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Nürnberg feiert gegen Mainz den siebten Saisonsieg © getty

Nürnberg leistet sich im Abstiegskampf keinen Ausrutscher und besiegt den Mainz 05. Die Gäste kassieren früh einen Platzverweis.

Nürnberg - Der 1. FC Nürnberg hat die Konkurrenz im Abstiegskampf auf Distanz gehalten und einen weiteren Schritt in Richtung Klassenerhalt gemacht.

Die Mannschaft von Trainer Dieter Hecking bezwang Mainz 05 völlig verdient 2:0 (2:0) und verschaffte sich damit eine gute Ausgangsposition für den Saison-Endspurt. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Mainz dagegen muss seine zuvor noch leisen Hoffnungen auf die Europa League nach der dritten Pleite in Serie begraben.

Frühes Rot

Für die Gäste begann das Spiel mit einem Schock: Nach 188 Sekunden sah Andreas Ivanschitz wegen einer Tätlichkeit die schnellste Rote Karte in der Bundesliga-Geschichte.

Der Österreicher hatte nach Nürnbergs Verteidiger Javier Pinola getreten. Gegen nur noch zehn Mainzer hatte der FCN weitgehend leichtes Spiel. Mike Frantz stellte die Weichen nach 14 Minuten auf Sieg, Eric-Maxim Choupo-Moting mit seinem fünften Saisontor (40.) sorgte schon für die Entscheidung.

Club hat Spiel im Griff

41.222 Zuschauer im Nürnberger Frankenstadion sahen eine Partie mit vielen Fehlern auf beiden Seiten. Weil sich Mainz gleich in der Anfangsphase in Gestalt von Ivanschitz den größten Lapsus leistete, hatte Nürnberg trotz einer keinesfalls überragenden Leistung Spiel und Gegner immer im Griff.

Die erste Chance gehörte zwar den Gästen, als Kapitän Nikolce Noveski nach 38 Sekunden mit einem Kopfball an Raphael Schäfer im Club-Tor scheiterte. Doch von da an ließ Nürnberg nicht mehr locker.

Alu im Weg

Zunächst hatte der neunmalige deutsche Meister noch Pech mit zwei Schüssen ans Aluminium, als Andreas Ottl aus zwölf Metern an den rechten Pfosten und danach Ilkay Gündogan aus der Distanz die Unterkante der Latte trafen.

Doch Frantz machte es besser: Gündogan hatte Marcel Risse auf der rechten Seite bedient, Risse passte in den Rücken der Abwehr - und Frantz vollstreckte aus zehn Metern.

Elkin Soto per Freistoß und Adam Szalai hatten zwar Chancen, das Mainzer 1:1 zu erzielen, aber auch der 1. FCN vergab zunächst Möglichkeiten zum zweiten Tor.

Bunjaku im Pech

So verstolperte Toptorjäger Albert Bunjaku, der wieder in der Startelf stand, nach einer Hereingabe von Risse freistehend. Als das 2:0 schließlich doch noch fiel, war wieder Risse Vorbereiter. Seine Flanke nahm Choupo-Moting am Fünfmeterraum auf, danach setzte er sich gegen Bo Svensson durch und vollendete.

Kurz darauf traf Gündogan nach Pass von Risse die Oberkante der Latte, in der Nachspielzeit der ersten Hälfte scheiterte Bunjaku am gut reagierenden Torwart Heinz Müller.

Ungefährliche Mainzer

Nach dem Seitenwechsel ließ es Nürnberg etwas ruhiger angehen. Mainz, das mit Aristide Bance und Tim Hoogland seine besten Torschützen ersetzen musste, war aber mit nur zehn Mann auch keine allzu große Gefahr mehr.

Risse traf noch einmal die Latte, das vierte Mal für Nürnberg in einem jetzt einseitigen Spiel. Nach einer guten Stunde musste der Nürnberger Frantz wegen einer Oberschenkelverletzung vom Feld.

Mangelhafte Chancenverwertung

Doch auch der Ausfall des Torschützen, den Marek Mintal ersetzte, brachte die Franken nicht mehr aus dem Konzept. Der 1. FCN musste sich aber vorwerfen lassen, nicht noch mehr Tore erzielt zu haben.

Nürnberg hatte seine besten Spieler in Risse und Gündogan. Bei der schlechtesten Auswärtsmannschaft der Liga aus Mainz erreichte allenfalls noch Torhüter Müller Normalform.

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