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Unter Trainer Magath (r.) blühte Kuranyi in dieser Saison wieder auf © getty

Die "Alte Dame" möchte sich wieder flott machen und schaut sich in der Bundesliga um. Doch auch Zidane wirbt bei Real für Ribery.

Von Tobias Hlusiak und Daniel Rathjen

München - Juventus Turin hinkt den Ansprüchen derzeit weit hinterher.

Der Traditionsklub steht in der Serie A momentan lediglich auf Platz fünf, sogar die Qualifikation für die Champions League ist in Gefahr.

Um die "Alte Dame" wieder flott zu bekommen, schauen sich die Italiener nun offenbar auch in Deutschland um.

Wie mehrere italienische Medien unter Berufung auf "Sky Sport 24" berichten, wollen die Turiner im Sommer Kevin Kuranyi vom FC Schalke 04 holen.

Beide Seiten stünden bereits kurz vor einer Einigung über einen ablösefreien Wechsel, so heißt es.

Nach Informationen der "Tuttosport" soll sich Juves Sportdirektor Alessio Secco in der vergangenen Woche mit Kuranyis Manager Roger Wittmann in Mailand getroffen haben.

Ein Vertrag über drei Jahre steht im Raum. Kuranyi soll drei Millionen Euro netto pro Saison verdienen. Um ihn zu finanzieren, soll Juve bereit sein, sich von einigen Spielern zu trennen. Unter anderem wollen die Turiner ab der kommenden Spielzeit angeblich auf den Franzosen David Trezeguet verzichten.

Ribery-Tausch mit Diego?

Schalke-Trainer Felix Magath hatte bereits mehrfach angedeutet, dass Kuranyi wohl nur gehalten werden könne, falls der Verein tatsächlich die Königsklasse erreiche.

Interesse soll Juve darüber hinaus an Franck Ribery angemeldet haben.

Geplant sei laut "Sport Mediaset", dem FC Bayern ein Tauschgeschäft vorzuschlagen:

Im Gegenzug für den französischen Nationalspieler soll der Ex-Bremer Diego an die Isar wechseln, an dem die Münchner schon letzte Saison dran waren.

Klarheit könnte es schon bald geben. Nach dem Rückspiel gegen den AC Florenz (9. März) will Bayern die Vertragsgespräche mit Ribery aufnehmen.

Bei einem K.o. im Achtelfinale hält sogar FCB-Präsident Uli Hoeneß den Abgang des Franzosen für denkbar. Neben Juve werden der FC Barcelona, Manchester City, der FC Chelsea und Real Madrid als Interessenten genannt.

Zidane setzt Perez auf Bayern an

Die für gewöhnlich gut unterrichtete spanische Sportzeitung "AS" will herausgefunden haben, dass die "Königlichen" einen neuen Vorstoß unternehmen.

Real-Berater Zinedine Zidane drängt demnach weiter vehement auf die Verpflichtung seines Landsmanns.

So soll der ehemalige Weltfußballer Vereinsboss Florentino Perez nahe gelegt haben, beim Treffen der europäischen Top-Klubs (ECA) in Manchester das Gespräch mit Karl-Heinz Rumenigge zu suchen.

Ribery so gut wie Ronaldo

Zidane sieht den 26-Jährigen auf einer Stufe mit Cristiano Ronaldo. Doch auch für den Portugiesen hat der einstige Superstar nur Lob übrig.

"Cristiano trainiert wie ein Besessener, um der Beste zu werden. Er ist der erste Spieler auf dem Übungsplatz und bleibt dort nicht selten für sechs Stunden", sagte "Zizou" der Zeitung "El Pais".

"Leute, die behaupten, dass er ein Angeber sei, kann ich nur sagen: Cristiano ist ein feiner Junge und arbeitet sehr hart."

Keine Entschuldigung bei Materazzi

Keine Einsicht zeigte Zidane im selben Interview bezüglich seines unrühmlichen Abgangs als Profi.

Den Kopfstoß im verlorenen WM-Finale 2006 gegen den Italiener Marco Materazzi, für den er vom Platz geflogen war, bereut er nicht.

"Den Fußball, die Fans und meine Mannschaft habe ich um Verzeihung gebeten", so der 38-Jährige.

"Aber ich würde lieber sterben, als mich bei Materazzi zu entschuldigen. Ihm kann ich niemals, niemals verzeihen. Das wäre unehrenhaft."

Solche Beschimpfungen wie damals die Beleidigungen von Materazzi gegenüber seiner Mutter seien nichts Neues für ihn gewesen.

Er habe seine Gefühle in diesem Moment aber nicht kontrollieren können, da seine Mutter zu diesem Zeitpunkt im Krankenhaus gelegen habe.

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