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Beim Abstieg aus der Bundesliga drohen Kürzungen der TV-Gelder um viele Millionen © getty

Fünf Klubs kämpfen um den Klassenerhalt. Den Absteigern steht eine ungewisse Zukunft bevor. Etats und TV-Gelder werden gekürzt.

Berlin - Das Image leidet, der Etat schrumpft, die Mannschaft zerbricht: Fünf Spieltage vor Saisonende geht die Angst vor dem Abstieg und dessen Folgen um.

Insbesondere Hertha BSC und Hannover 96 müssten sich als etablierte Klubs auf schmerzhafte Einschnitte gefasst machen. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Schlusslicht Hertha BSC Berlin muss im Abstiegsfall mit gehörigen Einschränkungen rechnen.

Allein die TV-Einnahmen würden wohl um 60 Prozent von 20 auf 8 Millionen Euro sinken.

Gehaltskürzungen um bis zu 40 Prozent

Die Kosten für den Profi-Kader liegen derzeit bei 26 Millionen Euro, in der Zweiten Liga ist offenbar nur noch die Hälfte vorgesehen.

Seine in 13 Bundesliga-Jahren aufgebaute Infrastruktur will der Hauptstadtklub nicht aufgeben. Entlassungen auf der Geschäftsstelle sollen vermieden werden.

Die 55 Mitarbeiter würden auf 20 Prozent ihrer Bezüge verzichten, die Geschäftsführung würde sogar eine 40-Prozent-Kürzung hinnehmen.

"Wir wollen dieses Team halten", sagt Geschäftsführer Ingo Schiller.

Auch Hannover müsste Einschnitte hinnehmen

Top-Profis wie Nationalspieler Friedrich oder Keeper Jaroslav Drobny dürften den Klub allerdings verlassen.

Auch Hannover 96 steht im Falle des Absturzes vor tiefen Einschnitten.

Die Niedersachsen, immerhin seit 2002 im Oberhaus, planen mit einer Etatkürzung von 50 auf 23 Millionen. Allein elf Millionen Euro würden dem Klub bei den TV-Geldern verloren gehen.

Der Gehaltsetat für den Spielerkader betrüge 17 statt 27 Millionen Euro.

"Ein Abstieg hätte dramatische Folgen", sagt Präsident Martin Kind.

Freiburg sorgt vor

Der SC Freiburg, mit 25 Punkten derzeit auf dem Relegationsplatz, bewegt sich in anderen Sphären.

Im Falle des Abstiegs plant der Klub mit einem Etat von 13 Millionen Euro, in der laufenden Saison lag der Wert bei 22 Millionen Euro.

Bei der Planung hatte Freiburg die Zweite Liga schon ins Auge gefasst: Bis auf Mohamadou Idrissou haben alle Spieler in ihren Verträgen Optionen für das Unterhaus.

Trainer Robin Dutt soll bleiben, egal in welcher Liga die Breisgauer spielen.

Bochum will "verjüngen"

Auch der VfL Bochum könnte den großen Bruch vermeiden.

Die Verträge von Joel Epalle, Philipp Bönig, Vahid Hashemian, Diego Klimowicz und Ersatzkeeper Rene Renno laufen zwar aus, doch ansonsten haben sämtliche Spieler bis auf Lewis Holtby Verträge für die Zweite Liga.

Der U-21-Nationalspieler würde zu Schalke 04 zurückkehren.

Sportvorstand Thomas Ernst sagte: "Wir wollen verjüngen, ohne dem Jugendwahn zu verfallen."

Der Etat würde von jetzt rund 37 auf 22,5 Millionen Euro sinken.

Nürnbergs Spieler wecken "Begehrlichkeiten"

Ähnlich erginge es dem 1. FC Nürnberg.

Der Gesamtetat liegt derzeit noch bei 36 Millionen Euro, für die Zweite Liga plant der Club mit 25 Millionen.

Zuletzt haben sich einige Spieler ins Blickfeld anderer Vereine geschoben.

"Wir wissen, dass zwei, drei Spieler Begehrlichkeiten geweckt haben", sagt Manager Martin Bader. Dazu zählt Mittelfeldspieler Marcel Risse, mit dem der Verein Gespräche führt.

Leihspieler Eric-Maxim Choupo-Moting dürfte wegen seiner guten Torquote vom Hamburger SV zurückgefordert werden.

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