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Raphael Schäfer spielt insgesamt schon 12 Jahre für den 1. FC Nürnberg
Raphael Schäfer begann seine Profi-Karriere 1996 in Hannover © getty

Schäfer darf nun doch in Bremen spielen. FCN-Sportdirektor Bader ist vom Berliner Verhalten entsetzt. Weis bleibt in Hoffenheim.

Frankfurt/Main - Freispruch für Raphael Schäfer in der "Petz-Affäre":

Der Kontrollauschuss des DFB hat trotz der Anschuldigungen von Hertha BSC Berlin das Ermittlungsverfahren gegen den Keeper des 1. FC Nürnberg eingestellt.

Damit kann Schäfer beim Gastspiel des Clubs bei Werder Bremen am Samstag (Sa., ab 15 Uhr LIVE) auflaufen.

"Eine nachträgliche Bestrafung von Raphael Schäfer wäre nur dann in Betracht gekommen, wenn ihm ein krass sportwidriges Verhalten hätte angelastet werden können", erklärte Anton Nachreiner, der Vorsitzende des DFB-Kontrollausschusses.

"Dieser Nachweis ist nach Auswertung der Aussagen von Herrn Schäfer und der gehörten Zeugen sowie der vorliegenden Lichtbilder nicht hinreichend sicher zu führen."

"Das hat eine neue Qualität"

Die Berliner hatten dem Nürnberger Schlussmann vorgeworfen, die Jagdszenen nach dem Bundesligaspiel im Olympiastadion vor knapp zwei Wochen mit obszönen Gesten provoziert zu haben.

"Wenn Hertha das als Mittel im Abstiegskampf macht, dann hat das eine neue Qualität. Es ist einmalig in der Bundesliga, dass ein Verein jemanden derart anschwärzt", hatte Nürnbergs Sportdirektor Martin Bader vor dem Freispruch gesagt.

Stadionverbot für Randalierer

Nach der Berliner 1:2-Niederlage im Kellerduell waren etwa 100 Hertha-Anhänger in den Innenraum gestürmt und hatten mit Stangen auf Werbebanden und Trainerbänke eingeschlagen.

Insgesamt war es bei den Ausschreitungen zu 30 Festnahmen gekommen, Verletzte hatte es nicht gegeben. (DATENCENTER: Die Bundesliga)

Hertha hat bereits 23 Randalierer mit einem bundesweiten Stadionverbot belegt.

Sport1.de hat weitere Nachrichten aus der Bundesliga zusammengefasst:

Weis verlängert in Hoffenheim bis 2012

Der einmalige Nationalspieler Tobias Weis hat trotz eines Angebots von Rekordmeister Bayern München seinen zum Saisonende auslaufenden Vertrag bei 1899 Hoffenheim vorzeitig bis Ende Juni 2012 verlängert.

Der Verein sicherte sich zudem eine Option für eine weitere Spielzeit.

Weis war 2007 vom VfB Stuttgart zu den Kraichgauern gewechselt und absolvierte bislang 55 Ligaspiele.

"Es wäre fatal, Ansprüche zu stellen"

"Ja, es hat ein Angebot von den Bayern gegeben, das mich auch ehrt. Aber ich fühle mich in Hoffenheim wohl und will mit dem Klub wieder angreifen", sagte Weis.

An die Teilnahme an der WM-Endrunde in Südafrika glaubt der 24-Jährige nicht mehr: "Die WM ist im Hinterkopf, aber es wäre fatal, nach einem halben Jahr Verletzungspause Ansprüche zu stellen."

Hoffenheims Manager Jan Schindelmeiser freute sich über die Vertragsverlängerung:

"Tobi passt mit seiner Spielweise hervorragend zu 1899 Hoffenheim. Er hat nach seiner Verletzungspause unterstrichen, welch wertvoller Bestandteil er für die Mannschaft ist."

Ba droht Saisonaus

Dagegen müssen die Kraichgauer möglicherweise für den Rest der Saison auf Demba Ba verzichten.

Der senegalesische Nationalstürmer, der Probleme mit der Patellasehne hat, wird am Montag zu weiteren Untersuchungen zum Arzt der französischen Nationalmannschaft reisen.

Saison für Kölns Pezzoni vorzeitig beendet

Für Kevin Pezzoni vom 1. FC Köln steht das Saisonende bereits fest.

Der Mittelfeldspieler hat im Training einen Innenbandabriss im linken Knie erlitten und muss mindestens sechs Wochen pausieren.

Die Kölner sind seit acht Spielen ohne Sieg und holten nur vier von 24 möglichen Punkten.

Der Klub steht daher am Samstag (Sa. ab 15 Uhr LIVE) bei Hannover 96 vor einer richtungweisenden Partie, auch wenn Trainer Zvonimir Soldo davon nichts wissen will.

"Hannover steht mehr unter Druck"

"Ich kann das Gerede über einen Negativ-Trend nicht nachvollziehen", sagte der Kroate: "Hannover steht mehr unter Druck."

Im Fall einer Niederlage würde der Vorsprung auf die Niedersachsen auf zwei Punkte schrumpfen, was Soldo natürlich vermeiden will.

"Wir wollen unseren Vorsprung halten oder ihn ausbauen, wenn es geht", sagte der FC-Trainer.

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