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Herthas Theofanis Gekas (l.) behauptet den Ball gegen Kölns Mohamad © getty

Durch einen klaren Erfolg in Köln träumen die Berliner weiter vom Wunder. Der enttäuschende FC beendet die Partie zu neunt.

Köln - Hertha BSC Berlin darf dank Raffael weiter auf den Verbleib in der Bundesliga hoffen.

Der Brasilianer war mit einem Doppelpack (25. und 45.+1) maßgeblich am 3:0 (2:0)-Sieg des Tabellenletzten beim 1. FC Köln beteiligt.

Durch den vierten Auswärtssieg der Saison hat die Mannschaft von Trainer Friedhelm Funkel den Rückstand zum Relegationsplatz auf drei Punkte verkürzt.

"Wir sind besser, als wir letztendlich vom Ergebnis her aus dem ein oder anderen Spiel herausgegangen sind", erklärte Funkel bei "LIGA total!".

"Wir haben uns den Sieg über 90 Minuten verdient. Er ist vielleicht um ein Tor zu hoch ausgefallen, weil Köln am Anfang gut gespielt hat und unsere Führung etwas glücklich war", sagte Funkel.

"Noch fünf Spiele hart arbeiten"

Dennoch sind die letzten fünf Spiele für den Hauptstadtklub, für den Cicero zum 3:0 traf (75.), eine Herkulesaufgabe: (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Gegner sind die Titel- beziehungsweise Europacup-Kandidaten VfB Stuttgart (H), Eintracht Frankfurt (A), Schalke 04 (H), Bayer Leverkusen (A) und Bayern München (H).

"Wir müssen nur noch fünf Spiele hart arbeiten. Die Mannschaften vor uns haben nun gesehen, dass man mit uns rechnen muss", so Funkel weiter.

Kölner Fans pfeifen die Mannschaft nieder

Dem FC steht nach der achten Heimpleite der Saison ein ungemütliches Saisonfinale bevor.

Die Fans im heimischen WM-Stadion pfiffen das Team, das trotz der Niederlage noch sechs Punkte Vorsprung auf die Abstiegszone hat, gnadenlos nieder.

Zwei Platzverweise gegen Köln

Innenverteidiger Youssef Mohamad wird nach einer Roten Karte (73.) fehlen.

Im nächsten Match bei 1899 Hoffenheim fehlt zudem Zoran Tosic, der in der 87. Minute nach einer Schwalbe die Gelb-Rote Karte sah, nachdem er 45 Sekunden zuvor verwarnt worden war.

"Eine blamable Leistung"

Auch für Trainer Zvonimir Soldo dürfte die Luft angesichts einer über weite Strecken dürftigen Vorstellung seines Teams immer dünner werden.

"In den ersten 20 Minuten bis zum Gegentor haben wir noch ordentlich gespielt. Dann haben wir ein unnötiges erstes Tor bekommen mit dem zweiten Treffer den Gegner unnötig aufgebaut. Nach dem Platzverweis war das Spiel für uns vorbei", sagte Soldo nach der Partie.

Manager Michael Meier wurde deutlicher. "Es ist schon eine blamable Leistung, die wir da abgeliefert haben", sagte Meier bei "LIGA total!".

Podolski als Spielmacher

Der Kroate brachte vor 46.300 Lukas Podolski, den er beim 4:1 in Hannover wegen einer Bauchmuskelzerrung noch geschont hatte, von Beginn an - als Spielmacher hinter der einzigen Spitze Milivoje Novakovic.

Der Nationalstürmer war wie immer bemüht und bot sich ständig an, aber die einzig vielversprechende Szene war im ersten Durchgang ein Steilzuspiel auf Sebastian Freis.

Köln war zunächst die engagiertere Mannschaft. Einen kapitalen Bock von Hertha-Keeper Jaroslav Drobny konnte Novakovic aber nicht nutzen (2.).

Doch der Elan verpuffte relativ schnell. Die Gäste hatten in der ersten Hälfte keine Chancen, gingen aber trotzdem in Führung.

Peinlicher Gegentreffer kurz vor der Pause

Adrian Ramos blieb mit einem Schuss an Mohamad hängen, den Abpraller verwertete Raffael zum 0:1.

Peinlich wurde es dann in der Nachspielzeit der ersten Hälfte. Zunächst kam FC-Torwart Faryd Mondragon nach einer Ramos-Flanke zu spät, dann konnte Mohamad nach einem Kopfball von Lukas Piszczek den Ball nicht wegschlagen.

Raffael beförderte die Kugel einfach über die Linie.

Cicero trifft per Freistoß

Nach einer ereignislosen ersten Viertelstunde des zweiten Durchgangs war das Spiel für Podolski beendet. Der Star hatte sich offenbar verletzt und wurde durch Daniel Brosinski ersetzt.

Zuvor hatte Soldo Manasseh Ishiaku für den erschreckend schwachen Novakovic und Fabrice Ehret für Freis gebracht.

All das nutzte nichts, es kam noch schlimmer. Mohamad sah von Schiedsrichter Peter Gagelmann (Bremen) nach einer Notbremse gegen Ramos Rot, den folgenden Freistoß von der Strafraumgrenze verwandelte Cicero.

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