Bayern hat Stärke demonstriert. Theoretisch ist zwar noch alles drin für Schalke und Bayer, doch die Vorzeichen sind klar.

"Der Weihnachtsmann war noch nie der Osterhase", ist eins der bekanntesten Bonmots von Uli Hoeneß.

Der Spruch des damaligen Managers des FC Bayern bewahrheitete sich seinerzeit zwar nicht, doch dieses Mal könnte er passen.

"Weihnachtsmann", also Erster nach der Hinrunde, war in dieser Saison Bayer Leverkusen, "Osterhase", sprich Meister, werden am Ende mit großer Wahrscheinlichkeit die Bayern sein.

Einen Tag vor dem Ostersonntag legte der Rekordmeister den Schalkern innerhalb von 70 Sekunden zwei Eier ins Nest und übernahm die Tabellenführung, die er wohl bis zum letzten Spieltag nicht mehr aus der Hand geben wird. (220069DIASHOW: Der 29. Spieltag)

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Mit dem Sieg auf Schalke hat Louis van Gaal mit seiner Mannschaft einen großen Schritt zur Meisterschaft gemacht. Für Hoeneß wäre es der erste Titelgewinn als Präsident.

Schalke hingegen hat die große Chance nicht genutzt, mit einem Sieg gegen den FC Bayern einen noch viel gewaltigeren Schritt zur ersten Meisterschaft seit 1958 zu machen.

Trainer Felix Magath, von Bayern-Ehrenpräsident Franz Beckenbauer als "Meister-Schleicher" tituliert, hatte wohl Recht, als er einen Vergleich mit seinem Vorjahrescoup mit dem VfL Wolfsburg nicht zuließ.

Kevin Kuranyi allein reicht eben doch nicht. Der FC Bayern hat Arjen Robben. Und wenn der verletzt ist, trifft Franck Ribery. Oder Thomas Müller.

Nur in der Phase nach dem 1:2 durch Kuranyi sah es so aus, als könne Schalke das Spiel noch drehen, doch nach dem Wechsel zeigte sich wieder einmal, dass den Königsblauen spielerisch noch ein Stück fehlt.

Und wohl auch mental. Eine Meisterschaft wird vor allem im Kopf entschieden. Der Eindruck drängt sich auf, dass die Schalker nicht wirklich an ihre Chance glauben.

Genauso wie Jupp Heynckes' "Weihnachtsmänner", die nach drei Niederlagen in Folge nur noch einen Punkt Vorsprung auf Platz vier haben.

Zwar wird Bayer 04 dieses Mal wohl nicht wieder mit völlig leeren Händen dastehen, aber "nur" ein Europa-League-Platz wäre nach der famosen Hinrunde und 24 Spielen in Folge ohne Niederlage doch eher enttäuschend.

Natürlich könnte es Leverkusen mit einem Sieg gegen den FC Bayern am kommenden Wochenende wieder spannend machen, und Schalke wäre mit einem Dreier in Hannover wieder Tabellenführer.

Doch wie heißt es so schön: Der Konjunktiv ist der Modus des Verlierers.

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