und mit der Unterstützung der Zuschauer gegenzuhalten.

Sport1.de: Ist das Spiel ein Maßstab für die WM?

Piotr Trochowski: Nein. Wir waren jetzt drei Monate nicht zusammen, deswegen kann man das nicht als Maßstab nehmen. Bis zum Turnier kann noch so viel passieren. Es ist ein guter Test für uns, mehr aber auch nicht.

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