Der Schalker Trainer hat aus der "Trümmertruppe" der Vorsaison einen echten Titelkandidaten gemacht. Podolski meldet sich zurück.

Schalke 04 war eigentlich nie ein ernsthafter Titelkandidat - und wahrscheinlich genau deshalb doch einer.

Zu wenig Meister-Gen schienen die Königsblauen nach den verpassten Meisterschaften der vergangenen Jahre zu besitzen, zu wenig aktuelles Potenzial die "Trümmertruppe" der Vorsaison zu haben.

Vor allem aber glaubte auf Schalke offiziell niemand an den Angriff auf die Spitze ? am allerwenigsten der Wolfsburger Meistermacher Felix Magath.

Doch davon wollte Magath auch im vergangenen Jahr bei den "Wölfen" bis zum vorletzten Spieltag nichts wissen. Am Ende holte der VfL sensationell die Schale.

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Mit weniger Geld, aber denselben Methoden hat der sportliche Alleinherrscher nun auch sein neues Team völlig überraschend ganz nach oben geführt: Understatement und harte Arbeit.

Spätestens nach dem beeindruckenden 4:1 in Frankfurt gehört Schalke nur Ansicht des Augenzeugen Joachim Löw und zahlreicher anderer Experten zu den ersten Titelanwärtern.

Nur noch zwei Zähler beträgt der Rückstand auf den FC Bayern, weil der Tabellenführer nach dem 1:1 in Nürnberg auch in Köln Punkte liegen ließ.

Eine Woche lang hatten Spieler, Trainer und Verantwortliche beim FCB mehr oder weniger deutlich erklärt, dass die nächste Meisterschaft nach der Ablösung von Leverkusen praktisch schon eingetütet sei.

Umso größer war der Frust nach dem 1:1 vom Samstag. Allerdings scheint Leverkusen im Titelrennen die Luft auszugehen, so dass der FCB nach Bayers Schlappe in Nürnberg an der Spitze bleibt.

Der Mann des Spiels in Köln war ausgerechnet derjenige, den man am Mittwoch nach dem Länderspiel gegen Argentinien noch mit Schimpf und Schande aus der Allianz Arena gejagt hatte.

Nach einer bislang äußert frustrierenden Saison mit zahlreichen Rückschlägen meldete sich Lukas Podolski nicht nur wegen seines Treffers eindrucksvoll zurück.

Auch angesichts seiner weiter schwächelnden Bayern-Rivalen Mario Gomez und Miroslav Klose tat "Poldi" damit auch dem Bundestrainer einen Gefallen.

Denn nach der schwachen Vorstellung der Offensive gegen Argentinien hätte eine erneute Torflaute aller DFB-Stürmer wohl den Druck auf Löw noch mehr erhöht, endlich über eine Begnadigung von Kevin Kuranyi nachzudenken.

Der Schalker liegt nach seinem 13. Saisontor in der der Torschützenliste nur einen Treffer hinter Stefan Kießling. Man muss eigentlich nicht extra erwähnen, dass sein Formanstieg vor allem mit dem neuen Trainer Felix Magath zusammenhängt.

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