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Franck Ribery wechselte 2007 von Olympique Marseille zu Bayern München © getty

Der Franzose verrät, dass Spanien sein Ziel sei, sollte er die Bayern verlassen. Grund dafür ist seine Frau Wahiba.

Von Christian Stüwe

München - Geht er oder geht er nicht? Die Frage um die Zukunft von Franck Ribery beschäftigt den FC Bayern München schon die ganze Saison hindurch.

Immer wieder bittet der Franzose bei seiner Entscheidung um Aufschub.

Nun gibt der von zahlreichen Top-Klubs umworbene Ribery Einblick in sein Seelenleben.

Und offenbar denkt er intensiv über einen Wechsel nach Spanien nach, während er Interessenten aus der Premier League eine klare Absage erteilt

Seine Frau Wahiba brauche die Sonne, daher komme ein Wechsel nach England nicht in Frage. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

"Wenn ich mich gegen Bayern entscheiden sollte, dann werde ich mit Sicherheit nach Spanien gehen", stellt der Mittelfeldspieler in der "Sport Bild" klar.

Real oder Barca

Damit ist Michael Ballacks Klub FC Chelsea, der ebenfalls großes Interesse gehabt haben soll, aus den Rennen. Real oder der FC Barcelona dürften damit die verbliebenen Kandidaten für einen Wechsel heißen.

Oder es kommt eben doch zur Vertragsverlängerung beim FC Bayern. Fest stehe noch nichts.

"Es gibt noch keine Entscheidung. Ich selbst grüble derzeit am meisten", sagt Ribery. Aber er müsse "lügen, wenn ich sage, es gäbe noch keine Tendenz.".

Unterstützung von Bayern-Bossen nicht vergessen

Offenbar ist Ribery hin- und hergerissen zwischen den Interessen seiner Familie, den Verlockungen eines Fußballerlebens in Spanien und dem von ihm geschätzten Umfeld bei den Bayern.

Seine sportlich schwierige Phase belaste ihn, erzählt Ribery, die Probleme mit dem Sprunggelenk und die Eingewöhnungsphase mit dem neuen Trainer Louis van Gaal hätten ihm ein schweres Jahr beschert.

"Doch gerade in dieser Phase haben mir Karl-Heinz Rummenigge, Uli Hoeneß und Christian Nerlinger immer wieder den Mut zurückgeben", erzählt Ribery: "So etwas vergesse ich nicht."

Der FC Bayern sei ein "großer Verein, der mir die besten Konditionen bieten will, die es je gegeben hat. Ich bekomme hier Respekt und Liebe", sagt der Nationalspieler.

Angebot von Top-Klub? "Ich bin auch nur ein Mensch"

Auf der anderen Seite schwärmt der französische Nationalspieler von Real Madrid. Daran kann auch das Champions-League-Aus der "Königlichen" nichts ändern.

"Dem Prestige von Real kann das nichts anhaben", sagt Ribery:

"Real und Barcelona stehen neben vielleicht noch Manchester United und Chelsea über allen anderen Klubs. Ich bin auch nur ein Mensch. Wenn du ein Angebot von so einem Klub hast, muss es auch erlaubt sein, darüber nachdenken zu dürfen."

Ribery will Perspektive und langfristigen Vertrag

Die entscheidende Rolle spielen die sportlichen Aussichten. Ribery will unbedingt die Champions League gewinnen.

"Das Geld wird nicht den Ausschlag geben. Der Unterschied zwischen den Klubs ist da nicht mehr so groß", sagt Ribery: "Ich werde mich für den Klub entscheiden, wo ich die besten Perspektiven sehe."

Und egal ob nun München, Madrid oder Barcelona, Ribery wünscht sich ein langfristiges Engagement: "Unabhängig davon, wo ich hingehe, stelle ich mir einen Fünfjahresvertrag vor."

Auf jeden Fall soll die Entscheidung bald getroffen werden. Auch um für Ruhe in der Mannschaft in der entscheidenden Phase der Saison zu sorgen.

"Ich denke, dass wir uns innerhalb der nächsten Wochen zusammensetzen. Dann wird alles ganz schnell gehen", kündigt Ribery an.

Das hat er allerdings schon öfter gesagt.

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