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Pawel Pogrebnyak (l.) erzielte ein Tor für den VfB Stuttgart © getty

Für Werder scheint gegen den VfB Stuttgart schon alles verloren. Doch dann drehen die Bremer in der zweiten Halbzeit auf.

Bremen - Der VfB Stuttgart hat einen weiteren Erfolg nur knapp verfehlt.

Die Schwaben mussten sich nach einer 2:0-Führung bei Werder Bremen noch mit einem 2:2 (2:0) zufrieden geben und verpassten damit den achten Sieg in den vergangenen neun Spielen.

Die Hanseaten retten durch Treffer von Hugo Almeida (75.) und Torsten Frings (82., Foulelfmeter) ihre Serie von nun fünf Spielen ohne Niederlage.

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Pogrebnyak erzielt die Führung

Nach einer äußerst zähen Auftakt-Viertelstunde nutzten die Gäste gleich ihre erste Torgelegenheit zur 1:0-Führung.

Auf der rechten Abwehrseite der Hanseaten kam der Ball nach einer Unaufmerksamkeit zum freistehenden Pavel Pogrebnyak (15.), der aus zehn Metern Entfernung Werder-Torhüter Tim Wiese keine Abwehrmöglichkeit ließ.

Zwei Minuten vor dem Halbzeitpfiff von Schiedsrichter Dr. Felix Brych aus München nutzte Sami Khedira eine erneute Konfusion der Bremer Defensive zum zweiten Treffer.

Werder findet schwer ins Spiel

Vor 36.664 Zuschauern fand Werder im Weserstadion kaum zu einem kontrollierten Spielaufbau.

Mit konsequenter Zweikampfarbeit, aber auch feinem Kombinationsfußball beherrschten die Schwaben weitgehend das Spielgeschehen und hätte durchaus noch höher gewinnen können.

So vergab Torjäger Cacau in der 38. Minute eine weitere gute Tormöglichkeit, fünf Minuten nach Wiederbeginn verstolperte Pogrebnjak in aussichtsreicher Position.

Lehmann auf dem Posten

Dem stand aus dem Spiel heraus bei den Bremern nur eine Aktion von Claudio Pizarro entgegen, der in der 31. Minute am reaktionsschnellen VfB-Torhüter Jens Lehmann scheiterte.

Der Ausfall von Außenverteidiger Clemens Fritz (Oberschenkelprobleme) verunsicherte die Defensive des deutschen Pokalsiegers sichtbar.

Der nach außen beorderte etatmäßige Innenverteidiger Sebastian Prödl war dabei der Schwachpunkt.

Immer wieder wurde der österreichische Nationalspieler überlaufen, ehe er in der 69. Minute ausgewechselt wurde.

Mehrfach musste Bremens Torhüter Tim Wiese insbesondere in der zweiten Halbzeit eklatante Schwächen seiner Vorderleute ausbügeln.

Die Gäste ließen sich zwar nach dem Seitenwechsel öfters zurückfallen, waren bei Kontern aber stets präsent.

Bremen mit starker Schlussoffensive

Ganz im Gegensatz zur Bremer Offensive, die von Nationalspieler Mesut Özil nur selten in Szene gesetzt werden konnte.

Erst in der Schlussphase konnte Werder die Aufholjagd erfolgreich gestalten.

Nur Mannschaftskapitän Torsten Frings und mit Abstrichen Aaron Hunt erreichten im Team von Trainer Thomas Schaaf Normalform.

Spielführer Matthieu Delpierre und Serdar Tasci waren die stärksten Stuttgarter Akteure.

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