vergrößernverkleinern
Klaus Allofs ist seit Juli 1999 Geschäftsführer Profifußball bei Werder Bremen © getty

Werders Geschäftsführer Klaus Allofs glaubt noch an eine WM-Chance für Frings. Er spricht auch über den Poker mit Özil.

München - Obwohl Werder Bremen beim 2:2 gegen den VfB Stuttgart in der zweiten Halbzeit einen Zwei-Tore-Rückstand aufholte, war Geschäftsführer Klaus Allofs am Tag danach nicht zufrieden.

"Insgesamt ist das natürlich zu wenig, um ganz vorn angreifen zu können", sagte Allofs im DSF-Doppelpass. Dennoch traut er seiner Mannschaft in dieser Saison noch einiges zu.

Allofs machte sich zudem für die Bremer Spieler in der Nationalmannschaft stark und sieht unter bestimmten Umständen auch noch eine WM-Chance für den ausgemusterten Torsten Frings.(DATENCENTER: Die Tabelle)

Außerdem sprach Allofs über den Vertragspoker mit Mesut Özil und die DFB-Schiedsrichteraffäre.

Klaus Allofs im DSF-Doppelpass über...

das gestrige Unentschieden von Werder Bremen gegen den VfB Stuttgart:

"Insgesamt ist das natürlich zu wenig, um ganz vorn angreifen zu können. Unsere Gesamtbilanz ist momentan nicht so gut. Das ist schon ein Rückschlag, aber wir haben noch einige Spiele und ich denke, wir haben noch gute Chancen auf den vierten oder fünften Platz."

die Frage, ob Tim Wiese die Nominierung von Rene Adler als Nummer eins im DFB-Team sehr beschäftigt:

"Natürlich beschäftigt das die Torhüter. Alle denken darüber nach. Wenn dann so eine Entscheidung kommt, dass Adler die Nummer eins ist, ist die ganze Situation für Tim Wiese nicht befriedigend, es muss aber trotzdem eine Motivation für ihn sein. Man muss Woche für Woche unter Beweis stellen, dass man solide ist."

auf die Frage, ob man hinter dem Medienverhalten der eigenen Spieler in Bezug auf die Nationalmannschafts-Nominierungen steht:

"Man muss sich schon wehren und sagen: Hier bin ich! Bei Tim Wiese waren wir nicht immer damit einverstanden, wie das gehandhabt wurde, aber das ist abgearbeitet. Per Mertesacker ist eine feste Größe und für Marko Marin hätte man sich schon gewünscht, dass er etwas Einsatzzeit bekommt. Marin muss man ganz vorsichtig aufbauen. Er muss bei uns jetzt ein ganz anderes Pensum leisten und hat eine große Belastung. Auf Dauer wird er sicher Nationalspieler werden."

?die Ausmusterung von Torsten Frings für die DFB-Elf:

"Das Thema Torsten Frings ist für mich noch nicht abgehakt. Man muss sehen, was man im Defensivmittelfeld für Varianten hat. Wenn alle gesund sind, wird man sicher nichts mehr tun. Wenn aber was schief geht, wäre es fahrlässig, nicht auf einen erfahrenen Spieler wie Frings zurückzugreifen."

über die Vertragsverhandlungen mit Mesut Özil:

"Wir forcieren die Gespräche, weil wir das schnell klären wollen. Trotzdem muss man die Ruhe bewahren und akzeptieren, dass sich ein Spieler nicht so schnell entscheidet. Wir arbeiten im Stillen daran, dass wir diese Sache voran bringen. Wir müssen auch die wirtschaftliche Seite sehen. In erster Linie sehen wir aber doch die sportliche Entwicklung."

über die Stürmerfrage bei Werder Bremen:

"Wir haben mit Sandro Wagner jetzt einen sehr interessanten Stürmer verpflichtet, der gut in unser Profil passt. Aber wir müssen uns im Sturm auch immer wieder umschauen, um den richtigen Partner für Claudio Pizarro zu haben."

die Frage, wer Deutscher Meister wird:

"Ich glaube, dass die Bayern es schaffen werden, bei allem Respekt vor Schalke - das ist wirklich beeindruckend, aber ich glaube, Bayern wird sich am Ende durchsetzen."

die DFB-Affäre um Manfred Amerell und Michael Kempter:

"Ich glaube, dass der DFB sich da ein wenig überschätzt hat. Das schlimmste, was für die Beteiligten und das Schiedsrichterwesen passieren konnte, ist, dass es jetzt in den Medien ausgerollt wird. Von Anfang an hat man dieses Thema falsch angefasst."

die Frage, ob Dr. The Zwanziger zurücktreten sollte:

"Ich würde nicht so weit gehen, dass er unbedingt zurücktreten muss. Dr. Theo Zwanziger hat sehr viel für den DFB geleistet und der Fall hat sehr viele Facetten."

Zum Forum - hier mitdiskutieren!Zurück zur Startseite

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel