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Jens Lehmann spielte bisher unter anderem für Dortmund, Arsenal und Stuttgart © getty

Dem VfB-Keeper gefällt sein Job trotz zweier Gegentore gegen Bremen weiter bestens, Trainer Gross hadert mit dem vergebenen Sieg.

Bremen - Jens Lehmann kassiert beim 2:2 gegen Werder Bremen zwei Gegentreffer und überrascht nach dem Schlusspiff alle:

Der Torhüter des VfB Stuttgarts deutete seinen Rücktritt vom Rücktritt an.

"Eigentlich plane ich ja, am Ende der Saison aufzuhören. Aber man weiß das ja nie ganz genau", sagte der Stuttgarter Torhüter und lächelte vielsagend dazu.

Was folgte, war der relativierende Hinweis auf seinen designierten Nachfolger Sven Ulreich, dem er "aber auf keinen Fall den Weg verbauen" wolle.

Doch der U21-Torhüter fällt wegen einer Knieverletzung mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit bis zum Ende dieser Spielzeit, selbst eine Rückkehr in den VfB-Kader beim Trainingsauftakt im Sommer ist derzeit nicht sicher.

Wie plant der VfB?

Und so scheint es durchaus nicht ausgeschlossen, dass man beim VfB noch einmal an den 40 Jahre alte ehemaligen Nationalkeeper herantreten könnte.

Wie wertvoll der routinierte Schlussmann für die Stuttgarter immer noch ist und möglicherweise auch in Zukunft sein könnte, stellte Lehmann gegen den deutschen Pokalsieger unter Beweis

Almeida überlistet Lehmann

Mehrfach machte er allerbeste Torgelegenheiten der Hanseaten zunichte, sah allerdings auch beim ersten Bremer Tor durch den eingewechselten Hugo Almeida (75.) nicht ganz glücklich aus.

"Diesen Ball hätte ich halten können", räumte Lehmann unumwunden ein.

Es war der Anfangspunkt einer grün-weißen Aufholjagd, die Mannschaftskapitän Torsten Frings mit einem verwandelten Foulelfmeter in der 81. Minute zu einem schmeichelhaften Remis für die Norddeutschen abschloss.

Die Bremer halten damit den VfB auf Abstand und bleiben nach Dortmunds Sieg über Gladbach auf Platz sechs. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Lehmann klagte danach: "Gefühlt war es für uns eine Niederlage."

Mertesacker froh über Punktgewinn

Beim Bundesliga-Sechsten waren die Gefühle naturgemäß genau umgekehrt.

"Für uns war es irgendwie ein gefühlter Sieg", erklärte Nationalspieler Per Mertesacker, der selbst nicht seinen besten Tag erwischt hatte, aber trotzdem noch viele Patzer seiner Nebenleute ausbügeln musste.

Rosenberg in der Viererkette

Die Personalnot in der Defensive war beim SV Werder so groß, dass in der Schlussphase sogar der gelernte Stürmer Markus Rosenberg die Bremer Viererkette komplettierte.

"Unter diesen Umständen haben wir es verpasst, in Bremen drei Punkte zu holen", sagte VfB-Trainer Christian Gross.

Gross: Kaltschnäuzigkeit fehlte

Der Schweizer ärgerte sich mächtig darüber, dass seine Schützlinge nach den Toren von Pawel Pogrebnjak und Sami Khedira mehrfach die Chance zu einem vorentscheidenden Treffer vergaben.

"Wir hätten mit 3:0 in Führung gehen können, aber stattdessen fiel der Anschlusstreffer. Damit stieg auch der Druck der Bremer und die logische Folge war das 2:2, auch wenn ich mir nicht sicher bin, ob es ein klarer Elfmeter war."

Auch Torjäger Cacau, zuletzt sechsmal in den vergangenen beiden Spielen erfolgreich, versagte zweimal in aussichtsreichster Lage.

Schaaf kritisiert schwache Anlaufphase

Damit hielt er vor 36.664 Zuschauern im Weserstadion die mehr als eine Stunde lang umständlich und durchsichtig agierenden Platzherren in der Partie.

"Wir dürfen einfach nicht einen so langen Anlauf brauchen, um zu unserem Spiel zu finden", kritisierte Werder-Coach Thomas Schaaf, lobte sein Team aber auch dafür, sich bis zum Schluss gegen die Heimniederlage gestemmt zu haben:

"Dafür ist sie am Ende dann auch belohnt worden."

Allofs mit kritische Worten

Werder-Manager Klaus Allofs blickte nach der Partie auf die kommenden Wochen.

"Sicher müssen unsere Spieler die Belastung aus den drei Wettbewerben und den Nationalmannschafteinsätzen verkraften, aber dennoch dürfen wir es unseren Gegnern nicht so leicht machen wie gegen Stuttgart", bemängelte er.

"Wir sind in einer Phase, in der wir oben rankommen können an den fünften Platz. Da hätte ich mir noch mehr Entschlossenheit gewünscht."

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