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Hoffenheims Carlos Eduardo wird hier von Cedric Makiadi gestoppt © getty

SC-Trainer Robin Dutt ärgert sich kaum über das Remis gegen Hoffenheim. Die Freiburger glauben nun umso mehr an den Ligaerhalt.

Hoffenheim - Freiburgs Trainer Robin Dutt wusste nach dem Abpfiff nicht, ob er weinen oder lachen sollte.

Zwar hatte sich der Aufsteiger durch ein 1:1 bei 1899 Hoffenheim auf den Relegationsplatz 16 verbessert und Hannover 96 überholt, aber der späte Gegentreffer zum Ausgleich durch Josip Simunic (80.) ärgerte den SC-Coach.

Denn dadurch wurde der Sprung auf einen Nichtabstiegsplatz verpasst.(DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

"Wir waren in der ersten Halbzeit sehr gut organisiert und haben viel Druck auf den Ball führenden Spieler ausgeübt. Hoffenhein kam kaum zur Entfaltung", sagte Dutt über die erste Hälfte und ärgerte sich nur über den Ausgleich kurz vor Schluss.

"Aber unter dem Strich ist das Ergebnis in Ordnung. So muss man auswärts auftreten", sagte Dutt.

Freiburg mit Glück in strittigen Szenen

Nach Ansicht einiger TV-Bilder wirkte der Trainer dann noch zufriedener.

"Da hätte man einen Elfmeter geben können", erklärte er, nachdem er das Handspiel von Julian Schuster im Freiburger Strafraum gesehen hatte.

"Da hätte man die Rote Karte geben können", sagte er zu einem Foulspiel von Mensur Mujdza, das dieser als letzter Mann begangen hatte.

Idrissou beendet Torflaute

Am Ende konnte Dutt deshalb zufrieden sein, auch wenn die Gunst der Stunde im Kampf um den Klassenerhalt nicht ganz genutzt werden konnte. Mohamadou Idrissouhatte in seinem 100. Bundesligaspiel die Gäste in Führung gebracht.

Der Stürmer beendete mit Saisontreffer Nummer sechs nach 828 Minuten seine Torflaute. Doch trotz seines Treffers blieben die Breisgauer auch im achten Auswärtsspiel in Serie ohne Sieg.

"Eine gute Ausgangsposition"

Das konnte die Freude bei Butscher aber nicht trüben:

"Wir haben uns um einen Platz verbessert und können am kommenden Wochenende gegen Bochum weiteren Boden gutmachen. Das ist eine ordentliche Ausgangsposition."

Und Julian Schuster sagte: "Die Mannschaft hat insgesamt ein Riesenpensum geleistet. Das muss aber so sein, denn wenn wir nicht an unsere Grenzen gehen, können wir mit Gegnern wie Hoffenheim nicht mithalten."

Ein Wermutstropfen neben dem Ausgleich durch Simunic war für die Freiburger aber die fünfte gelbe Karte gegen Cedrick Makiadi, der gegen den VfL Bochum fehlt.

Simunic fehlt gesperrt

Bei Hoffenheim ist Torschütze Simunic nach der zehnten Gelben Karte im Auswärtsspiel beim amtierenden Meister VfL Wolfsburg gesperrt.

Selbstkritisch zeigte sich nach der Partie Hoffenheims Nationalspieler Tobias Weis:

"Die erste Halbzeit war desolat, da hat die richtige Einstellung gefehlt. In Hälfte zwei war es etwas besser."

Rangnick: "Wir haben uns schwer getan"

Sein Trainer Ralf Rangnick kommentierte:

"Wir wussten, dass die Freiburger in den letzten Spiuelen taktisch zugelegt hatten und das haben sie bewiesen. Wir haben uns schwer getan in der ersten Hälfte."

Für die nächsten Spiele hofft Rangnick, dass sein Team nun entspannter auftreten kann, die Abstiegsgefahr sieht er als gebannt an.

"Am Ende müssen wir mit dem Remis zufrieden sein. Es ist nun klar, dass wir nicht mehr nach unten schauen müssen. Ich hoffe, dass dieser Umstand dazu führt, dass die Mannschaft in den letzten Spielen mit mehr Mut und Zutrauen spielt.

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