Sport1.de-Experte Huub Stevens spricht über die Titelchancen seines Ex-Klubs und die fehlenden Kräfte bei Bayer Leverkusen.

Hallo Fußball-Freunde,

Kompliment an Schalke: Mein Ex-Klub hat die Tabellenspitze erobert.

Das liegt aus meiner Sicht auch daran, dass die Königsblauen viel frischer sind als andere Topteams in der Bundesliga. Sie haben international nicht gespielt, sind daher im Vergleich fitter.

Wenn die Schalker nun, wie im Pokal gegen den FC Bayern, einmal eine doppelte Belastung unter der Woche haben, können sie das leicht wegstecken.

Felix Magath hat natürlich auch sehr gute Arbeit geleistet. Doch Schalke profitiert auch davon, dass andere Mannschaften eben ein ganz anderes Programm hatten.

In der Vorsaison war die Situation ja für Wolfsburg ganz ähnlich. Ein weiteres Beispiel sind die Verletzungen, mit denen andere Vereine Probleme haben.

Schalke verfügt zudem über einen großen Kader. Ich bin allerdings schon jetzt gespannt, wie die Schalker in der Liga abschneiden, wenn sie in der nächsten Saison international vertreten sein werden.

Aus meiner Sicht müssen sie nun auch nicht mehr abstreiten, dass sie ein Titelkandidat sind. Natürlich habe ich immer gesagt, dass Bayern Titelanwärter Nummer eins ist.

Aber wenn eine Mannschaft sechs Spieltage vor Schluss oben steht, dann kann man nicht mehr behaupten, dass Bayern alleine Favorit ist.

Klar werde ich in diesen Tagen immer mal wieder auf den ganz knapp verpassten Titel im Jahr 2001 angesprochen. Und natürlich bleiben mir diese vier Minuten in Erinnerung, haben sich bei mir quasi im Kopf eingraviert.

Aber keine Sorge: Ich denke da nicht immer dran.

Noch ein Wort zu Bayer Leverkusen:

Aus meiner Sicht wird Bayer nun mit einer Supersaison konfrontiert. Aber es fehlen eben bestimmte Kräfte. Wenn dann ein Top-Stürmer wie Stefan Kießling nicht spielen kann, spürt man das natürlich.

Vom HSV bin ich etwas enttäuscht. Sie sind gegen Gladbach in der ersten Hälfte nicht so aufgetreten, wie man eben auftreten muss.

In der zweiten Halbzeit haben die Hamburger versucht Druck aufzubauen, aber das hat Gladbach wenig in Verlegenheit gebracht.

Im Abstiegskampf sehe ich Köln nach dem Sieg in Hannover als gerettet an. Hinzu kommt, dass Hannover auf dem 17. Platz bisher nur 23 Punkte gesammelt hat, Köln dagegen bereits 31.

Und so traurig es ist: Hertha wird es angesichts des Restprogramms nicht mehr schaffen, den Abstieg zu vermeiden.

Bis nächste Woche,Euer Huub Stevens

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