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Per Mertesacker erzielt gegen Nürnberg seine Saisontore vier und fünf © getty

Werder Bremen sieht gegen Nürnberg schon wie der sichere Sieger aus. Doch die abstiegsgefährdeten Gäste kämpfen sich zurück.

Bremen - Werder Bremen hat die angekündigte Aufholjagd auf die Champions-League-Plätze mit einem Zittersieg in Angriff genommen. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Vier Tage nach dem Einzug ins DFB-Pokalfinale und der damit fast sicheren Qualifikation für das Minimalziel Europa League gewann das Team von Trainer Thomas Schaaf gegen den 1. FC Nürnberg 4:2 (3:0) und bleibt damit auch im zehnten Pflichtspiel in Folge ungeschlagen.

Doppelpack von Mertesacker

Ein Doppelschlag von Nationalverteidiger Per Mertesacker (1., 20.) und ein Treffer von Tim Borowski (36.) brachten die Norddeutschen bereits in der ersten Hälfte auf die Siegerstraße.

Dagegen mussten die Nürnberger nach zuletzt fünf Spielen ohne Niederlage erstmals wieder den Platz als Verlierer verlassen und befinden sich weiter mitten im Abstiegskampf.

Rot für Frings

Für den Club trafen Mike Frantz (47.) und Eric-Maxim Choupo Moting mit einem Handelfmeter (63.). Am Ende mussten die Gastgeber ohne Torsten Frings auskommen, der in der 82. Minute wegen einer Tätlichkeit die Rote Karte sah. Dennoch gelang Clemens Fritz (90.+3) ein weiterer Treffer für Werder.

Mielitz zwischen den Pfosten

Vor 35.000 Zuschauern musste der Pokal-Finalist gegen die Franken mit Nationaltorhüter Tim Wiese (Wadenverletzung) und Innenverteidiger Naldo (Gelbsperre) auf zwei wichtige Defensivkräfte verzichten.

Da auch Ersatztorwart Christian Vander wegen eines Magen-Darm-Infektes ausfiel, kam U23-Keeper Sebastian Mielitz zu seinem zweiten Saisoneinsatz.

Freispruch für Schäfer

Dagegen konnten die Gäste auf ihre Nummer eins zurückgreifen. Raphael Schäfer war am Freitag vom Deutschen Fußball-Bund vom Vorwurf freigesprochen worden, die Ausschreitungen nach dem Spiel der Nürnberger bei Hertha BSC Berlin vor zwei Wochen mitprovoziert zu haben.

Doch auch Schäfer konnte den Paukenschlag der Gastgeber nicht verhindern. Nach nur 40 Sekunden köpfte Nationalverteidiger Per Mertesacker nach einer Ecke von Mesut Özil weitgehend unbedrängt zum 1:0 für Bremen ein.

Claudio Pizarro hätte nach nur acht Minuten schon auf 2:0 erhöhen können, doch scheiterte der Peruaner aus kurzer Distanz und spitzem Winkel an Schäfer.

Bremer Kontrolle

Im Anschluss entwickelte sich eine Begegnung, die sich hauptsächlich im Mitteldfeld abspielte. Werder kontrollierte die Begegnung, den Nürnbergern fehlten die Mittel, um die Bremer Abwehr in Verlegenheit zu bringen.

Nach 20 Minuten war es erneut Mertesacker, der nach einer Ecke zur Stelle war und wieder per Kopf sein fünftes Saisontor erzielte. Mit dem komfortablen 2:0 im Rücken dominierten die Gastgeber weiter das Spiel und erspielten sich weitere gute Chancen. Vor allem die quierligen Özil und Marko Marin waren von den Franken kaum zu stoppen.

Mielitz ist zur Stelle

Erst nach einer halben Stunde musste Wiese-Ersatz Mielitz zum ersten Mal eingreifen, als er einen Kopfball über die Latte lenkte. Kurz danach rettete er mit einer Fußabwehr gegen Dennis Diekmeier (34.).

Noch vor der Pause erhöhten die Gastgeber sogar auf 3:0. Nach einer Flanke Marko Marin, der von einem Ausrutscher von Nürnbergs Innenverteidiger Andreas Wolf profitierte, vollendete Borowski mit einem Flachschuss.

Starker Gäste-Auftakt

Doch genauso furios wie die Bremer in die erste Halbzeit starteten, begannen nach der Pause die Gäste. Erst erzielte Mike Frantz völlig freistehend das 1:3 (47.), kurz danach verzog Bayern-Leihhabe Andreas Ottl zweimal nur knapp (48.) und (53.).

Erst im Anschluss fanden die Bremer wieder ins Spiel zurück. nach einem Traumpass von Özil vergab Hugo Almeida freistehend vor Schäfer völlig überhastet (58.).

Fritz mit der Hand

Durch einen von Clemens Fritz verursachten Handelfmeter kamen die Gäste allerdings noch einmal ins Spiel zurück. Choupo Moting verwandelte sicher zum 2:3.

Beste Spieler bei den Bremern waren Mertesacker und Marin, bei den Gästen überzeugten Ottl und Juri Judt.

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