Nur einen Tag, nachdem Bayern München der Champions-League-Gegner Manchester zugelost wird, sind die Geister von 1999 zurück.

Es mag purer Zufall gewesen sein.

Doch eine gewisse Ironie des Schicksals lässt sich nicht leugnen.

Nur einen Tag, nachdem der FC Bayern Manchester United als Viertelfinalgegner in der Champions League zugelost bekommen hat, trifft ein später Doppelschlag den deutschen Rekordmeister unverhofft, aber heftig.

Der "Sekundentod" in der Neuauflage. Wobei die Wunde der Niederlage in Frankfurt zweifellos deutlich schneller verheilen wird als die allenfalls vernarbte der 1:2-Niederlage im Finale der europäischen Königsklasse 1999.

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Allerdings waren es wie in Barcelona nun auch in Frankfurt zwei eingewechselte Angreifer, die den Münchnern in der Schlussphase den sicher geglaubten Sieg entrissen. Die Teddy Sheringhams und Ole-Gunnar Solskjaer der Eintracht heißen Juvhel Tsoumou und Martin Fenin.

Zwischen den beiden Frankfurter Treffern lagen nur 104 Sekunden. Sie deckten zudem auf, dass den Münchnern in den kommenden Tagen gravierende Abwehrprobleme blühen könnten.

Denn Linksverteidiger David Alaba ist eben erst 17 Jahre alt und hat daher nicht nur gute Tage wie bei seinem Debüt in Florenz, sondern auch mal Hänger wie den sehr ergebnisrelevanten in Frankfurt.

Auch der Alternative Diego Contento (19) müssen jugendliche Leistungsschwankungen zugestanden werden - die Kehrseite der ansonsten durchaus begrüßenswerten Nachwuchsförderung Louis van Gaals.

Es wäre daher wichtig für die Bayern, dass zumindest Abwehrchef Daniel van Buyten trotz seiner Jochbeinprellung und Martin Demichelis nach seiner Gesichtsverletzung in den kommenden Spielen einsatzfähig sind.

Denn die nächsten Gegner bis zum 10. April heißen Schalke (A, DFB-Pokal), Stuttgart (H), Manchester United (H, CL), Schalke (A), Manchester United (A, CL) und Bayer Leverkusen (A).

Es ist davon auszugehen, dass diese Teams - ohne der überzeugenden Eintracht zu nahe treten zu wollen - Münchner Abwehrschwächen mindestens ebenso konsequent nutzen werden wie die Hessen.

Dass weder Leverkusen noch Schalke an diesem 27. Spieltag den Sprung an die Tabellenspitze schafften, muss dem nicht zwangläufig widersprechen.

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