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Arjen Robben erzielte gegen den SC Freiburg seine Saisontore neun und zehn © getty

Bayern-Matchwinner Robben spricht über sein Doppelpack gegen Freiburg, die Situation in der Liga und die Titelchancen des FCB.

Vom FC Bayern berichtet Martin Volkmar

München - Nach dem Spiel machte es Arjen Robben wie zuvor auf dem Platz:

Lange Zeit war er nicht zu sehen, dann stand er plötzlich im Mittelpunkt.

Der niederländische Nationalspieler war im Spiel gegen den SC Freiburg 75 Minuten fast gar nichz zu sehen gewesen, ehe er zum umjubelten Matchwinner des FC Bayern avancierte.

Mit seinen Saisontreffern neun und zehn per Freistoß (76.) und Elfmeter (83.) drehte der 26-Jährige die Partie gegen den Abstiegskandidaten und sorgte dafür, dass die Münchner nach dem 2:1 auch nach dem 27. Spieltag Tabellenführer bleiben.

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"Glücklich, dass er bei uns ist"

"Wir sind glücklich, dass er bei uns ist", lobten Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge und Sportdirektor Christian Nerlinger den 25-Millionen-Euro-Zugang von Real Madrid.

Der Mann des Abends ließ die Journalisten lange warten, ehe er als letzter Bayern-Profi rund eine Stunde nach Abpfiff aus der Kabine kam.

Dann sprach Robben im Interview über sein Doppelpack, die Situation in der Liga und die Titelchancen des Rekordmeisters.

Frage: Warum hat sich der FC Bayern so lange gegen einen Abstiegskandidaten schwer getan?

Arjen Robben: Man muss Freiburg ein großes Kompliment machen, sie haben das in der ersten Hälfte gut gemacht. Wir haben dagegen taktisch nicht gut gespielt und den freien Raum nicht gefunden. Wir hatten ein bisschen Glück, dann den Ausgleich zu schießen. Wenn Freiburg ein zweites Tor macht, dann wird es schwierig.

Frage: Mark van Bommel hat erzählt, er hätte Ihnen einen Tipp gegeben, wohin Sie beim Freistoß schießen sollen.

Robben: Ich hatte schon vorher im Kopf, was ich machen wollte. Aber er hat genau das Gleiche gesagt: Dass ich ins Torwarteck zielen soll. Es ist immer schwierig, wenn man so nah am Tor ist, der Ball war ja genau am Sechzehner. Deshalb war das die bessere Lösung.

Frage: Sind sie beim Elfmeter direkt hingegangen und haben gesagt: 'Das ist meiner'?

Robben: Ja. Ich übernehme gerne Verantwortung in dieser Mannschaft und will eine wichtige Rolle spielen.

Frage: Ein vermeintlich unwichtiges Spiel wie gegen Freiburg kann ja auch eine wichtige Rolle am Ende der Saison spielen.

Robben: Das sind alles Spiele, die die Meisterschaft entscheiden können. Wenn man einem Tor hinterherläuft, und nur noch 15 Minuten zu spielen hat, wird es schwierig. Aber wenn man dann noch gewinnt, ist das gut für die Moral und gibt einem ein gutes Gefühl.

Frage: Haben Sie jetzt auch das Gefühl, der Meisterschaft näher zu sein?

Robben: Die nächsten zwei Wochen sind sehr wichtig. Wir müssen beide Spiele in Schalke und Leverkusen gewinnen, dann sieht es gut für uns aus. Aber auch Leverkusen und Hamburg haben ein schwieriges Programm und müssen auch noch gegeneinander spielen. Das kann ein Vorteil sein für uns.

Frage: Sie haben die letzten Partien immer am Ende entschieden. Glauben Sie, dass das immer funktioniert?

Robben: Wir sind die letzten 15, 20 Minuten des Spiel immer konzentriert, wir spielen immer bis zum Ende. Davon können wir profitieren. Wir müssen Geduld haben und immer ruhig bleiben. Das haben wir gegen Florenz auch schon gemacht und es hat auch gegen Freiburg geklappt.

Frage: Sind in dieser Saison sogar alle drei Titel drin?

Robben: Wir wollen natürlich auf alle drei Titel gehen. Aber im Pokal haben wir erstmal ein schweres Halbfinale auf Schalke. Die Champions League hat diese Saison nicht Priorität, da müssen wir ehrlich sein. Chelsea, Barca oder Manchester United sind da einen Schritt weiter. Ich würde dieses Jahr gerne Deutscher Meister werden. Wenn es dazu kommt, bin ich zufrieden.

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