Die Ausschreitungen in den Stadien nehmen immer mehr zu. Doch kein Zuschauer sollte mit Angst ins Stadion gehen. Der Einwurf zum 26. Spieltag.

Chaoten stürmen in Berlin den Rasen, in Bochum ziehen sich mehrere Zuschauer durch Bengalische Feuer schwere Brandverletzungen zu, in Rostock wollen Randalierer das Stadion stürmen.

In deutschen Fußballstadien haben Gewalt und Zerstörungswut wieder Einzug gehalten.

Die Szenen, die sich nach dem Spiel zwischen der Berliner Hertha und dem 1. FC Nürnberg abgespielt haben, waren schockierend. (212301DIASHOW: Der 26. Spieltag)

"Mit allen Mitteln" und "mit aller Härte" müsse gegen die Chaoten vorgegangen werden, erklärten die Hertha-Offiziellen.

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Man müsse "aufpassen, dass das nicht Überhand nimmt, und gegen die kleine Gruppe von Chaoten mit aller Härte vorgehen", forderte auch Nürnbergs Trainer Dieter Hecking.

Recht hat er, aber leider hat es den Anschein, dass die kleine Gruppe von Chaoten immer größer wird.

Die Anzahl der Übergriffe häuft sich. Nachdem Ausschreitungen in der Vergangenheit zumeist ein Phänomen der unteren Spielklassen war, hat die Gewalt die Bundesliga wieder erreicht.

Von den Stadien bis in die Bahnhöfe, wie zuletzt in Bielefeld, wo Hamburger und Hannoveraner Anhänger die Einkaufspassage auseinander nahmen. Auch das Verwüsten von Autobahnraststätten gehört leider fast schon zum Alltag.

Klar ist: Es muss etwas passieren. Vereine, Fanklubs, Verbände, Politiker - alle sind gefordert, gegen die Gewalttäter vorzugehen. Sonst können sich Eltern vielleicht bald nicht mehr mit ihren Kindern in ein Fußballstadion trauen.

Am Freitag findet in Köln das Derby gegen Mönchengladbach statt. Ein Spiel mit allerhöchster Alarmstufe. Wer verliert, muss um den Klassenerhalt zittern. Sportlich.

Es darf aber nicht sein, dass man in Fußballstadien Angst um seine Gesundheit oder sein Leben haben muss.

"Ich möchte nicht erleben, was passiert, wenn es den ersten Toten gibt", sagte Dieter Hecking nach den Ausschreitungen in Berlin.

Welche Maßnahmen auch konkret getroffen werden, um die Gewalt stoppen - es muss etwas passieren - und zwar schnell.

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