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Ciprian Marica (M.) traf beim Heimspiel gegen Hannover 96 doppelt © imago

Der VfB peilt im Saisonendspurt ein großes Ziel an. Khedira, Tasci und Trainer Gross erklären bei Sport1.de die nächsten Wochen.

Von Mathias Frohnapfel und Christian Paschwitz

München - Was Aufholjagden angeht, zählt der VfB Stuttgart zum Expertenkreis.

In der vergangenen Saison starteten die Schwaben nach Ende der Hinrunde von Platz 10 durch und landete auf dem dritten Rang.

Diesmal haben sie sich seit der Winterpause von Rang 15 auf sieben vorgeschoben.

Und die Tabellen-Klettertour soll auch im Schlagerspiel beim FC Bayern (Sa., ab 15 Uhr LIVE) fortgesetzt werden.

"Wir haben noch alle Chancen, uns für die Europa League zu qualifizieren", stellt Serdar Tasci gegenüber Sport1.de fest.

Barcelona überwunden

Gegen den FCB dürfte auch Tasci dem VfB wieder zur Verfügung stehen, nachdem ihn zuvor Adduktoren-Probleme quälten.

Auch die 0:4-Pleite im Champions-League-Achtelfinale gegen den FC Barcelona scheint die Stuttgarter nicht mehr zu belasten.

"Eine gute Mannschaft zeichnet es aus, dass man den Kopf sofort wieder freibekommt", erklärt Sami Khedira im Gespräch mit Sport1.de.

Der Weg zu einem Europa League-Platz ist aber noch weit, schließlich trennen die Schwaben aktuell sieben Zähler von Rang fünf. (DATENCENTER: Bundesliga).

Unter Umständen könnte auch Rang sechs genügen zur Europa-League-Qualifikation.

Daher gibt Sportchef Horst Heldt eine klare Marschroute für die nächsten Wochen aus: "Wir wollen möglichst alle Spiele gewinnen, um unsere kleine Chance zu wahren."

"Wir werden die Spiele genießen"

Schließlich, sagt Khedira, sei die Bundesliga nun der einzige Wettbewerb, in dem seine Mannschaft "noch etwas reißen" könne:

"Wir werden jetzt alle Kraft sammeln und die verbleibenden Spiele genießen."

Eine Einstellung, die auch Angreifer Cacau unterstützt.

"Wir wissen, worum es geht, in der Psyche hat die Niederlage in Barcelona auf gar keinen Fall einen Knacks gegeben", sagte der Nationalspieler mit Verweis auf das anschließende 2:0 gegen Hannover.

Stürmer sind bereit für Bayern

Gegen die Niedersachsen wurde Cacau erst kurz vor Schluss eingewechselt, konnte so etwas Kraft tanken.

Sein Vertreter Ciprian Marica traf doppelt und erledigte den Job derart gut, dass im Schwabenland darüber spekuliert wird, ob der Rumäne auch gegen Bayern an der Seite von Pawel Pogrebnyak beginnt.

Im Duell gegen die Münchner sehen sich die Stuttgarter sogar leicht im Vorteil.

Heldt will alle Spiele gewinnen

"Wir können uns seelenruhig auf das Spiel vorbereiten. Die Bayern hatten 120 Minuten Pokal-Spiel auf Schalke", sagte Heldt.

Auch Trainer Christian Gross geht zuversichtlich in die Partie in der Allianz Arena, zumal die bisherigen Ergebnisse in der Liga eindeutig für ihn sprechen.

Mit 2,17 Zähler pro Spiel ist der Schweizer bester VfB-Coach und noch erfolgreicher als der bisherige Rekordhalter Matthias Sammer. Dem Ex-Trainer gelangen 1,71 Punkte pro Partie.

Gross sorgt sich um junge Spieler

Gross selbst interessiert die Bestmarke augenscheinlich nicht besonders. "Wichtig ist, dass wir die Saison konstant und gut zu Ende bringen", sagte er.

Damit will er gegen das Team von Louis van Gaal anfangen, dem er schon einmal als krasser Außenseiter eine schmerzliche Niederlage zufügte:

1996 gewann er in der Champions League mit den Grasshoppers Zürich 1:0 gegen das von van Gaal trainierte Ajax Amsterdam.

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