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Stefan Reinartz (M.) foult Breno, der Brasilianer zieht sich die schwere Knieverletzung zu © imago

Nürnbergs Verteidiger hat sich gegen Leverkusen schwer am Knie verletzt. Maroh wird ihn beim Abstiegsknaller in Berlin vertreten.

München/Nürnberg - Abwehrspieler Breno wird dem 1. FC Nürnberg im Abstiegskampf nicht mehr zur Verfügung stehen.

Der von Bayern München an den Club ausgeliehene Brasilianer hat sich beim 3:2-Sieg der Franken gegen Herbstmeister Bayer Leverkusen einen Kreuzband- und Innenmeniskusriss im rechten Knie zugezogen und fällt fünf Monate aus.

Das bestätigte FCB-Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge, der zugleich ankündigte, Breno trotz der Verletzung an die Isar zurückzuholen.(DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

"Das hat mich natürlich geärgert, aber der Verdacht hat sich bestätigt: Das Kreuzband ist durch", sagte Rummenigge vor dem Abflug der Bayern zum Achtelfinal-Rückspiel in der Champions League beim AC Florenz am Montag.

Operation in den USA

Breno werde nun "nach Rücksprache mit unserem Teamarzt Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt in die USA fliegen und dort operiert werden. Er wird mindestens fünf Monate ausfallen."

Breno sollte bis zum Saisonende beim Club bleiben, jetzt aber laut Rummenigge nach München zurückkehren.

"Wir hätten ihm gerne 17 Spiele in Nürnberg gegönnt. Aber er hat auch so gezeigt, dass er die Qualität hat, für Bayern zu spielen", sagte Rummenigge weiter.

"Dicker Wermutstropfen" für Hecking

Breno hatte die Verletzung in der 32. Minute bei einem rüden Foul von Stefan Reinartz erlitten. Der Leverkusener entschuldigte sich nach dem Spiel: "Ich wollte ihn nicht verletzen. Es tur mir sehr leid."

Für Club-Trainer Dieter Hecking war die Blessur seines Abwehrchefs "ein dicker Wermutstropfen. Breno war unser überragender Innenverteidiger. Er wird uns auf jeden Fall fehlen, aber jetzt müssen andere ran."

Nach dem Spiel saß der Brasilianer in der Kabine und weinte. "Es ist bitter, dass man sich nie einfach nur über einen Sieg freuen kann", sagte Club-Manager Martin Bader angesichts der bösen Verletzung.

"Er war unser bester Mann"

Auch Kapitän Andreas Wolf bedauert den Ausfall des Verteidigers. "Das ist bitter für Breno und bitter für uns, denn Breno war in der Rückrunde unser bester Mann", sagte Wolf nach dem Spiel.

Neben Wolf wird wohl Dominik Maroh in den nächsten Spielen in der Abwehrzentrale verteidigen. Schon gegen Leverkusen übernahm er nach dem Ausfall des Brasilianers.

Maroh wird Breno vertreten

Gegen die Werkself überzeugte Maroh. Hecking ließ keine Zweifel daran, dass der 22-Jährige auch in den kommenden Spielen das Vertrauen erhalten wird. "Maroh ist ein erstklassiger Vertreter für Breno", sagte Hecking.

Schon in der nächsten Woche wird der junge Innenverteidiger gefragt sein, denn für Nürnberg steht das wichtige Abstiegsduell bei Schlusslicht Hertha BSC Berlin an.

Konzentration auf Berlin

Und bei aller Euphorie nach dem Sieg gegen Leverkusen richtet sich der Blick schon wieder auf die Aufgabe in Berlin.

"Wir haben noch gar nichts erreicht", warnte Wolf: "Das ist vielleicht die letzte Chance für Hertha, noch da unten raus zu kommen."

Nach den nicht eingeplanten drei Punkten gegen Leverkusen können die Nürnberger aber immerhin etwas entspannter nach Berlin fahren. Die Zuversicht ist zurück in Franken.

"Junge Wilde" machen Hoffnung

Zum einen machten Hecking die "vier jungen Wilden da vorne" Mut. Er meinte den "überragenden" Choupo-Moting (20), Mike Frantz (23), Marcel Risse (20) und Ilkay Gündogan (19).

Zum anderen die Leistung seiner Mannschaft. "Wenn es uns gelingt, ähnlich kompakt, mutig und angriffslustig zu spielen", sagte er, "haben wir in Berlin gute Chancen." Auch ohne Breno.

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