vergrößernverkleinern
Paolo Guerrero erzielte in der Bundesliga bisher 27 Tore für den HSV © imago

Der Stürmer kassiert nach seinem Flaschenwurf die höchste Geldstrafe der HSV-Vereinsgeschichte. Guerrero entschuldigt sich.

Hamburg - Der Hamburger SV hat seinen Stürmer Paolo Guerrero nach dessen Flaschenwurf gegen einen Fan im Anschluss an die Partie gegen Hannover 96 (0:0) mit der höchsten Geldstrafe der Vereinsgeschichte belegt, den Peruaner aber nicht gesperrt oder entlassen. (Nachbericht: Die Krise verschärft sich)

Das teilte der HSV-Vorstand am Montag nach langen Beratungen mit. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Die Höhe der Geldstrafe ist nicht bekannt, sie dürfte zwischen 50.000 und 100.000 Euro liegen und wird für soziale Zwecke verwandt.

Guerrero entschuldigte sich bei dem Opfer sowie seiner Mannschaft, den Fans und dem gesamten HSV.(Stevens-Kolumne: "Paolo, das war nicht gut")

"Was ich gemacht habe, war sehr schlecht, das war ein großer Fehler von mir", erklärte Guerrero, "es tut mir ehrlich leid." (Meldung: Guerrero soll sich entschuldigen)

Bisher Keine Anzeige gegen Guerrero

Er soll sich noch vor dem Spiel in der Europa League am Donnerstag in Lüttich auch persönlich bei dem Fan entschuldigen.

Der Mann wurde von dem Flaschenwurf nicht äußerlich verletzt und hat bislang auf eine Anzeige gegen Guerrero verzichtet.

"Entscheidend für unsere Entscheidung war, dass sich Paolo glaubhaft entschuldigt hat und dass er sich in den vier Jahren hier nie etwas Vergleichbares hat zu Schulden kommen lassen. Er hat glaubhaft gemacht, dass dies unter höchsten Emotionen passiert ist", sagte HSV-Chef Bernd Hoffmann.

"Sein Verhalten ist in keinster Weise zu akzeptieren. Wir denken jedoch, dass er eine zweite Chance verdient hat", sagte der Klub-Boss weiter.

Guerrero soll heftig beleidigt worden sein

Im Dezember 2006 hatte der HSV seinen Abwehrspieler Thimothee Atouba für zwei Spiele gesperrt, weil dieser einem Fan nach einer Beleidigung den "Stinkefinger" gezeigt hatte.

Auch Guerrero erklärte, er sei beleidigt worden. Dabei seien unter anderem die Wörter "Arschloch" und "du spielst Scheiße" gefallen.

Bei Atouba sei das Verhalten laut Hoffmann damals aber weniger einsichtig gewesen.

DFL und DFB haben noch nicht entschieden

Eine Entscheidung der DFL oder des DFB stand am Mittag des Ostermontages noch aus. Schiedsrichter Peter Sippel hatte den Vorfall nicht in den Spielbericht eingetragen, weil er zum Zeitpunkt des Geschehens bereits in der Kabine war.

Guerrero droht möglicherweise eine Sperre wegen krass unsportlichen Verhaltens.

Zum Forum - hier mitdiskutieren!Zurück zur Startseite

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel