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Anatolyi Tymoshchuk (l.) spielte bislang 16 Mal in der Bundesliga für die Bayern © getty

Der FC Bayern muss nach dem Erfolg gegen Florenz "Alltagsgegner" in die Köpfe bringen. Schweinsteiger fehlt gegen Freiburg.

Vom FC Bayern berichtet Mathias Frohnapfel

München - Die Nerven sollten nach dem Champions-League-Krimi in Florenz beim FC Bayern inzwischen wieder beruhigt sein.

Alltagsgeschäft Bundesliga heißt die nächste Aufgabe für die Münchner.

Und die Ausgangslage scheint ideal - zumindest auf dem Papier:

Nach dem hart erkämpften Einzugs ins Viertelfinale der Königsklasse spielt der FC Bayern vor eigenem Publikum gegen den 17., den SC Freiburg.

"Vielleicht können wir uns absetzen"

Ein Sieg am Samstag (ab 18.15 Uhr LIVE), und die Münchner könnten in der Bundesliga ein kleines Stück davon ziehen.

Schließlich bekommt es Leverkusen mit Hamburg zu tun, Schalke spielt gegen Stuttgart.

"Vielleicht können wir uns ein wenig absetzen", hofft daher Sportdirektor Christian Nerlinger im Interview mit Sport1.de.

Doch für Trainer Louis van Gaal türmen sich einige Fragen auf: Wie kommt sein Team mit dem Kräfteverschleiß, dem Reisestress und vor allem der Umstellung auf die neue Aufgabe zurecht?

"Das hat Körner gekostet", bestätigt Nerlinger nach dem Kraftakt in der Toskana.(EXKLUSIV: Christian Nerlinger im Sport1.de-Interview)

Kraftakt gegen Freiburg

Doch Holger Badstuber macht dem Team Mut: "Klar kostet so ein Spiel Kraft", sagte er in Florenz Sport1.de, "doch wir sind physisch stark, so dass wir das am Samstag wegstecken können."

Mental umzuschalten, betont allerdings sein Cheftrainer van Gaal immer wieder, sei die eigentliche Herausforderung beim Pendeln zwischen den Wettbewerben.

Bastian Schweinsteiger betrachtet indes einen anderen Aspekt.

"Wir müssen wahrscheinlich die Gegner erst müde machen, das ist auch in der Bundesliga so", erklärt der Nationalspieler, warum der FCB zuletzt jeweils in der ersten Halbzeit nur mit Mühe startete.

Schweinsteiger kritisiert Defensive

"Nach 60 bis 65 Minuten werden dann die Räume größer, wir können das dann ausnutzen", nennt der Bayern-Profi eine Lehre aus dem Florenz-Spiel.

Eine andere dürfte die Münchner noch aufmerksamer machen.

"Wir müssen noch gefestiger werden", fordert Schweinsteiger. "Ich habe schon immer gesagt, wenn wir zu null spielen, gewinnen wir auch jedes Spiel. Das muss unser Hauptaugenmerk sein, noch besser zu stehen, keine dummen Tore zu kassieren."

Alaba oder Contento

Die Münchner könnten auch gegen Freiburg auf Jungspund David Alaba setzen. 211273(DIASHOW: Alaba im Wunderland - die jüngsten Bayern-Debütanten)

Allerdings ist Diego Contento nach seiner Verletzung wieder fit und steht für die linke Außenverteidigerposition wieder zur Verfügung.

Die Leistung von Abwehrchef Daniel van Buyten wird zudem genau unter die Lupe genommen werden, nachdem er in der Champions League schwächelte.

Mit Blick auf die nächsten Champions-League-Aufgaben geht es für van Gaal nun darum, in der Bundesliga bereits das richtige Gerüst zu finden.

Schweinsteiger gesperrt

Gegen Freiburg wird er aber auf der Sechserposition umstellen müssen: Bastian Schweinsteiger ist nach der fünften Gelben Karte gesperrt.

Der Nationalspieler fehlt also gegen die Breisgauer genauso wie im Hinspiel des Champions-League-Viertelfinales, da er gegen Florenz die dritte Gelbe Karte im Wettbewerb sah.

Beide Male wird Schweinsteiger aller Voraussicht nach durch Anatolyi Tymoshchuk ersetzt werden.

Ribery-Entscheidung in den nächsten Wochen

Hinzu kommt das Dauerthema Franck Ribery, dessen Zukunft weiterhin ungeklärt ist. "Die Entscheidung über meine Zukunft fällt in den nächsten zwei, drei Wochen", sagte der Franzose nach der Partie in Florenz.

"Das wäre wichtig für mich. Ich will zur WM mit einem freien Kopf fliegen. Ich kann noch keine Tendenz sagen. Ich bin aber sehr zufrieden, bei Bayern zu spielen."

Und Ribery betonte: "Wir können noch viel erreichen und sind eine tolle Mannschaft. Wir können noch alle Wettbewerbe gewinnen, auch wenn es in der Champions League sehr schwierig wird."

Ribery dürfte also wie van Gaal und das gesamte Team in den kommenden Wochen gedanklich weiter zwischen Bundesliga und Königsklasse pendeln.

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