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Hannover 96 spielt seit 2002 wiederin der höchsten deutschen Spielklasse © getty

Hannover 96 setzt sich etwas glücklich, aber durchaus verdient in Freiburg durch. Freiburgs Stürmer wird zum tragischen Helden.

Freiburg - Hannover 96 schöpft wieder Hoffnung im Kampf gegen den Abstieg aus der Fußball-Bundesliga und hat den drohenden Negativrekord von Trainer Mirko Slomka verhindert.

Nach zuletzt neun Niederlagen in Folge setzten sich die Niedersachsen am 25. Spieltag im Kellerduell beim SC Freiburg 2:1 (0:0) durch.

Für Slomka war es der erste Erfolg als 96-Trainer nach sechs Pleiten in Folge zu Dienstbeginn.

Mit sieben Niederlagen in Folge hatte noch nie ein Bundesliga-Trainer seine Arbeit bei einem Klub begonnen.

Erster Erfolg für Slomka

Für die Gäste, die den Sieg dem Brasilianer Elson (63.) und einem Eigentor des Freiburgers Pappis Cisse (73.) zu verdanken hatten, war es zudem der ersten Erfolg nach zuletzt 13 Spielen ohne Sieg in Folge. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Dagegen wartet der Aufsteiger aus Freiburg, für den Yacine Abdessaski traf (70.) und dem der bisher letzte Heimsieg am 27. September 2009 gelang (3:0 gegen Bourussia Möchengladbach), seit nunmehr elf Partien auf einen Erfolg und gerät immer stärker in Abstiegsgefahr.

Spiel stand vor der Absage

Das Spiel vor 19.100 Zuschauern, das wenige Stunden vor dem Anpfiff aufgrund starker Schneefälle vor der Absage gestanden hatte, blieb in der Anfangsphase ohne jeden Höhepunkt.

Weder das schwächste Heimteam noch die schlechteste Auswärtsmannschaft der Eliteklasse konnte sich eine Torchance erarbeiten.

Der Kampf um jeden Ball und jeden Zentimeter Rasen bestimmte die Partie, spielerisch legten beide Teams einen Offenbarungseid ab.

Lediglich eine Einzelaktion von Freiburgs Angreifer Mohamadou Idrissou (18.) sorgte für ein wenig Gefahr in der ansonsten äußerst langweiligen Begegnung.

Nur Idrissou überzeugt

Auch im Anschluss an dieses Szene waren die Bemühungen beider Mannschaften von Hektik und Nervosität geprägt.

Die Gäste, die ohne sieben gesperrte, verletzte oder kranke Profis auskommen mussten und dennoch auf Ex-Nationalspieler Jan Schlaudraff verzichteten, agierten völlig harmlos im Spiel nach vorne.

Die Freiburger, bei denen die angeschlagenen Hamed Namouchi und Pavel Krmas fehlten, blieben bei ihren Offensivaktionen ebenfalls den Beweis der Erstligatauglichkeit schuldig.

Lediglich Idrissou konnte sich vor der Pause noch eine Möglichkeit erarbeiten (44.).

Cisse der tragische Held

Kurz nach dem Seitenwechsel wären die Gastgeber dennoch fast in Führung gegangen. Cisse scheiterte aber an Hannovers Torwart Florian Fromlowitz (47.)

Nur neun Minuten später gelang Cisse das Kunststück, den Ball aus kurzer Distanz am leeren Tor der Gäste vorbeizuschieben. Besser machte kurz darauf Elson auf der Gegenseite, der einen Abwehrfehler der Freiburger bestrafte.

Nur sieben Minute später traf der eingewechselte Abdessadki zum Ausgleich, dann fälschte Cisse eine Freistoß von Arnold Bruggink ins eigene Tor ab.

Beste Spieler Spieler auf Seiten der Freiburger waren Jonathan Jäger und Kapitän Heiko Butscher. Bei den Gästen konnten Innenverteidiger Karim Haggui und Fromlowitz überzeugen.

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