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Mladen Petric (l.) gratuliert Jonathan Pitroipa zu dessen späten Treffer © getty

Erst wendet Schalke durch Kuranyi und Rakitic binnen sechs Minuten das Blatt, dann aber schlägt Pitroipa nochmals für den HSV zurück.

Hamburg - Schalke 04 hat den Patzer von Bayern München nicht genutzt und den Sprung an die Tabellenspitze der Bundesliga verpasst.

In einem turbulenten Topduell beim Hamburger SV drehte das Team von Trainer Felix Magath durch Kevin Kuranyi (62.) und einen umstrittenen Foulelfmeter von Ivan Rakitic (68.) nach 0:1-Rückstand zwar zunächst das Spiel, musste sich nach einem späten Tor von Jonathan Pitroipa (77.) aber mit einem 2:2 (1:0) zufrieden geben.

Die Schalker, die seit 52 Jahren auf ihren achten Meistertitel warten, liegen mit 55 Punkten einen Zähler hinter den Bayern. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Der HSV, der durch Ruud van Nistelrooy (40.) mit 1:0 in Führung gegangen war, ließ seinerseits zwei Punkte im Kampf um den Europapokal-Einzug liegen.

"Wir haben Riesenmoral bewiesen und hätten mit etwas Glück sogar noch gewinnen können", sagte HSV-Trainer Bruno Labbadia, der seine Mannschaft klar im Vorteil sah: "Wir hatten das Ding im Griff und haben kaum Chancen zugelassen."

Viel Respekt in der ersten Hälfte

Die erste Hälfte war von gegenseitigem Respekt geprägt. Beide Mannschaften wollten auf jeden Fall verhindern, dem Gegner ins offene Messer zu laufen und Konterchancen zuzulassen.

Torgelegenheiten gab es zunächst nur nach Fehlern und Freistößen.

Für die Hamburger kam in der 9. Minute Piotr Trochowski erstmals zum Schuss. 215159(DIASHOW: Bilder des Spieltags)

Rost pariert zweimal gegen Kuranyi

Der Nationalspieler, der nach den verletzungsbedingten Ausfällen von Jerome Boateng, Dennis Aogo und Eljero Elia eine Chance in der Anfangsformation erhielt, geriet bei seinem Schuss aber in Rücklage - kein Problem für Manuel Neuer.

Die erste große HSV-Chance hatte in der 14. Minute van Nistelrooy, der nach einem Freistoß akrobatisch den Ball knapp am Tor vorbeischoss.

Auf der Gegenseite scheiterte Kevin Kuranyi nach Hamburger Ballverlusten im Aufbau zweimal am großartig klärende Frank Rost.

Neuer patzt - van Nistelrooy staubt ab

Anschließend wirkten die Gastgeber völlig verunsichert. Sie verloren gegen die aggressiv pressenden Schalker zahlreiche Bälle im Spielaufbau und die Hintermannschaft wirkte ein ums andere Mal unsortiert.

Die HSV-Führung kurz vor der Pause fiel deshalb überraschend. Einen Freistoß von Trochowski aus 18 Metern konnte Neuer nur nach vorne fausten und van Nistelrooy staubte mit seinem einmaligen Torjägerinstinkt gedankenschnell ab.

Nach dem Wechsel erhöhten die Gäste das Tempo, um den Ausgleich zu erzwingen. Reihenweise flogen die Flanken in den Hamburger Strafraum.

Kuranyi trifft per Kopf

Teilweise wurde es auf dem Platz zudem giftig, wobei Schiedsrichter Wolfgang Stark Probleme hatte, bei den zahlreichen harten Zweikämpfen das richtige Strafmaß zu finden.

Der Schalker Ausgleich fiel dann aus HSV-Sicht unglücklich, aber verdient. Kuranyi köpfte am langen rechten Pfosten eine Flanke ein, die Rozehnal unabsichtlich verlängert hatte, wodurch Rost nicht mehr an den Ball kam.

Nach der Schalker Führung mobilisierten die Gastgeber, die erst am Donnerstag in der Europa League im Einsatz waren, die letzten Kräfte, waren bei ihren Ausgleichsbemühungen aber für Konter anfällig.

So musste Tomas Rincon in der 74. Minute im Liegen mit dem Kopf gegen Edu das 1:3 verhindern.

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