Die Spezies Spielerfrau ist gefährdet, auch das südeuropäische Prachtexemplar ist verschollen. Die Folgen sind schwerwiegend.

Der World Wildlife Fund ist noch nicht auf das Thema aufmerksam geworden.

In seinem Lexikon gefährdeter Tierarten finden sich unter "S" die Schweinswale, die Spitzmaulnashörner und das Stinkholz (Afrikanisches).

Es fehlt eine gefährdete Spezies, auf deren drohendes Verschwinden aus unserem Lebensraum Artenschutz-Experte Christoph Biermann in seiner "taz"-Kolumne soeben erst öffentlich hingewiesen hat: die Spielerfrauen.

Womit nicht gemeint ist, dass Spieler keine Frauen mehr haben. Aber: Sie haben keine Spielerfrauen mehr.

Gaby Schuster, Angela Häßler, Martina Effenberg, Bianca Illgner: Die Alpha-Weibchen von einst sind inzwischen Ex-Spielerfrauen oder in den meisten Fällen Ex-Spieler-Ex-Frauen.

Und nachgerückt ist wenig.

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"Heutzutage sind sie einfach die Frauen und Freundinnen von Spielern, führen ihr eigenes Leben oder fallen einfach nicht sonderlich auf", so der Befund.

Zum Glück gibt es Leute mit dem nötigen Problembewusstsein. Ein an Artenvielfalt interessierter Spielerberater hat im vergangenen Jahr versucht, das Aussterben der deutschen Spielerfrau durch die Ansiedlung eines Prachtexemplars aus Südeuropa zu stoppen.

Das Projekt Nives Celsius scheint aber nach aussichtsreichem Start am Rande des Scheiterns zu sein.

Die Ehefrau von KSC-Verteidiger Dino Drpic mit der Vorliebe für Paarung im Stadion scheint sich in der deutschen Fußballwildnis jedenfalls nicht mehr zurechtzufinden. Seit längerem gibt es kein Lebenszeichen mehr von ihr.

Die sommerliche Zwangsumsiedlung von Drpic in die Zweite Liga scheint ihr nicht gut bekommen zu sein. Städte wie Ahlen, Cottbus und Oberhausen sind offenbar nicht der probate Lebensraum für sie.

Die Folgewirkungen für das Ökosystem sind gefährlich.

Lebewesen, die mit ihr in symbiotischer Beziehung leben, leiden unter ihrem Verschwinden. So wie Webjournalisten, denen die Anlässe fehlen, mit 62802Links auf Celsius-Bildergalerien Klicks zu erbeuten.

Anderen Organismen fehlt seit Monaten die geistige Nahrung, die Celsius in ihren "Bild"-Kolumnen produziert hat.

In Form von Erkenntnissen wie: "Fußballer achten darauf, wer am besten, schönsten, populärsten ist, wer die besten Noten bekommt, wer am meisten Fans und natürlich den größten Penis hat."

Oder: "Serdar Tasci wäre der ideale Samenspender! Denn Kinder dieses Mannes müssen wunderschön sein."

Der WWF sollte sich dem Problem endlich annehmen. Oder ist afrikanisches Stinkholz etwa wichtiger als Nives Celsius?

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