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Kuranyi (r.) erzielt gegen Stuttgart Saisontor Nummer 14 - Neuer hält seinen Kasten sauber © getty

Kevin Kuranyi und Manuel Neuer sind derzeit die Erfolgsgaranten auf Schalke. Auch Magaths Arbeit wird überschwänglich gelobt.

Von Björn Seitner

München - Kein Geringerer als Franz Beckenbauer hat Trainer Felix Magath den Ritterschlag erteilt.

"Bei allem Respekt für Schalke 04, aber wenn du mit dieser Mannschaft so weit oben stehst, dann leistet der Trainer dort wirklich exzellente Arbeit", sagte der "Kaiser" der "Welt am Sonntag".

"Das würde ich im Moment keinem anderen deutschen Trainer zutrauen. Magath ist derzeit der deutsche Fußball-Trainer schlechthin."

Nach dem Meister-Coup in der Vorsaison mit dem VfL Wolfsburg führt Magath die Königsblauen aus der Krise - vielleicht sogar zu mehr. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Schalke ist momentan der größte Konkurrent des FC Bayern im Kampf um die Meisterschaft. "Was Felix leistet, ist phänomenal", so Beckenbauer.

Über die Punktzahl "staune ich selbst"

Wissen will vom Titel in Gelsenkirchen allerdings noch niemand etwas, schon gar nicht Magath selbst.

"Ich bin realistisch, was die Zielsetzung angeht. Es ist auch egal, ob wir jetzt Erster, Zweiter oder Dritter sind", sagte der 56-Jährige nach dem 2:1-Sieg gegen den VfB Stuttgart.

"Entscheidend ist die Punktzahl, darüber staune ich selbst. Und ich kann kaum glauben, dass wir gegen so eine gute Mannschaft gewonnen haben."

Maßgeblich verantwortlich für den Höhenflug sind zwei Spieler: Torjäger Kevin Kuranyi und Keeper Manuel Neuer.

"Er hat uns wieder das Spiel gewonnen"

Gegen Stuttgart bewies der U-21-Europameister erneut seine derzeit überragende Form.

"Er hat uns wieder das Spiel gewonnen", sagte Magath über seinen erneut überragenden Schlussmann.

Er weiß aber auch, das Neuer dies "nicht immer leisten könne" und fordert daher eine stetige Leistungssteigerung seiner Mannschaft.

Doch erstmal war der Coach zufrieden: "Wenn man hinten stabil ist und vorne einen hat, der immer für einen Treffer gut ist, reicht das manchmal für drei Punkte."

Glückszahl acht

Der Mann an vorderster Front entschied mit seinem 14. Saisontreffer bereits zum siebten Mal in dieser Spielzeit eine Partie zugunsten der Königsblauen.

Mit seiner achten Saison in Folge mit zweistelliger Trefferausbeute liegt der Stürmer in den Bundesliga-Annalen nur noch hinter den beiden Stürmerlegenden Gerd Müller (13) und Manfred Burgsmüller (9).

Acht Spieltage vor Schluss fehlt ihm damit nur noch ein Treffer zu seiner Bestmarke aus den Spielzeiten 2006/07 und 2007/08.

"Viele Vereine interessiert"

Kein Wunder, dass Kuranyi unter anderem von Juventus Turin umworben wird.

"Natürlich sind viele Vereine interessiert", sagte der Torjäger, dessen Vertrag zum Saisonende ausläuft.

Ob er auf Schalke bleiben kann, entscheidet er selbst mit: "Wenn alles passt und am Ende alle zufrieden sind, dann ist alles möglich."

"Ab und zu" das Tor treffen

"Es ist schön, dass die Fans hinter uns stehen. Wenn ich ab und zu das Tor treffe, bin ich zufrieden", sagte der 28-Jährige.

"Aber wir haben noch sehr viel Arbeit vor uns und wir wollen mit der ganzen Saison zufrieden sein", so Kuranyi weiter.

Genau so defensiv beurteilte Neuer den Schalker Lauf: "Ich kann mich noch gut an 2007 erinnern. Da hörte man nach jedem Sieg die 'Spitzenreiter'-Rufe. Am Freitag kamen sie aber nur zögerlich."

Auch neben dem Platz sind Kuranyi und Neuer derzeit Magaths Musterknaben.

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