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Mittelfeldspieler Julian Schuster (l.) lief bislang 48 Mal für den SC Freiburg auf © imago

Die unglückliche Pleite bei den Bayern gibt dem Tabellenvorletzen neue Hoffnung im Abstiegskampf. Doch die Zeit wird knapp.

Von Nikolai Kube und Martin Volkmar

München - Land unter in Freiburg.

Elf Spiele hatte der Sportclub nicht gewonnen, dann zeigte der Tabellenvorletzte am letzten Samstag beim FC Bayern eine beachtliche Leistung, stand am Ende aber dennoch mit leeren Händen da.

Arjen Robben riss die Freiburger mit seinem späten Doppelpack aus allen Träumen.

Das Dutzend der erfolglosen Partien ist voll, der Abstand zu den rettenden Plätzen weiter angewachsen. (DATENCENTER: Die Tabelle)

Vier Punkte bis zum rettenden Ufer

Freiburg trennen durch die neuerliche Niederlage vier Punkte vom rettenden Ufer, Relegationsplatz 16 ist drei Zähler entfernt .

"Es ist sehr ärgerlich, dass die anderen Teams gepunktet haben", sagte SC-Mittelfeldspieler Julian Schuster im Gespräch mit Sport1.de.

Doch Aufgeben ist für die Breisgauer ein Fremdwort. "Wer gegen die Bayern das Spiel 75 Minuten offenhält, ist auf jeden Fall bundesligatauglich", stellte Schuster fest.

Pouplin: "Leistung macht Hoffnung"

Und auch Stammkeeper Simon Pouplin hat noch lange nicht aufgegeben: "Wir hätten mindestens einen Punkt verdient gehabt. Diese Leistung macht Hoffnung", erklärte der Franzose Sport1.de.

Tatsächlich agierte das Team von Trainer Robin Dutt in München nicht wie ein angeschlagener Boxer, hielt den Rekordmeister über weite Strecken gekonnt in Schach.

"Offenbar wissen wir doch noch, wie das Spiel funktioniert", stellte Trainer Robin Dutt fest.

Schuster: SC bleibt sicher drin

Geht der Sportclub in den nächsten Partien gegen Mainz, Hoffenheim und Bochum mit einer ähnlichen Einstellung zu Werke, könnten die Freiburger das Unmögliche doch noch möglich machen.

"Das Spiel gegen Mainz ist jetzt ganz wichtig. Da müssen wir drei Punkte holen", forderte Kapitän Heiko Butscher.

Dass der SC diese Saison erst ein (!) Heimspiel für sich entscheiden konnte (3:0 gegen Gladbach), trübt den Optimismus im Breisgau nur geringfügig.

"Wir bleiben zu 100 Prozent in der Liga", lautete Schusters Kampfansage bei Sport1.de.

"Unser Star ist die Mannschaft"

Entscheidender Trumpf im Abstiegskampf könnte der unerschütterliche Teamgeist werden.

Die spielerische Klasse aus vergangenen Jahren, als die "Breisgau-Brasilianer" in der Bundesliga glänzten, ist dagegen kaum mehr zu bestaunen.

Stattdessen stehen bei Volker Finkes Nachfolger Dutt Kampfkraft, Zusammenhalt und Disziplin auf der Agenda.

Auch Keeper Pouplin sagte: "Unser Star ist die Mannschaft".

Zeit droht davonzulaufen

Und auf diese Mannschaft warten bis Saisonende nur noch "Endspiele". Mit jeder weiteren Pleite sinken die Chancen auf den Klassenerhalt. Pouplin forderte daher:

"Bis zum 8. Mai müssen wir jedes Spiel wie einen Zweikampf annehmen und versuchen, es für uns zu entscheiden."

Doch die Zeit droht dem Aufsteiger davonzulaufen. Nur acht Spieltage bleiben, um der drohenden Zweitklassigkeit zu entrinnen.

"Wir müssen weiter dazulernen, aber wir müssen es schnell tun", sagte Butscher. Denn Freiburg gehen langsam die Spiele aus.

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