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Philipp Lahm kam 2005 aus Stuttgart zurück zum FC Bayern München © imago

Philipp Lahm ist der Dauerbrenner bei Bayern. Im Interview spricht er über die Situation in der Liga und die Wochen der Wahrheit.

Vom FC Bayern berichtet Martin Volkmar

München - Er ist der Dauerbrenner beim FC Bayern.

Alle 38 Saisonspiele hat Philipp Lahm bislang bestritten und damit maßgeblich Anteil am Höhenflug des Rekordmeisters.

Seit Ende September haben die Münchner nur das Achtelfinal-Rückspiel der Champions League in Florenz verloren, stehen aber dennoch im Viertelfinale.

Zudem ist der FCB nach 19 Bundesligaspielen in Folge ohne Niederlage nach dem 26. Spieltag Tabellenführer und steht im DFB-Poakl-Halbfinale.

(DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Nun geht es in allen drei Wettbewerben in die entscheidende Saisonphase, in der die Bayern sieben Spiele in 21 Tagen bestreiten müssen.

Umso mehr genießt Lahm die vorerst letzte spielfreie Woche, wie im er Gespräch mt Sport1.de verriet.

Sport1.de: Wie wichtig war es für die Mannschaft, dass sie den Rückstand gegen Freiburg noch gedreht hat?

Philipp Lahm: Sehr, sehr wichtig. Wir wollten oben bleiben und es war nicht einfach nach dem 0:1, aber in der zweiten Halbzeit haben wir das viel besser gelöst.

Sport1.de:Welche Rolle hat das Champions-League-Spiel in Florenz gespielt?

Lahm: Wir brauchen keine Ausreden zu suchen. Aber es ist immer schwer, nach einem Spiel in der Champions League wieder in den Rhythmus hinein zu kommen. Das haben wir gegen Freiburg nicht geschafft. Der Rückstand hat uns natürlich überhaupt nicht in die Karten gespielt, weil sich der Gegner dann noch mehr zurückgezogen hat. Und gegen extrem defensive Gegner haben wir immer wieder Schwierigkeiten.

Sport1.de: Arjen Robben hat die Spiele in Florenz und gegen Freiburg für den FC Bayern entschieden. Wie wichtig ist er fürs Team?

Lahm: Wichtig ist in erster Linie immer die Mannschaft. Aber als Topteam braucht man natürlich immer sehr, sehr gute Einzelakteure, die ein Spiel entscheiden können. Das hat die letzte Woche gezeigt. Und über Arjens Qualität müssen wir uns nicht unterhalten, er ist auf seiner Position der beste Spieler der Bundesliga.

Sport1.de: Christian Nerlinger hat erklärt, dass nun die Wochen der Wahrheit kommen. Sehen Sie das genauso?

Lahm: Jedes Spiel ist entscheidend. Das hat man ja gerade gegen Freiburg gesehen. Auch da muss man erstmal drei Punkte holen. Zumal wir ja zuvor gegen Nürnberg und Köln nur Unentschieden gespielt haben. Und Schalke und Leverkusen haben sich am Wochenende auch keine Blöße gegeben. Deswegen müssen wir jedes Spiel ernst nehmen.

Sport1.de: Sie haben bislang alle Partien bestritten. Freuen Sie sich darauf, seit langem mal wieder eine Woche kein Spiel zu haben?

Lahm: Ich freue mich sehr drauf. Durch die zusätzliche Belastung bei der Nationalmannschaft sind es sehr, sehr viele Spiele und da freut man sich über jede normale Woche und einen Tag frei. Zumal danach die englischen Wochen mit den Spitzenspielen im Pokal, der Champions League und in der Bundesliga kommen.

Sport1.de: Gehen Sie nach nunmehr 19 Ligaspielen ohne Niederlage gestärkt in diese entscheidende Phase der Saison?

Lahm: Die letzten Wochen waren sehr sehr erfolgreich, damit haben wir ja schon vor der Winterpause angefangen. Trotzdem sind wir noch lange nicht am Limit und müssen unser Spiel weiter verbessern. Das hat man gegen Freiburg ja deutlich gesehen. Aber gerade solche Begegnungen muss man gewinnen, um Meister zu werden.

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