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Seit Januar 2009 ist Jan Schindelmeiser (l.) Geschäftsführer von Hoffenheim © getty

Hoffenheims Manager holt nach der Mainz-Pleite zum verbalen Rundumschlag aus. Einige Spieler bräuchten einen "Umdenkungsprozess".

Sinsheim - Nach dem sportlichen Offenbarungseid und dem Abschied von allen Ambitionen rechnete der Manager knallhart mit den Hoffenheimer Profis ab.

"So eine Leistung wollen wir nicht nochmal sehen", schimpfte Jan Schindelmeiser nach der Niederlage der TSG gegen Aufsteiger FSV Mainz 05.

"Es braucht einen Bewusstseins- und Umdenkungsprozess bei denen, die auf dem Platz standen. Es sind einige Hürden von jedem Einzelnen zu überwinden."

Die Niederlage gegen das bislang schwächste Auswärtsteam der Liga zementierte den Platz der Kraichgauer im grauen Niemandsland der Tabelle. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Lediglich sieben Punkte holten sie bislang in der Rückrunde und gewannen zu Hause nur eines der vergangenen sieben Spiele.

"Geduld der Zuschauer nicht überstrapazieren"

Für die Verantwortlichen, deren Schützlinge sich erneut Pfiffe von den Rängen anhören mussten, ist diese Situation nicht hinnehmbar.

"Wir dürfen die Geduld der Zuschauer mit diesem Fußball nicht überstrapazieren. Wir haben die große Chance verpasst, die negative Entwicklung zuletzt zu korrigieren", sagte Schindelmeiser.

Der Manager wollte die Spieler des Herbstmeisters der vergangenen Saison nach der Pleite gegen den zuvor punktgleichen Tabellennachbarn nicht mehr in Schutz nehmen.

"Mit solch einer Leistung werden wir in diesem Jahr nicht mehr viel holen. Die gesamte Mannschaft hat enttäuscht. Es fällt immer schwerer, die Spieler zu schützen", erklärte Schindelmeiser.

Charaktertest gegen Bremen

Nun erwartet er von den Profis eine Reaktion im kommenden Heimspiel gegen Werder Bremen:

"Die Situation ist einfach unbefriedigend. Die Ergebnisse stimmen nicht, und die Art und Weise des Auftretens auf dem Platz stimmt nicht", sagte er.

"Ich bin gespannt, wie die Mannschaft gegen Bremen auftritt, das wird ein Charaktertest."

Noch kein Haken hinter die Saison

Trotz der Talfahrt will Schindelmeiser im Hinblick auf die kommende Saison aber keine großen Änderungen im Kader vornehmen.

"Wir werden einen bis drei Spieler dazuholen, aber sicher nicht das Gesamtgebilde korrigieren. Es wäre ein Fehler, jetzt alles infrage zu stellen", sagte der Manager.

Die laufende Saison möchte Schindelmeiser noch nicht abhaken. "Wir können die Saison doch nicht abschenken - wir spielen schließlich auch für das Publikum."

Auch Rangnick pessimistisch

Tobias Weis war bei seinem Comeback nach viermonatiger Verletzungspause noch der beste Spieler.

"Das kann einfach nicht sein", ärgerte sich Trainer Ralf Rangnick.

Auch Rangnick fällt es angesichts der gezeigten Leistung schwer, an eine positves Ende der Spielzeit zu glauben:

"Es wird zunehmend schwer, diese Saison jetzt noch erfolgreich zu gestalten."

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