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Herthas Theofanis Gekas erzielte in elf Spielen sechs Tore für die Berliner © imago

Während Hannover die Nähe zu Karl May sucht, arbeitet die Hertha mit einem Mentalcoach. Das Restprogramm der Kellerkinder.

Berlin - Teamabend, Mentalcoach, Trainingslager: Die Abstiegskandidaten der Bundesliga wehren sich mit allen Mitteln gegen den drohenden GAU.

Und: Hochrechnungen haben Hochkonjunktur.

Sechs Spieltage vor Saisonende ist die Debatte über die Schwierigkeit des Restprogramms entbrannt.

Die große Anspannung wird Samstag in den Kellerduellen zwischen dem SC Freiburg und VfL Bochum (ab 15 Uhr LIVE) und 1. FC Köln sowie Hertha BSC Berlin (ab 18.15 Uhr LIVE) besonders deutlich.

Raffaels Suche nach der Torgefährlichkeit

Mit Psychotricks will Hertha BSC als Tabellenletzter bei fünf Punkten Rückstand auf den Relegationsplatz seine letzte Chance nutzen.

Mittelfeldspieler Raffael nimmt extra Sitzungen bei einem Mentalcoach, um zu alter Torgefährlichkeit zu finden.

Zudem soll ihm das Studium einer DVD mit Treffern aus erfolgreicheren Tagen zu mehr Torgefahr verhelfen.

Preetz glaubt an das Wunder

Herthas Manager Michael Preetz versprüht Optimismus, obwohl seine Mannschaft ein schwieriges Restprogramm hat. "Wir glauben an das Wunder", sagt Preetz.

Die "Alte Dame" trifft in den letzten drei Spielen auf Schalke, Leverkusen und Bayern München. Dennoch lebt in der Hauptstadt die Hoffnung, dass man mit einem Sieg am Samstag in Köln die Stimmungswende schafft.

Unmöglich scheint das nicht, schließlich gewann die Hertha auswärts in der Rückrunde schon in Hannover (3:0), Freiburg (3:0) und Wolfsburg (5:1).

Sechs-Punkte-Spiel in Freiburg

Zum direkten Aufeinandertreffen zweier Abstiegskandidaten kommt es auch in Freiburg, wo Bochum zu Gast ist. Die Breisgauer rangieren mit 24 Punkten auf dem Relegationsplatz und haben viel vor.

"Wir wollen den VfL unten reinziehen", sagt Kapitän Heiko Butscher. Trainer Robin Dutt ließ in der vergangenen Woche nichts unversucht, um neue Reizpunkte zu setzen.

Er strich freie Tage und veranstaltete einen Mannschaftsabend.

Bochum mit vier Pleiten in Folge

Bochum hält noch drei Zähler Vorsprung auf den Relegationsplatz, doch nach vier Niederlagen in Folge ist es mit der neuen Herrlichkeit beim Team von Trainer Heiko Herrlich längst vorbei.

Mit Freiburg, Köln und Hannover treffen die Westfalen in der Restsaison noch auf drei direkte Konkurrenten um den Abstieg.

In Hannover liegen die Nerven blank. "Der Abstieg wäre das allerschlimmste Szenario, sportlich und wirtschaftlich", sagt Präsident Martin Kind.

Hannover mit Hammer-Restprogramm

Die Lage ist dramatisch. Mit 23 Punkten rangieren die Niedersachsen auf dem vorletzten Tabellenplatz und haben ein Hammer-Restprogramm.

In den nächsten vier Spielen geht es gegen Hamburg, Schalke, Bayern und Leverkusen. Das frühzeitige Aus droht.

Kind sprach von einer "ganz schwierigen Herausforderung".

Um die Herkules-Aufgabe zu meistern, haben die 96er vor dem Spiel am Sonntag beim HSV (ab 17.15 Uhr LIVE) ein Trainingslager in Bad Segeberg nördlich von Hamburg bezogen.

Auf den Spuren von Winnetou

In der Stadt der Karl-May-Festspiele wollen die Spieler Selbstvertrauen tanken. Trainer Mirko Slomka darf auf jeden Fall bis Saisonende arbeiten. "Es wird keinen neuen Trainer geben", sagte Kind.

Nürnberg hat ein relativ leichtes Restprogramm. Viermal tritt der Club noch zu Hause an, und in allen Spielen ist der Gegner mit Mainz, Wolfsburg, Dortmund und Köln nicht übermächtig.

Trainer Dieter Hecking bleibt kritisch: "Jetzt kommt auch der Druck noch dazu. Man wird sehen, welche Mannschaft am besten damit klar kommt. Wir haben den Spagat bisher gut hingekriegt."

Das Restprogramm der Abstiegskandidaten:

1. FC Köln (Platz 13, 31 Punkte, 27:35 Tore)Hertha BSC (H)Hoffenheim (A)Bochum (H)Bremen (A)Freiburg (H)Nürnberg (A)

VfL Bochum: (Platz 14, 27 Punkte, 30:51 Tore)Freiburg (A)Hamburg (H)Köln (A)Stuttgart (H)München (A)Hannover (H)

1. FC Nürnberg (Platz 15, 25 Punkte, 26:47 Tore)Mainz (H)Wolfsburg (H)Freiburg (A)Dortmund (H)Hamburg (A)Köln (H)

SC Freiburg (Platz 16, 24 Punkte, 26:50 Tore)Bochum (H)Bremen (A)Nürnberg (H)Wolfsburg (H)Köln (A)Dortmund (H)

Hannover 96 (Platz 17, 23 Punkte, 30:54 Tore)Hamburg (A)Schalke (H)München (A)Leverkusen (A)Gladbach (H)Bochum (H)

Hertha BSC (Platz 18, 19 Punkte, 27:48 Tore)Köln (A)Stuttgart (H)Frankfurt (A)Schalke (H)Leverkusen (A)München (H)

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