vergrößernverkleinern
Mimoun Azaouagh (re.) schoss seit seinem Wechsel zu Bochum drei Tore in 14 Spielen © getty

Im Sport1.de-Interview erklärt Mimoun Azaouagh, warum er sich in Bochum wohl fühlt und spricht über seine persönlichen Ziele.

Von Michael Schulz

München - Ein Tor ist Mimoun Azaouagh in dieser Saison noch nicht gelungen, doch der Mittelfeldspieler bereitete in den letzten drei Spielen vier der insgesamt sechs Bochumer Treffer vor.

Unter anderem das 1:1 beim 3:3 in der Münchner Allianz-Arena von Sinan Kaloglu (29.).

Der 25-Jährige war im vergangenen Winter von Ligakonkurrent Schalke 04 zum Team von Trainer Marcel Koller gestoßen und fühlt sich dort offenbar pudelwohl.

"Der Zusammenhalt und der Respekt voreinander sind enorm groß, und das finde ich sehr positiv", erklärt Azaouagh. "Auf der Leistung aus dem Spiel gegen die Bayern lässt sich aufbauen."

Im Sport1.de-Interview spricht der Bochumer über den Teamgeist, den kommenden Gegner Borussia Mönchengladbach, die eigenen Ziele und mit der Mannschaft.

Sport1.de: Wie bewerten Sie das 3:3 beim FC Bayern ? als Punktgewinn oder als gefühlten Sieg?

Mimoun Azaouagh: Natürlich als Punktgewinn. Das Remis war aber ganz klar verdient, weil wir gut mitgespielt und uns einige hundertprozentige Torchancen erarbeitet haben.

Sport1.de: War es von Vorteil, so früh in der Saison gegen den Titelverteidiger zu spielen, der noch keine Mannschaft ist?

Azaouagh: Mir ist es egal, zu welchem Zeitpunkt der Saison wir gegen die Bayern spielen. Wir müssen uns auf unser Spiel konzentrieren.

Sport1.de: Beim 2.3 gegen Leverkusen wachte die Mannschaft erst nach dem 0:3 auf und auch in München kam Bochum erst nach dem 1:3 richtig in Schwung. Ist es nötig, immer eine Aufholjagd zu starten?

Azaouagh: Nein, überhaupt nicht. Wir nehmen uns eigentlich immer vor, dass die Null hinten stehen muss. Doch da muss auch der Gegner mitspielen.

Sport1.de: Sie sind ein offensiver Mittelfeldspieler, der gerne Tore schießt. In dieser Saison ist es Ihnen noch nicht gelungen. Woran liegt es?

Azaouagh: Ein Tor vorzubereiten, ist ein genauso geiles Gefühl wie eines zu schießen. Und das ist mir schon fünfmal gelungen. Aber am Ende ist es egal, wer die Tore macht. Wenn wir als Kollektiv arbeiten, werden wir auch am Ende dafür belohnt. Das ist für mich das Allerwichtigste.

Sport1.de: Ihr Coach Marcel Koller hat die aktuelle Mannschaft als den "stärksten Kader, den er jemals trainiert hat", bezeichnet. Wie beurteilen Sie das Team?

Azaouagh: Der Trainer ist ja schon seit drei Jahren in Bochum und kann es sicher besser beurteilen. Aber man darf es nicht überbewerten. Wir müssen diese Qualität auch auf dem Platz zeigen, so wie gegen die Bayern und auf dieser Leistung lässt sich aufbauen.

Sport1.de: Ist es von Vorteil gewesen, dass die Mannschaft sich im Gegensatz zur Vorsaison kaum verändert hat?

Azaouagh: Ich glaube schon, und man sieht es auch. Der Zusammenhalt und der Respekt voreinander sind enorm groß, und das finde ich sehr positiv. Es passt alles. Wir müssen den Teamgeist nun Woche für Woche auf dem Platz zeigen.

Sport1.de: Ist die Länderspielpause in der jetzigen Situation ein Vor- oder Nachteil?

Azaouagh: Es ist überhaupt kein Nachteil, ganz im Gegenteil. Sie ist gut, um Kräfte zu mobilisieren und sich intensiv auf den nächsten Gegner vorzubereiten.

Sport1.de: Bochum trifft daheim auf den Aufsteiger Mönchengladbach, der momentan in der Krise steckt. Eine leichte oder schwere Aufgabe?

Azaouagh: Es gibt in der Bundesliga keine einfachen Gegner. Jede Mannschaft ist schwierig zu spielen. Wir verstecken uns vor niemanden. Das haben wir gegen die Bayern gezeigt und in Bochum werden wir alles tun, um drei Punkte einzufahren.

Sport1.de: Wie lauten Ihre Ziele für die Saison?

Azaouagh: Wir wollen so schnell wie möglich 40 Punkte einfahren.

Sport1: Und die persönlichen - viele Tore schießen?

Azaouagh: Nein, das ist nicht wichtig. Ich möchte wichtig sein für die Mannschaft.

Zum Forum - jetzt mitdiskutieren

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel