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Mark van Bommel ist als Kapitän Nachfolger von Oliver Kahn © imago

Van Bommel hat seinen Vertrag in München verlängert. Jetzt soll sich auch Ribery bekennen. Für ihn geht Nerlinger an die Grenzen.

Vom FC Bayern berichtet Daniel Rathjen

München - Er ist der "Aggressiv-Leader" im Mittelfeld des FC Bayern.

Und Mark van Bommel bleibt es auch.

Der Niederländer hat seinen auslaufenden Vertrag beim FC Bayern um ein Jahr bis 2011 verlängert.

"Es war mein Wunsch, um ein Jahr zu verlängern", sagte der 32-Jährige, der seit 2006 in München spielt. Obwohl der Verein ihm sogar eine Verlängerung um zwei Jahre anbot, wollte er nur ein weiteres Jahr.

"Ich möchte Erfolg mit dieser Mannschaft und Titel gewinnen. Das ist unser Ziel in diesem und im nächsten Jahr. Wenn wir das erreichen, werden wir weiter sprechen", fügt er an.

Bisher zwei Titel geholt

Bislang gewann van Bommel, der seit der vergangenen Saison als Nachfolger von Oliver Kahn Spielführer ist, je einmal Meisterschaft und DFB-Pokal (2008).

"Wir sind sehr glücklich, dass wir uns mit Mark van Bommel rechtzeitig vor den nun entscheidenden Wochen verständigen und seinen Vertrag verlängern konnten", betonte FCB-Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge.

Was wird aus Ribery?

Auf dem Platz ist er zudem der verlängerte Arm von Trainer Louis van Gaal, der ebenfalls große Stücke auf seinen Landsmann hält.

Für Anatoliy Tymoshchuk ist die Vertragverlängerung ein Zeichen, dass er auch in Zukunft keine große Rolle im defensiven Mittelfeld spielen wird.

Der Bankdrücker hat daher um die Freigabe gebeten, spätestens im Sommer werden dem Ukrainer sicher keine Steine in den Weg gelegt 209112(die Wechselbörse).

Im Vergleich zum Wirbel um die Planungen um Superstar Franck Ribery ist die "Akte Tymo" jedoch nur ein Randthema.

Die Frage, ob "König Franck" nun bleibt oder ein Angebot eines anderen europäischen Top-Klubs annimmt, ist noch immer nicht beantwortet.

Interesse haben laut Aussage Ribery Real Madrid, der FC Barcelona, der FC Chelsea und Manchester United.

Der Vertrag des Franzosen beim FC Bayern läuft noch bis 2011. Für einen Transfer im Sommer steht eine Ablöse von 50 bis 60 Millionen Euro im Raum.

Momentan will der Franzose nicht verhandeln, sondern erst wieder sportlich zur alten Form finden. Eine Entscheidung fällt demnach wohl erst gegen Ende der Saison.

"Kaiser": Es geht nicht ums Geld

Franz Beckenbauer drängt den Vorstand vehement, alles für einen Verbleib des 26-Jährigen zu tun.

"Ich würde es sehr begrüßen, wenn er bliebe. Er ist ein absoluter Leistungsträger und für die Liga ein Highlight. Einen wie Franck findest du so schnell nicht wieder", sagte Bayerns Ehrenpräsident der "tz".

Der "Kaiser" glaubt auch, dass ein Wechsel nichts mit finanziellen Anreizen zu tun hätte.

"Für Franck selbst geht es - denke ich - nicht ums Geld. Er will halt zu Real oder zu einem der ganz großen Klubs."

Angeblich zehn Millionen brutto

Eines ist klar: Um Ribery zu halten, wird der FCB bis an seine Grenzen gehen, wie es Sportdirektor Christian Nerlinger in der "Sport Bild" ankündigt.

Bislang verdient der Dribbel-Filou laut Informationen der Zeitschrift rund vier Millionen Euro netto.

Künftig soll er auf zehn Millionen Euro brutto kommen - so viel verdient auch Luca Toni.

Damit wäre Ribery der Topverdiener der Bayern und in der Liga. Wenn keine Einigung erzielt wird, soll er dagegen im Sommer verkauft werden.

Alaba bekommt Dreijahresvertrag

Ein anderer Spieler bekommt derweil einen Dreijahres-Vertrag, der in Kraft tritt, wenn er am 24. Juni 18 Jahre alt wird: David Alaba 211273(Das ist Alaba!).

Ob weitere "große Namen" kommen, ist noch unklar. Nerlinger setzt zwar auf "Klasse statt Masse".

Doch Beckenbauer weiß: "Das ist schwierig und kostspielig. Diese Ausnahmespieler sind ja nicht auf der Straße und betteln um Unterstützung, sondern sind in besten Händen. Es kommt halt darauf an: Für welche Position brauche ich jemanden?", sagt er dazu.

Bedarf in der Abwehr

Für die Münchner Offensive sehe er "keinen Bedarf, zumindest wenn Ribery bleibt".

Auch für das defensive Mittelfeld nicht, so der Kaiser: "Also wo brauchst du was? In der Abwehr vielleicht. Da könnte die eine oder andere Ergänzung gut tun."

Im Tor planen die Bayern zunächst mit "Oldie" Jörg Butt. Danach könnte Schalkes Manuel Neuer wieder ein Thema werden.

Schalkes Torwart-Trainer Bernd Dreher befeuert die Spekulation um einen Transfer. Der Ex-Münchner Dreher auf einem Fan-Treffen:

"Wenn Uli Hoeneß ihn will, dann werden wir nicht viel daran machen können."

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