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Levan Kobiashvili (l.) gewann im Mittelfeld viele Zweikämpfe © getty

Für die Berliner wird es im Kampf um den Klassenerhalt eng. Auch gegen den BVB reicht es trotz Überlegenheit nur zu einem Remis.

Berlin - Hertha BSC Berlin hat im Kampf um den Klassenerhalt erneut zu Hause wertvolle Punkte verschenkt.

Eine Woche nach dem 5:1-Coup beim Meister VfL Wolfsburg musste sich das Tabellenschlusslicht gegen Borussia Dortmund mit einem 0:0 begnügen und konnte von den Ausrutschern der Konkurrenten nur bedingt profitieren. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Der ausgeprägte Heimkomplex könnte dem Team von Trainer Friedhelm Funkel im Abstiegskampf letztlich zum Verhängnis werden. Der Hauptstadtklub wartet seit dem 1:0 zum Saisonauftakt gegen Hannover 96 vor siebeneinhalb Monaten auf einen Sieg im Olympiastadion.

Auch für die schwachen Dortmunder dürfte der Punktgewinn nach zuletzt drei Siegen in Folge zumindest im Kampf um die Champions-League-Plätze zu wenig sein.

Friedliche Hertha-Fans

Zwei Wochen nach den Fan-Ausschreitungen im Olympiastadion im Anschluss an das 1:2 gegen den 1. FC Nürnberg verhielten sich die Hertha-Fans während des Spiels friedlich.

Die Ostkurve, von wo aus am 13. März rund 150 Chaoten den Stadion-Innenraum gestürmt und dort gewütet hatten, wurde mit zusätzlichen Ordnungskräften gesichert.

Vor 60.441 Zuschauern übernahm Gastgeber Berlin zu Beginn die Initiative, ohne jedoch sofort volles Risiko zu gehen. Die Dortmunder warteten zunächst ab und versuchten, aus einer sicheren Abwehr heraus über Konter zum Erfolg zu kommen.

Gekas und Ramos mit guten Chancen

Die erste Chance der Partie ergab sich erst in der 20. Minute, als Hertha-Stürmer Theofanis Gekas nach einem Pass von Raffael allein auf das Dortmunder Tor zulief. BVB-Keeper Roman Weidenfeller drängte den Berliner jedoch geschickt ab.

Wenig später vergab Gekas' Sturmpartner Adrian Ramos nach einem sehenswerten Alleingang (28.) das 1:0. Nahezu im Gegenzug hatte die Borussia durch den Flugkopfball von Torjäger Lucas Barrios ihre erste Möglichkeit.

Die Berliner mussten auf Mittelfeldspieler Florian Kringe wegen einer Mittelfußprellung verzichten. Bei den Gästen standen die nach Verletzungen im Aufbautraining befindlichen Mats Hummels, Tinga und Nelson Valdez nicht zur Verfügung.

Dortmund lässt sich zurückdrängen

Nach dem Seitenwechsel verstärkte der Tabellenletzte aus der Hauptstadt den Druck. Vor dem Tor fehlten den Berlinern jedoch zunächst die Durchschlagskraft, allen voran dem gewohnt lauf- und spielfreudigen Kolumbianer Ramos, dessen Flugkopfball in der 69. Minute nur um Zentimeter das Dortmunder Tor verfehlte.

Dortmund ließ sich zunehmend in die eigene Hälfte drängen und sorgte nur gelegentlich mit Angriffen wie bei der Kopfballchance von Barrios (75.) für Entlastung.

Verletzung bei Hubnik

Ab der 62. Minute musste Hertha ohne den bis dahin starken Innenverteidiger Roman Hubnik auskommen, der nach einem Zusammenprall verletzt für Rasmus Bengtsson ausgewechselt werden musste.

Als beste Spieler zeichnete sich bei Berlin neben Hubnik auch Mittelfeld-Abräumer Fabian Lustenberger aus. Dortmund hatte in Weidenfeller und Barrios seine besten Akteure.

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