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In 216 Bundesliga-Spielen erzielte Cacau bisher 65 Treffer © getty

Der Stürmer lässt den Vertragspoker platzen, fühlt sich in Stuttgart zu wenig geschätzt. Cacau kritisiert vor allem Heldt.

Stuttgart - Es geht unschön zu Ende im Ländle: Nationalstürmer Cacau verlässt den VfB Stuttgart nach sieben Jahren zum Saisonende - und zwar in Unfrieden.

Das erklärte der 29-Jährige nach dem Training am Mittwoch und erhob dabei Vorwürfe gegen Sportvorstand Horst Heldt.

Seinen neuen Verein will Cacau erst in den nächsten Tagen nennen.

Neben dem FC Sevilla, Bundesliga-Tabellenführer Schalke 04 und Meister VfL Wolfsburg Bremen hat offenbar auch 1899 Hoffenheim großes Interesse an dem gebürtigen Brasilianer. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Keine Frist

"Jetzt steht die Tür für Hoffenheim, genau wie für jeden anderen interessierten Verein, natürlich offen", sagte Cacaus Berater Osmar de Oliveira: "Wir werden aber zunächst abwarten und unsere nächsten Schritte sehr sorgfältig planen."

Laut Oliveira gibt es keine Frist für eine Entscheidung.

Zu wenig Wertschätzung

"Ich habe mich nach langer Überlegung entschieden, das Angebot des Vereins nicht anzunehmen. Die öffentlich geäußerte Wertschätzung durch den Verein ist nicht in Taten umgesetzt worden", sagte Cacau, der seinen auslaufenden Vertrag nicht verlängern wird.

Der Angreifer weiter: "Wenn ein Spieler Leistung bringt, hat er das Recht, das zu bekommen, was er verdient."

Die Entscheidung sei auch von der Tatsache beeinflusst worden, dass "Dinge, die wir unter vier Augen besprochen haben, nach außen gedrungen sind".

Sauer über durchgesickerte Summen

Zuletzt waren Zahlen kursiert, nach denen Cacau für einen unterschriftsreifen Dreijahresvertrag bei den Schwaben jährlich 2,5 Millionen Euro geboten worden sein sollen. Das wären rund 800.000 Euro mehr als bisher gewesen, die Summe habe aber unter den geforderten drei Millionen Euro gelegen.

Heldt wies die Vorwürfe des dienstältesten VfB-Profis zurück: "Ich habe nie eine Zahl kommentiert." Es sei schade, dass Cacau den Verein verlasse.

"Wir haben ihm ein ordentliches Angebot gemacht und dieses zweimal verbessert. Wir können und wollen nicht über unsere Verhältnisse leben", sagte Heldt.

Noch kein Tor im DFB-Team

Cacau war 2003 vom 1. FC Nürnberg gekommen. In 216 Bundesliga-Spielen hat er insgesamt 65 Treffer erzielt. Nach fünf Einsätzen für die deutsche Nationalmannschaft ist er noch torlos.

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