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Elson und ein Freiburger Eigentor sorgen für Freudentänze der Hannoveraner © getty

Slomkas Elf gibt gegen Freiburg ein Lebenszeichen von sich und verhindert mehrere Negativserien. Robin Dutt gibt sich trotzig.

Freiburg - Trainer Mirko Slomka reckte die Fäuste in den verschneiten Himmel, die Profis wurden von fast vergessenen Glücksgefühlen übermannt und Klubchef Martin Kind beschwor bereits eine bessere Zukunft.

Nach dem 2:1 im Kellerduell des 25. Spieltags beim SC Freiburg herrschte bei allen Beteiligten von Hannover 96, das den ersten Sieg nach neun Pleiten in Folge feierte, eine riesengroße Erleichterung.

"Das war das Signal zur richtigen Zeit, das wir gebraucht haben. Das war ein ganz wichtiger Sieg. Vielleicht war das die Befreiung, um den Prozess jetzt erfolgreich fortzusetzen", sagte Kind, der sich über das Ende von gleich mehreren Negativserien freuen konnte.

Slomkas Arbeit ist zu erkennen

Die Niedersachsen holten nicht nur den ersten Dreier nach zuletzt zwölf Spielen ohne Sieg, sondern auch den ersten Sieg seit dem Selbstmord von Robert Enke.

Die Profis verhinderten zudem den Negativrekord für Slomka, dem als ersten Bundesliga-Coach sieben Niederlagen in Folge zu Dienstbeginn gedroht hatten.

"Ich freue mich für Mirko Slomka. Schließlich sind die ersten Ergebnisse seiner Trainingsarbeit schon deutlich zu erkennen", erklärte Kind.

Doch trotz der großen Erleichterung warnte er vor allzu großer Euphorie im Abstiegskampf.

"Das war nur ein Spiel. Wir müssen darauf aufbauen und konzentriert weiter arbeiten", so der Klubchef.

(DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Fast vergessene Gefühle

Die Mahnung des Präsidenten stieß bei den Profis, die den etwas glücklichen Sieg vor 19.100 Zuschauern dem Brasilianer Elson und einem Eigentor des Freiburgers Pappis Cisse zu verdanken hatten, allerdings auf taube Ohren.

"In der Kabine wurde schon ausgelassener gefeiert als nach einem normalen Sieg. Es ist ein richtig geiles Gefühl, mal wieder gewonnen zu haben", meinte Kapitän Christian Schulz:

"Wenn wir nicht gewonnen hätten, hätte es ganz düster ausgesehen. Ein Sieg nach einer derart langen Durststrecke setzt Gefühle frei, die wir fast gar nicht mehr gekannt haben."

"Wir leben noch"

Auch Slomka war deutlich anzumerken, dass eine schwere Last von ihm abgefallen war.

"Ich bin froh, dass wir endlich mal wieder mit einem guten Gefühl nach Hause fahren können. Dieses Erfolgserlebnis tut dem ganzen Verein gut", meinte der Coach.

Der zuletzt stark kritisierte Torhüter Florian Fromlowitz, der in Freiburg stark spielte, brachte die Gefühlslage der Niedersachsen auf den Punkt: "Wir leben noch."

Freiburg rutscht ab

Richtig lebendig waren die Freiburger dagegen schon lange nicht mehr.

Der Aufsteiger, für den der eingewechselte Yacine Abdessaski den zwischenzeitlichen Ausgleich erzielte, wartet seit nunmehr elf Partien auf einen Sieg und ist hinter die punktgleichen Niedersachsen auf den Relegationsplatz gerutscht.

Trainer Robin Dutt zeigte sich trotz der Negativserie trotzig und kündigte für das kommende Auswärtsspiel bei Rekordmeister Bayern München große Taten an:

"Aufgeben gibt es nicht. Meine Aufgabe ist es, wieder aufzustehen und von vorne anzufangen. Und dazu gibt es keinen besseren Gegner als Bayern München."

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