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Hoffenheim ist mit sieben Punkten die drittschlechteste Rückrundenmannschaft © getty

Vor dem Spiel in Nürnberg ruft Hoffenheim ruft den Abstiegskampf aus. Trainer Ralf Rangnick soll nicht zur Diskussion stehen.

Sinsheim - Erst die Abrechnung der Bosse mit den Profis, anschließend der Krisengipfel zwischen Mäzen und Coach, dann das Treuegelöbnis des Trainers - doch zum Ende der Talfahrt hat der Aktionismus der vergangenen Woche bei 1899 Hoffenheim nicht geführt.

Ganz im Gegenteil: Nach dem 0:1 (0:0) gegen Werder Bremen fürchten die einstigen Himmelsstürmer sogar die Höllenfahrt und haben den Kampf gegen den Abstieg ausgerufen.

"Es ist eindeutig, wo die Reise hingeht - nach unten", sagte Torhüter Timo Hildebrand und verwies auf die miserable Bilanz der mit sieben Punkten drittschlechtesten Rückrunden-Mannschaft:

"Wir haben erst zwei Spiele gewonnen. Das spricht doch eine deutliche Sprache. Es reicht derzeit nicht." (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Kellerduell gegen Nürnberg steht an

Zwar liegt der Tabellenelfte noch neun Punkte vor dem Relegationsplatz, für den Herbstmeister der Vorsaison ist die kommende Partie beim 1. FC Nürnberg dennoch so etwas wie ein Kellerduell.

"Wir spielen gegen eine Mannschaft, die genau weiß, dass sie punkten muss. Ich hoffe, dass wir das auch endlich erkennen", sagte Hildebrand.

Rangnick fordert Kehrtwende

Auch Trainer Ralf Rangnick sieht sein Team nach der Pleite vor 30.150 Zuschauern in der ausverkauften Rhein-Neckar-Arena durch den Treffer von Claudio Pizarro (80.) endgültig in der Pflicht.

"In Nürnberg gilt es, Punkte zu holen, damit wir den Blick nicht noch nach unten richten müssen", erklärte der Coach: "Ich bin mir sicher, dass wir mit dem Abstieg nichts zu tun haben - aber ich kann nicht so tun, als ob es die Tabelle nicht geben würde."

Keine Trainerdiskussion

Gleichzeitig können die Hoffenheimer auch nicht so tun, als ob kein Fragezeichen hinter der Zukunft von Rangnick stünde.

Schließlich wurden die Gespräche über eine Verlängerung des bis 2011 laufenden Vertrags nach dem Krisengipfel mit Mäzen Dietmar Hopp in die Sommerpause vertagt.

Manager Jan Schindelmeiser stellte jedoch klar, dass es keine Trainerdiskussion geben werde, und stärkte Rangnick erneut den Rücken.

"Ich habe den Trainer nicht niedergeschlagen gesehen. Er war konzentriert und gefasst. Seine Ansprache nach dem Spiel an die Mannschaft war klasse", sagte der Funktionär, der die Partie gegen Bremen zum Charaktertest für die Profis ausgerufen hatte.

Team zeigt sich verbessert - aber keine Punkte

"Der Test wurde bestanden. Der Auftritt der Jungs war ohne Tadel", kommentierte Schindelmeiser die im Vergleich zum 0:1 gegen den FSV Mainz 05 in der Tat deutlich bessere Vorstellung des Teams:

"Es hat mir gefallen, wie die Mannschaft versucht hat, an bessere Zeiten anzuknüpfen. Am Ende hat sie sich nur die Punkte klauen lassen."

Blick richtet sich bereits auf die neue Saison

Damit die besseren Zeiten wieder nach Hoffenheim zurückkehren, richten die Verantwortlichen ihren Blick bereits auf die kommende Spielzeit.

"Ohne die laufende Saison abzuschenken, müssen wir die Voraussetzungen schaffen, um in der nächsten Spielzeit wieder erfolgreich zu sein", erklärte Schindelmeiser:

"Wir müssen die Spieler, die wir haben, mental und körperlich wieder in eine gute Verfassung bringen. Dann haben wir eine gute Bundesliga-Mannschaft, die jeden Gegner in Verlegenheit bringen kann."

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