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Caio (l.) erzielte in der zweiten Hälfte den Siegtreffer für die Eintracht © getty

Nach der Niederlage gegen Frankfurt macht sich in Bochum Abstiegsangst breit. Frankfurt zeigt eine starke Mannschaftsleistung.

Bochum - Der VfL Bochum ist wieder mittendrin im Abstiegskampf der Bundesliga.

Die Westfalen verloren gegen Eintracht Frankfurt 1:2 (1:1) und setzten mit der vierten Niederlage in Folge den freien Fall in Richtung Abstiegsplätze fort. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Vor den Spielen der Konkurrenz beträgt der Vorsprung auf den Relegationsrang vier Zähler - vor knapp einem Monat waren es noch neun Punkte gewesen.

Die Eintracht verbuchte sechs Tage nach dem 2: 1-Coup gegen Bayern München den ersten Sieg in Bochum seit 1995 und ist auf Rang sieben vorläufig nur noch drei Punkte von einem internationalen Startplatz entfernt.

Caio erzielt den Siegtreffer

Den Siegtreffer für die Gäste erzielte vor 24.221 Zuschauern der Brasilianer Caio in der 64. Minute mit einem Flachschuss aus 20 Metern.

Lewis Holtby hatte die Bochumer, die nur eins von neun Heimspielen unter Trainer Heiko Herrlich gewonnen haben, in der zehnten Minute in Führung gebracht.

Marco Russ (29.) gelang mit seinem dritten Saisontor der Ausgleich. Danach verpassten es die Gäste vor allem vor der Pause, bei klarer Überlegenheit weitere Treffer zu erzielen.

Herrlich ist enttäuscht

Bochums Trainer Heiko Herrlich war von der Leistung seiner Mannschaft enttäuscht und sagte:

"Das ist enttäuschend und schade. Es ist für mich völlig unverständlich, dass wir so viele Ballverluste hatten. Das ist unerklärlich. Wir sind nur noch hinterher gelaufen. Eigentlich hätte uns die Führung Sicherheit geben sollen."

"Spielstärke ist unsere Qualität"

Michael Skibbe sah indes seine Mannschaft vor allem im spielerischen Bereich überlegen. Über die internationalen Plätze wollte der Eintracht-Trainer indes partout nicht sprechen.

"Unsere Spielstärke ist unsere Qualität", analysierte er.

"Damit können wir gegen viele Mannschaften gut aussehen. Diesmal haben wir das von der ersten bis zur letzten Minute durchgehalten. Ich hoffe, dass wir in den nächsten Spiele weiter Punkte sammeln können."

Und er ergänzte: "Ich denke, die Mannschaften vor uns werden uns nicht mehr rankommen lassen. Es ist unrealistisch, dass wir Platz sechs angreifen können."

Pfeifkonzert nach dem Abpfiff

"Bei uns muss sich jetzt jeder an die eigene Nase fassen", sagte Bochums Torwart Philipp Heerwagen nach dem Abpfiff und einem gellenden Pfeifkonzert der eigenen Fans.

"Nächste Woche in Freiburg wird die Aufgabe nicht einfacher, aber auswärts sehen wir im Moment besser aus."

Gute Laune herrschte dagegen auf Frankfurter Seite.

"Die erste Halbzeit haben wir trotz des Rückstands ganz stark gespielt. Am Ende haben wir verdient gewonnen und können sehr zufrieden die Heimreise antreten", meinte Torschütze Russ.

Bochumer Führung aus heiterem Himmel

Mit dem Selbstvertrauen aus dem Sieg gegen die Bayern bestimmte die Eintracht das Spiel von Beginn an klar.

Ball- und kombinationssicher hielten die Hessen den VfL Bochum unter Kontrolle, doch auch einige gute Aktionen über beide Außenpositionen brachten den Gästen zunächst keine guten Chancen.

Die Bochumer Führung in der zehnten Minuten fiel wie aus heiterem Himmel. Vahid Hashemian setzte sich mit etwas Glück auf der rechten Außenbahn durch, den präzisen Flachpass des Iraners brauchte Lewis Holtby nur noch einzuschieben.

Doch die Westfalen blieben unsicher, kamen mehrfach minutenlang nicht in Ballbesitz und überließen der Eintracht weiter die Initiative.

Hashemian beginnt für Dedic

Ein erster Warnschuss kam von Caio (24.), danach wurden die Frankfurter schnell mit dem 1:1 belohnt.

Einen Freistoß von Benjamin Köhler verlängerte Marco Russ per Kopf ins Tor (29.).

Eintracht-Trainer Michael Skibbe hatte seine Startelf vom 2:1-Sieg gegen Rekordmeister Bayern München gezwungenermaßen auf zwei Positionen verändert.

Kapitän Christoph Spycher fiel mit Knieproblemen aus, Marcel Heller zog sich im Abschlusstraining ebenfalls eine Blessur im Knie zu.

Der gegen die Bayern gelbgesperrte Patrick Ochs und Ümit Korkmaz, der kurz vor der Pause noch eine große Möglichkeit hatte, spielten von Beginn an.

Herrlich brachte im Vergleich zum 2:3 bei Werder Bremen in Hashemian eine neue Sturmspitze, Zlatko Dedic musste zunächst pausieren.

Starke Mannschaftsleistung der Eintracht

Nach der Pause kam Bochum zunächst besser ins Spiel, ohne sich allerdings gute Chancen erarbeiten zu können.

Caio machte dem VfL mit seinem Tor einen weiteren Strich durch die Rechnung. Auch danach blieben die biederen Bochumer gegen souveräne Gäste blass.

Bester Bochumer war mit Abstrichen noch Holtby. Bei der durchweg starken Eintracht ragten Alexander Meier, Pirmin Schwegler und Caio heraus.

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