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Leverkusens Stefan Kießling (r.) erzielte seine Saisontore 17 und 18 © getty

Bayer muss um Platz drei bangen, denn die Eintracht verwandelt einen Rückstand noch in einen Heimsieg. Franz trifft kurz vor Schluss.

Frankfurt/Main - Trotz eines Doppelpacks von Stefan Kießling hat Bayer Leverkusen im Titelrennen der Bundesliga erneut einen schweren Rückschlag erlitten und muss nun mehr denn je um die Teilnahme an der Champions-League-Qualifikation bangen.

Die Mannschaft von Trainer Jupp Heynckes kam bei Eintracht Frankfurt 2:3 (1:1) unter die Räder und kassierte damit die dritte Niederlage in Folge.

Die Werkself liegt als Dritter nur noch einen Zähler vor Borussia Dortmund.

Rot für Schwaab

Vor 50.900 Zuschauern in der Frankfurter WM-Arena gelang Maik Franz in der 89. Minute der Siegtreffer für die Gastgeber. Nationalstürmer Kießling hatte mit seinen Saisontreffern 17 (33.) und 18 (46.) die Partie nach der Eintracht-Führung durch einen von Selim Teber verwandelten Foulelfmeter (28.) zunächst zugunsten der Gäste gedreht.

Doch der Brasilianer Caio ließ Nationaltorwart Rene Adler mit einem Schuss aus 33 Metern zum 2:2 (62.) ganz alt aussehen.

Zu diesem Zeitpunkt waren die Leverkusener nach einer Roten Karte gegen Daniel Schwaab (49.) bereits in Unterzahl. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Guter Auftakt

Beiden Mannschaften war von der ersten Minute an anzumerken, dass es im Saisonendspurt noch um alles geht.

Während die Hessen nach den beiden Siegen gegen Bayern München (2:1) und den VfL Bochum (2:1) bereits vor dem Spiel von der Teilnahme an der Europa League träumten, wollten die Gäste aus Leverkusen noch einmal direkt ins Titelrennen eingreifen.

Nikolov pariert zwei Mal

Den besseren Start hatten zunächst die Gäste. Nach einem Eckball von Toni Kroos scheiterten die Bayer-Verteidiger Sami Hyypiä und Manuel Friedrich aber mit einer Doppel-Chance aus kurzer Distanz an Eintracht-Keeper Oka Nikolov.

In der 12. Minute folgte dann das erste Offensiv-Signal der Eintracht, als Adler einen Freistoß von Caio gerade noch um den Pfosten lenken konnte. Kurz darauf parierte Nikolov erneut einen Friedrich-Kopfball mit Bravour (13.)

Franz per Fallrückzieher

Nach dem Seitenwechsel agierten beide Teams weiter mit offenem Visier. Nach der Roten Karte gegen Schwaab witterten die Hessen trotz des Rückstands noch einmal Morgenluft.

Caio sorgte mit einem sensationellen Weitschuss für den Ausgleich, kurz darauf lief Halil Altintop frei auf Adler zu und traf zum vermeintlichen 3:2 (69.), doch Schiedsrichter Wolfgang Stark erkannte das Tor wegen Abseits ab.

Franz gelang per Fallrückzieher dann aber doch noch der umjubelte Siegtreffer für die Hessen.

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