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Mark van Bommel wechselte 2006 vom FC Barcelona zum FC Bayern © imago

Nach dem sensationellen Coup gegen Manchester wartet die nächste Schlacht auf den FC Bayern - auf dem Acker beim FC Schalke 04.

Vom FC Bayern berichtet Daniel Rathjen

München - Der Aggressiv-Leader bringt sich in Stellung.

Mark van Bommel schwingt vor der Schlacht beim FC Schalke 04 beim Pressetalk an der Säbener Straße die Verbal-Keule.

Gespielt wird auf dem Acker, der schon beim Pokal-Duell am vergangenen Mittwoch für Wirbel sorgte.

Der Kapitän heizt das Duell zwischen dem Tabellenführer und dem -zweiten an, bei dem es um die Vorentscheidung um die Meisterschaft geht (Datencenter: Ergebnisse und Tabelle).

Bayern wird das Spiel machen müssen, meint van Bommel. "Schalke kann das nicht. Sie stellen sich nur hinten rein."

"Wir spielen immer auf Sieg, wir können nicht anders - im Gegensatz zu denen", sagt der Niederländer.

Einmal in Fahrt schoss er gleich noch ein paar Giftpfeile hinterher.

"Im Pokal haben wir gesehen, wer das Spiel bestimmt. Und das wird am Samstag nicht anders sein."

Und auf die Frage, was den Spitzenreiter auszeichnet, entgegnet er: "Sie spielen sehr viel Fouls - das zeigt die Statistik."

Enorme Bedeutung

Das Säbelrasseln beim deutschen Rekordmeister vor entscheidenden Partien ist eine gängige Methode.

Und dass die Begegnung von enormer Bedeutung für die Münchner ist, steht außer Frage. Intern sind sich die Akteure längst klar darüber: Es ist die letzte Chance auf den Titel in der Liga.

Im Falle einer Niederlage hätte die Bayern fünf Punkte Rückstand - wohl zu viel für dann noch fünf ausstehende Spiele.

Schwung aus der Champions League

Das Selbstbewusstsein ist nach dem 2:1-Coup gegen Manchester United in der Champions League sehr groß 219362(die Bilder des Spiels). Gegen Schalke ist Arjen Robben wieder mit dabei, auch Bastian Schweinsteiger.

Außerdem wird Franck Ribery wieder stärker. Ivica Olic hat einen Lauf (zum Artikel: Die wahre Nummer eins im Bayern-Sturm), die Reservisten - wie Hamit Altintop - sind stark.

Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge versucht seinen Klub in der Außenseiter-Rolle zu positionieren: "Schalke spielt zu Hause, ist Tabellenführer, sie sind der Favorit", sagt er lächelnd.

Aber auch er weiß: "Das wird das Schlüsselspiel der Saison - und das möchten wir bestehen."

Für Unmut sorgt weiter der schlechte Zustand des Rasens in der Gelsenkirchener Arena.

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Rummenigge hat die DFL bereits scharf attackiert, auch die Bayern-Spieler freuen sich nicht auf den Acker.

"Rasen wie in Russland"

"Die Mannschaft, die gerne Fußball spielt, hat das größere Handicap. Also wir", stellt van Bommel klar.

"Der Rasen ist nicht gut. Das ist Fakt." Olic fügt noch an: "Der Rasen erinnert mich an die Plätze in Russland. Das ist kein Bundesliga-Niveau."

Ein neues Geläuf kann nicht mehr rechtzeitig verlegt werden, momentan weist der Platz viele kahle Stellen auf, nur die Torräume sind satt grün.

Nach Informationen der "Bild" soll es bis spätestens Freitag eine Begutachtung durch eine Platz-Kommission (Schiedsrichter, DFL-Vertreter, Stadion-Vertreter) geben.

Die könnte im Extremfall eine Spiel-Verschiebung anordnen.

Magath bleibt kühl

Schalke-Coach Felix Magath bleibt aber gelassen: "Wir haben den Rasen nach dem Pokal-Halbfinale wie immer gepflegt. Der Platz wird Samstag besser sein. Doch ob das allen reicht, weiß ich nicht."

Dafür stichelt der Ex-Bayer hinterher: "Beim 1:2 gegen Stuttgart haben die Bayern auf einem guten Rasen gespielt..."

Die Bayern haben Respekt vor dem Meister-Trainer. In der vergangenen Saison triumphierte er mit dem VfL Wolfsburg.

"Dieses Geplänkel bringt uns nichts. Die Meisterschaft wird auf dem Rasen entschieden", betont Münchens Sportdirektor Christian Nerlinger in der "tz".

Von sämtlichen Provokationen oder Rasenzoff will er nichts wissen: "Ach, das hat er doch auch schon letztes Jahr vom Münchner Rathausbalkon gemacht."

"Er lässt sich da immer wieder etwas einfallen. Samstag wird eine heiße Partie, in der wir ihm die Antwort auf dem Platz geben", stellt er klar.

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