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Rafinha (l.) und Schalke besiegten Frankfurt mit Köhler im Hinspiel mit 2:0 © imago

Schalkes Trainer Magath hat Respekt vor Frankfurt. Neuer warnt ebenfalls. Skibbe und Altintop sind heiß auf den Ex-Klub.

Von Christian Stüwe

München - Gegenseitiger Respekt gehört vor einem Bundesligaspiel dazu, meistens wird der Gegner sogar ein wenig stärker geredet, als er eigentlich ist.

Bei Schalke 04 ist das vor dem Gastspiel bei Eintracht Frankfurt (Sa., ab 15 Uhr LIVE) nicht anders.

"Wir wissen, dass es gegen Frankfurt nicht leicht für uns wird", sagt Torwart Manuel Neuer im Gespräch mit Sport1.de.

"Die Eintracht steht gut. Auch in der Tabelle. Die Frankfurter sind gar nicht weit weg von den internationalen Plätzen und werden mit Sicherheit versuchen, zu gewinnen", vermutet der Torwart.(DATENCENTER: Der 25. Spieltag)

Trainer Felix Magath geht noch weiter. "Die Eintracht ist für mich eine der positiven Überraschungen der Saison", sagt er:

"Der Verein hat sich heimlich, still und leise an die oberen Tabellenplätze herangepirscht. Durch ein starkes Saisonfinale ist vieles möglich."

Magath saß selber von 1999 bis 2001 bei den Hessen auf der Trainerbank. Nun erkennt er deutliche Fortschritte bei seinem früheren Verein.

"Spätestens nach dem 3:2-Auswärtssieg vor vier Wochen in Dortmund weiß auch der letzte Beobachter in Deutschland, zu welchen Leistungen die Eintracht fähig ist", erklärt Magath:

"Das war schon ein Ausrufezeichen."

Auch die Schalker besiegten Dortmund vergangene Woche in einem umkämpften Revierderby. Nach diesem emotionalen Highlight gilt nun die Konzentration dem schweren Auswärtsspiel in Frankfurt.

Neuer: Den Schwung mitnehmen

"Ich glaube nicht, dass es schwer ist, sich nach so einem wichtigen Sieg wieder auf den Ligaalltag zu konzentrieren", sagt Neuer:

"Aber wir wollen natürlich den Schwung aus der zweiten Halbzeit mitnehmen."

Die Schalker liegen auf Rang drei mit 48 Punkten auf Champions-League-Kurs, Frankfurt hat als Siebter hat 13 Zähler weniger.

Zuletzt wurde die Europa-Träume der Eintracht durch nur einen Punkt aus den Spielen gegen Hamburg und Stuttgart gedämpft. Dennoch nehmen die Gelsenkirchener die Hessen absolut ernst.

"Es geht um die internationalen Plätze. Eintracht Frankfurt ist eine der ersten Mannschaften, die den Anschluss zu den Plätzen hat", sagt Neuer: "Dementsprechend müssen wir sie auf Abstand halten."

Doppeltes Wiedersehen und viel Vorfreude

Zumal es zu einem doppelten Wiedersehen kommt.

Frankfurts Trainer Michael Skibbe ist in Gelsenkirchen geboren und arbeitete als Jugendtrainer für Schalke. Halil Altintop ist ebenfalls gebürtiger Gelsenkirchener und wechselte erst in der Winterpause von den Knappen nach Frankfurt.

Skibbe geht deshalb auch voller Vorfreude in das Spiel: "Ich bin ein Gelsenkirchener Kind, war dort lange im Nachwuchsbereich als Trainer tätig. Natürlich ist dieses Spiel, das wir gerne gewinnen würden, eine besondere Herausforderung und Freude für mich und uns."

Altintop hingegen will sich eher beweisen: "Magath hat andere Vorstellungen. Ich hatte kaum Chancen, mich im Spiel zu zeigen."

Schalke sei "Vergangenheit", sagt der 27-Jährige, der glaubt, dass es ein "geiles Spiel" wird: "Jetzt zählt nur ein Sieg mit der Eintracht."

Bordon und Farfan fehlen

Magath weiß um die Stärken seines Ex-Schützlings: "Halil Altintop kann stets für Gefahr sorgen." Er freue sich für Altintop, erklärte Magath, dass dieser in Frankfurt ein so wichtige Rolle spiele.

Verzichten muss der Trainer der Königsblauen bei dem Wiedersehen mit dem alten Klub auf Marcelo Bordon und Jefferson Farfan.

Abwehrchef Bordon laboriert an Adduktorenbeschwerden, der Peruaner Farfan klagt über Probleme in der Hüfte.

Seinen Humor hat Magath dennoch nicht verloren und hofft auf die Heimatgefühle der anderen beiden Rückkehrer.

"Sowohl Michael Skibbe als auch Halil sind gebürtige Gelsenkirchener, vielleicht geben sie ja nicht volle 100 Prozent."

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