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Markus Babbel hat Anfang April das Fußball-Lehrer-Diplom bestanden © getty

Markus Babbel spricht im DSF über den FC Bayern und Manchester United, Kevin Kuranyi, Lukas Podolski und seine eigene Zukunft.

München - In der Bundesliga hat der Endspurt begonnen.

Der FC Bayern eroberte mit dem 2:1-Sieg auf Schalke die Tabellenspitze zurück - und hielt die Liga damit spannend.

"Für Schalke war das ein extrem wichtiges Spiel. Wenn sie das gewonnen hätten, dann wären sie fünf Punkte vorne gewesen. Am nächsten Spieltag muss der FC Bayern nach Leverkusen, da ist ein Sieg auch noch nicht sicher. Die Chance war also riesengroß", sagte Markus Babbel im DSF-Doppelpass.

Auch für das Champions-League-Rückspiel gegen Manchester United sieht der 38-Jährige "gute Chancen" für die Münchner: "Bayern ist nicht in der Favoritenrolle. Und eins ist klar: Bayern München hat unglaublich viel Qualität."

Auch der VfB Stuttgart, bei dem Babbel bis Anfang Dezember letzten Jahres noch Trainer war, hat mit dem Sieg über Borussia Mönchengladbach drei Punkte geholt und die Chance auf die internationalen Plätze gewahrt. (DATENCENTER: Die Tabelle)

Babbel spricht im Doppelpass zudem über sein Fußball-Lehrer-Diplom, Lukas Podolski und Kevin Kuranyis Comeback-Chancen in der Nationalmannschaft.

Markus Babbel über...

die Siegermentalität des FC Bayern München:

"Sie werden das ganze Jahr gejagt, für jede Mannschaft ist es das absolute Highlight, wenn man gegen sie spielt. Also schaffen es die meisten 100, 110 Prozent Gas geben zu können. Dadurch lernt man einfach auch diese gewisse Mentalität, jedes Spiel gewinnen zu müssen. Das wir auch im Verein so vorgelebt. Nur der erste Platz ist gut genug."

das wiedererwachte Selbstbewusstsein der Bayern:

"Wenn man sich die Freudengesten nach dem 2:0 angeschaut hat, wie Karl-Heinz Rummenigge und Uli Hoeneß aufgesprungen sind und sich richtig gefreut haben, das hat man doch schon längere Zeit nicht mehr gesehen. Man hat gemerkt, das ist auch für den FC Bayern ein unheimlich wichtiges Spiel und da war wieder diese coole Freude da, dieses 'Wir sind die Bayern, wir sind die Stärksten'."

Manchester United, Old Trafford und die Chancen des FC Bayern München:

"Die Stimmung im Old Trafford ist immer sehr gut, es kann aber auch schnell sehr ruhig werden, wenn es nicht so läuft. Man darf Manchester zu keiner Sekunde außer Acht lassen. Auch wenn Wayne Rooney vielleicht nicht aufläuft, mit Dimitar Berbatov ist ein sehr, sehr guter Mann am Start, der das schon in Leverkusen bewiesen hat.

Aber ich sage, die Bayern haben gute Chancen in Manchester zu bestehen. Bayern ist nicht in der Favoritenrolle. Und eins ist klar, Bayern München hat unglaublich viel Qualität. Was die Offensive und das Mittelfeld betrifft, sind sie sehr, sehr gut besetzt, wenn nicht sogar mit internationaler Topklasse.

die Problematik des Kuranyi-Comebacks für Joachim Löw:

"Das ist sehr schwierig. Ich weiß nicht, wie Joachim Löw denkt, welche Mannschaft er im Kopf hat. Wenn er Weltmeister wird, und Kevin Kuranyi war nicht mit dabei, dann wird man keine Diskussion darum führen. Wenn es aber nicht so läuft, dann hat man vielleicht einen Fehler im Vorfeld begangen. Ich glaube, dass Kevin alles dafür macht, dabei zu sein. Er hat sich entschuldigt, er macht viele Tore, er ist gut drauf, das ist sein Part. Jetzt geht es darum, was Joachim Löw dazu sagt."

die vergebene Chance im Meisterschaftskampf für den FC Schalke 04:

"Für Schalke war das ein extrem wichtiges Spiel. Wenn sie das gewonnen hätten, dann wären sie fünf Punkte vorne gewesen. Am nächsten Spieltag muss der FC Bayern nach Leverkusen, da ist ein Sieg auch noch nicht sicher. Die Chance war also riesengroß. Deswegen war Felix Magath wahrscheinlich auch so enttäuscht, weil es eben eine Riesenmöglichkeit war, Abstand zu schaffen, den die Bayern dann vielleicht nicht mehr einholen können. Es ist zwar nach wie vor alles offen, aber es wird schwieriger.

auf die Frage nach den Gefühlen nach dem bestandenen Fußball-Lehrer-Diplom und seiner Zukunft:

"Erleichterung. Es war ein aufregendes Jahr. Es war anstrengend, aber es hat sich gelohnt. Deswegen ist die Freude sehr, sehr groß. Ich bin jetzt generell offen für alles, auch für das Ausland. Ich will mich nicht nur auf die Bundesliga konzentrieren. Ich hatte auch eine sehr schöne Zeit in England, das könnte ich mir auch gut vorstellen."

Lukas Podolski und den Grund der Krise beim 1. FC Köln:

"Es ist schwierig, das von Außen zu beurteilen. Ich war ja jetzt länger in Köln, da bekommt man dann auch die Medien mit. Eins ist klar, egal wie Lukas Podolski spielt, er wird nicht angegriffen. Er ist so etwas wie die heilige Figur in Köln, er wird nicht kritisiert und das kann natürlich dazu führen, dass viele Spieler, die sehr hart kritisiert werden, dann doch sagen: Wenn der nicht mitspielt, dann gebe ich doch noch das ein oder andere Prozent mehr."

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