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Zvjezdan Misimovic (r.) absolvierte bisher 57 Bundesliga-Spiele für Wolfsburg © imago

Gegen Mönchengladbach gelingt Wolfsburg der vierte Liga-Sieg in Folge. Trainer Köstner geht mit seinem Spielmacher ins Gericht.

Mönchengladbach - Der VfL Wolfsburg nähert sich allmählich wieder seiner Meisterform, doch der Flirt von Spielmacher Zvjezdan Misimovic mit Liga-Rivale Schalke 04 sorgt weiter für Unruhe. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

"Misimovic sollte aufpassen mit seinen Aussagen, weil das auch in die Mannschaft hineingeht", sagte VfL-Trainer Lorenz-Günther Köstner nach dem souveränen 4:0 (1:0)-Erfolg der Niedersachsen bei Borussia Mönchengladbach.

Misimovic mit Maulkorb

Mit seinem achten Saisontreffer (41.) ebnete Misimovic den "Wölfen" den Weg zum vierten Sieg in Serie, wollte sich danach zu einem möglichen Wechsel zu seinem Ex-Trainer Felix Magath aber nicht mehr äußern.

"Ich habe genug dazu gesagt", erklärte der 27-Jährige. Schalke sei ein Top-Verein, Magath ein Top-Trainer. Er würde gerne für Schalke spielen, hatte Misimovic noch vor dem Achtelfinal-Hinspiel in der Europa League beim russischen Meister Rubin Kasan (1:1) erklärt.

Misimovic sieht schwarz

An eine erneute Qualifikation für den internationalen Wettbewerb will der Bosnier trotz der Wolfsburger Erfolgsserie nicht mehr so recht glauben.

Da scheint die mögliche Champions League mit Schalke trotz seines bis 2013 laufenden Vertrages in Wolfsburg verlockender. "Über die internationalen Plätze brauchen wir nicht reden. Die Mannschaften sind so weit weg, das lassen sie sich nicht mehr nehmen", meinte Misimovic.

Hoeneß blickt nach oben

Immerhin rückte der VfL auf Platz acht vor, da keimte zumindest bei Manager Dieter Hoeneß wieder etwas Hoffnung auf.

"Wir schauen immer auf die Mannschaft, die direkt über uns steht. Damit sind wir bisher ganz gut gefahren", sagte Hoeneß, der Misimovic nach Spielschluss anerkennend auf die Schulter klopfte und über das Thema Schalke nicht mehr reden wollte: "So lange er so spielt, spielt das keine Rolle."

Erst Stottern, dann souverän

Keine 48 Stunden nach dem schweren Spiel in Kasan und den anschließenden Reisestrapazen bekamen die Wolfsburger das Spiel in Gladbach nach anfänglichen Schwierigkeiten schnell in den Griff.

Misimovic zog im Mittelfeld die Fäden, im Sturm war Edin Dzeko nicht nur wegen seiner beiden Tore (49./Handelfmeter und 80.) ein ständiger Unruheherd.

Die Kanone im Blick

Mit 14 Treffern blickt der Bosnier nun auch auf die Torjägerkanone. "Da schaut jeder Stürmer drauf", so Dzeko, der aber anfügte: "Die Mannschaftsleistung steht über allem."

Diese stimmte in Gladbach, spätestens nach dem dritten Tor durch Christian Gentner (58.) konnte der VfL Kräfte für das Rückspiel gegen Kasan schonen. "Das wird ein besonderes Spiel. Der VfL hat in seiner Vereinsgeschichte noch nie im Viertelfinale eines solchen Wettbewerbs gestanden", meinte Köstner.

"Bittere Niederlage"

Ein besonderes Spiel wartet auch auf die Gladbacher, die nun seit vier Begegnungen sieglos sind und nach der Schlappe in Dortmund (0:3) einen weiteren Rückschlag verkraften mussten.

"Das war eine bittere Niederlage. Jetzt müssen wir wieder aufstehen", erklärte Trainer Michael Frontzeck vor dem Derby beim 1. FC Köln.

Immerhin beträgt der Vorsprung des fünfmaligen Deutschen Meisters auf den Relegationsplatz noch sieben Zähler. `Wir müssen bis zum letzten Spieltag aber weiter punkten", sagte Sportdirektor Max Eberl.

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